Rauf auf den Berg: Kitzsteinhorn, Predigtstuhlbahn, Großglockner-Hochalpenstraße, Sommerrodelbahn am Biberberg

Seilbahngondel am Kitzsteinhorn, im Hintergrund Alpengipfel, teils schneebdeckt

Rauf auf den Berg: Kitzsteinhorn, Predigtstuhlbahn, Großglockner-Hochalpenstraße, Sommerrodelbahn am Biberberg

Schneebedeckter Gipfel auf dem Kitzsteinhorn

45 Minuten dauert die Fahrt mit der Seilbahn von der Talstation in Kaprun auf das 3.029 Meter hohe, schneebedeckte Kitzsteinhorn – inklusive zwei Mal umsteigen. Oben angekommen hat man von den Aussichtsplattformen "Top of Salzburg" und "Nationalpark Gallery" einen grandiosen Ausblick auf die eisigen Gletscher und Gipfel des Nationalparks Hohe Tauern. Hier sind Österreichs Berge wie der mächtige Großglockner zum Greifen nah. Direkt in den Berg gehauen ist die ganzjährig geöffnete "Gipfelwelt 3000", ein Museum des Nationalparks Hohe Tauern: Nach dem Ausstieg aus der Gipfelbahn geht es durch einen 360 Meter langen Stollen. Infostationen präsentieren in mystischem Licht viel Informatives rund um die Entstehung des Kitzsteinhorns sowie über Kristallschätze in der Region Hohe Tauern. Und hier kann man tatsächlich hören, dass sich der Berg "bewegt".
In der Erlebniswelt befindet sich auch das höchstgelegene Kino Österreichs: Auf einer acht Meter breiten Leinwand beeindruckt ein speziell für das "Cinema 3000" gedrehter und mehrfach prämierter Film mit faszinierenden Aufnahmen über die Schönheit der hochalpinen Gebirgswelt.

Predigtstuhl bei Bad Reichenhall: Die älteste Seilbahn der Welt

Unten in Bad Reichenhall ist Sommer – und auf dem auf den 1.614 Meter hohen Predigtstuhl liegt Schnee. Die bequemste und schönste Art auf den Berg zu kommen, ist eine Fahrt mit der Seilbahn. Die Predigtstuhlbahn ist das Wahrzeichen von Bad Reichenhall – und sie fährt noch genauso wie vor knapp 92 Jahren. Seit sie am 1. Juli 1928 eröffnet wurde, bringt sie ihre Fahrgäste mit 18 km/h auf den Gipfel. Sie ist die älteste im Original erhaltene, ganzjährig verkehrende Großkabinenseilbahn der Welt. Für die 1.140 Höhenmeter braucht sie 8,5 Minuten. Die Steuerung und der Antrieb für die beiden Kabinen, die synchron berg- bzw. talwärts fahren, befinden sich in der Bergstation. Hier wird mit einem Hebel per Hand gebremst – genauso wie 1928. Auch sämtliche Geräte, die Gondeln und das Seil, an dem sie hängen, mussten bislang nicht ausgetauscht werden.
Gemeinsam mit der Seilbahn wurde 1928 das Bergrestaurant Predigtstuhl im Berghotel eröffnet. Es steht ebenso unter Denkmalschutz wie die Predigtstuhlbahn selbst und die Almhütte in der Schlegelmulde auf dem Weg zum Gipfel.

Tamina Kallert steht in der Station vor einer historischen Seilbahngondel

Tamina bewundert eine Gondel der denkmalgeschützten Predigtstuhlbahn.

Großglockner-Hochalpenstraße

Südlich von Zell am See führt die Großglockner-Hochalpenstraße rauf in die Hohen Tauern bis zum Großglocknermassiv. Sie verbindet als hochalpine Gebirgsstraße die beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten. Die Strecke ist für viele Fahrradfreaks das Nonplusultra: 48 Kilometer, 1.500 Höhenmeter, 27 Spitzkehren. Wer da rauf strampelt, kommt auf jeden Fall an seine Grenzen. Es gibt aber auch eine bequeme Methode: Man bucht sich in Zell am See ein Fahrradtaxi oder lässt sich mit dem Wagen chauffieren. So kommen auch Nichtradprofis die 2.500 Meter rauf. Schöner Nebeneffekt: Man hat im Auto Zeit, sich die grandiose Hochgebirgslandschaft anzuschauen. Vom Gebirgspass Fuscher Törl aus geht es wieder runter. Gute Bremsen sollte man hier wirklich haben und den Gegenverkehr immer im Auge, besonders in engen Kurven der Serpentinenstraßen.

Hochalpenstraße vor Bergpanorama, im Vordergrund ein kleiner Turm aus Natursteinen

Die Großglockner-Hochalpenstraße verbindet die beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten.

Sommerrodelbahn am Biberg

Zur Sommerrodelbahn Biberg oberhalb von Saalfelden geht es zu Fuß oder mit einem Doppelsessellift, der einen besonders schönen Ausblick auf das Panorama des Steinernen Meeres und des Saalachtales bietet. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis nach Zell am See. Mit ihren 1,6 Kilometern ist die Sommerrodelbahn eine der längsten Österreichs. Bei der Talfahrt ist die Geschwindigkeit mit einem Schalthebel frei wählbar und funktioniert sehr einfach. Eine actionreiche Talfahrt bedeutet: 345 Höhenmeter, 61 Kurven, drei Super-Jumps und zwei Tunnel. Wer mutig ist, lässt einfach laufen und bremst gar nicht. Bei schlechtem Wetter oder Regen ist die Rodelbahn geschlossen und nur die Sesselbahn Huggenberg geöffnet.

Fahrrinne einer Sommerrodelbahn, im Hintergrund Alpengebirgspanorama

Viel Spaß macht eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn Biberg.

Lesetipps Tauernradweg

Bikeline Radtourenbuch. Tauern-Radweg. Entlang der Flüsse Salzach, Saalach und Inn 1:50 000.
Esterbauer, 10. überarb. Aufl. 2012
ISBN 978-3850000598
Preis: 14,90 Euro

Karin Hornberg
Kompass Fahrradführer Tauernradweg. Entlang von Salzach, Saalach und Inn
Kompass, 2013
ISBN 978-3850267663
Preis: 14,90 Euro

Wolfgang Ortner
Der Genussradler. Tauernradweg
Eigenverlag, 2020
ISBN 979-8613869107
Preis: 14,50 Euro

Peter Kränzle, Margit Brinke
CityTrip Salzburg. Reiseführer
Reise Know-How Verlag, 8. akt. Aufl. 2019
ISBN 978-3831732456
Preis: 12,95 Euro

Stand: 22.09.2019, 20:15