Tag 2: Von Rheda-Wiedenbrück nach Warendorf

Tag 2: Von Rheda-Wiedenbrück nach Warendorf Wunderschön! 02.09.2018 UT Verfügbar bis 02.09.2019 WDR

Tag 2: Von Rheda-Wiedenbrück nach Warendorf

Rheda-Wiedenbrück - 18 km - Schloss Vornholz - 16 km - Beckum - 33 km - Warendorf

Gesamtstrecke: 67 Kilometer

Zwei Radfahrer auf einem Feldweg zwischen Getreidefeldern

Marco und Susanne auf ihrer zweiten Etappe

Golfen am Schloss Vornholz

Für Tag zwei mussten sich die beiden Radfahrer entscheiden: Reiten oder Golf spielen. Das Münsterland ist ja bekannt für beides. Aber für Marco und Susanne ist klar: Auf den Hottemax wollen sie nicht, auch wenn Warendorf als Reiterhauptstadt Deutschlands ihr nächstes Ziel ist. Sie zieht es auf einen von Deutschlands schönsten Golfplätzen am Schloss Vornholz. Denn erstens sind die Trainingsstunden dort erstaunlich preiswert und zweitens hat das Schloss auch ein Café-Restaurant, das für alle geöffnet ist.

Golftrainerin Fiona Liddell (m) zeigt Marco und Susanne das Golfspiel

Die richtige Haltung beim Putten: Golferin Fiona Liddell (m) trainiert Marco und Susanne.

Und dann hatten sie auch noch Glück: Sie bekamen mit Fiona Liddell eine der besten deutschen Golferinnen als Lehrerin. Fiona hat schon für die deutsche und die schottische Nationalmannschaft gespielt und studiert zurzeit mit einem Golf-Stipendium in den USA. In den Semesterferien zieht sie es dann zurück zum heimischen Golfplatz und zu Papa Steven. Der ist nämlich Headcoach im Golfclub Schloss Vornholz.
Fazit: Das hat Spaß gemacht; speziell Marco glaubt sogar, ein gewisses Talent bei sich entdeckt zu haben.

Klettern in Beckum

Nach dem Golf ist vor dem Klettern - Kurs Südwesten. Das ist zwar ein Umweg auf dem Weg zum Übernachtungsbauernhof bei Warendorf, aber die Menschen von der Beckumer Sektion des Deutschen Alpen Vereins müssen tagsüber arbeiten. Marco und Susanne wollen es aber unbedingt an einer der speziellsten Kletterwände des Landes versuchen, also sind sie zuerst zum Golf gefahren und laufen gegen 17.30 Uhr am Beckumer Kletterfelsen auf.

Marco Schreyl hängt am Seil an einer Kletterwand

Der Weg nach unten gestaltet sich schwieriger als erwartet.

Hintergrund: Beckum war mit 32 Zementfabriken früher mal die Zementstadt im Westen und hat einen sehr erfolgreichen Strukturwandel hinter sich. Und der Zement? Lockt jetzt Touristen! In den Steinbrüchen sucht man nach Fossilien, und die Zementroute führt durch die schönsten Ecken und Parks der Stadt.

Marco und Susanne nehmen an der Kletterwand im Stadtpark eine der einfachen Routen. Mit Hilfe von Kletterlehrer Carsten Supply kommen sie auch irgendwie rauf. Viel schwieriger ist aber der Weg runter, denn sich alleine in ein Seil fallen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass es hält, das erfordert schon ein riesiges Maß an Vertrauen. Aber alles klappt, Susi und Marco können sich unten glücklich abklatschen.

Zum Schluss noch die Überraschung des Tages: die Dyckerhoff-Seen, ein einzigartiges Naturerlebnis. Das Wasser in den ehemaligen Steinbrüchen strahlt tiefgrünblau, wie in der Karibik. Der Kalkstein macht es möglich.

Blick über einen türkisblauen See auf gegenüberliegendes bewaldetes Ufer

Die Dyckerhoff-Seen sind ein einzigartiges Naturerlebnis.

Weitere Informationen im Internet

Autor: Michael Wieseler

Stand: 02.09.2018, 20:15