Tag 6: Von Bocholt zur Xantener Südsee

Tag 6: Von Bocholt zur Xantener Südsee

Etappe 6: Bocholt - 18 km - Burg Anholt (Wasserschloss und Schweizer Häuschen) - 25 km - Xanten

Gesamtstrecke: 45 Kilometer

Der Schlusstag. Zuerst statten Marco und Susanne dem Büffelhof Kragemann einen Besuch ab, weil ihnen am vorigen Abend der Mozzarella so gut geschmeckt hat. Anschließend fahren sie zur Burg Anholt und dem Schweizer Häuschen und nach der Rheinquerung in Rees geht es an den Rheinauen entlang Richtung Xanten. Und in beziehungsweise an der Xantener Südsee endet dann die Sommer-Radtour.

Silvia Mölders, im Hintergrund drei Wasserbüffel auf einer Weide

Silvia Mölders liebt ihre Wasserbüffel.

Die Wasserbüffel von Barlo

Der Büffelhof Kragemann liegt nördlich von Bocholt in Barlo, die beiden sind gestern auf ihrem Weg von Winterswijk nach Bocholt sogar daran vorbeigefahren. Hier leben Wasserbüffel, und aus der Wasserbüffelmilch wird der Mozzarella gemacht. Silvia Mölders, die den Hof zusammen mit ihrem Mann führt, spricht direkt an der Weide mit Marco über ihre Liebe zu den Tieren, über die italienischen Käsemacher, die in Holland aus ihrer Milch den Mozzarella machen, und auch über den viel zu trockenen Sommer. Zum Schluss spendiert sie noch ein Eis aus Büffelmilch, und zufrieden radeln Marco und Susi Richtung Anholt.

Schloss Anholt

Die Wasserburg Anholt ist die größte private Schlossanlage in Nordrhein-Westfalen, aber eigentlich müsste sie in Holland liegen. Wenn nicht - ja, wenn nicht der Großvater des heutigen Prinzen zu Salm/Salm nach dem Krieg bei den Bürgern sehr stark dafür geworben hätte, dass der ganze Landstrich doch bei Deutschland bleibt. Und heute ist das Schloss quasi binational - die Besucher kommen ziemlich genau zur Hälfte aus beiden Ländern. Vor allem, um die exquisite Kunstsammlung zu sehen mit den großen holländischen Meistern. Seit 2017 hat die Anlage eine neue Attraktion: eine riesige Wildblumenwiese. Im Juni und Juli ein Hingucker sondergleichen.

Blick über eine Wildblumenwiese auf ein Schlossgebäude

Eine Show! Die Wildblumenwiese an der Burg Anholt

Und einen kleinen Abstecher machen Marco und Susi natürlich auch zum Schweizer Häuschen, eine Schweizer Berghütte im nachgebauten Vierwaldstätter See, ursprünglich gedacht als Liebesgabe des alten Prinzen an seine Frau. Hier genießen die beiden Radfahrer ihre letzte Schorle, bevor es Richtung Xanten geht.

Luftaufnahme eines Sees inmitten von Wald mit einer kleinen Insel, auf der ein Häuschen steht

Das Schweizer Häuschen und der Vierwaldstädter See in Miniatur

Vom Schweizer Häuschen fahren sie nach Rees; dort verkehrt eine Fahrradfähre über den Rhein, weitaus schöner als oberhalb über die große Autobrücke zu fahren. Was auffällt: Auf der Fähre sind die Elektrofahrräder inzwischen deutlich in der Mehrheit. Und dann geht es Richtung Süden, durch die Niederrheinauen. Susi macht Marco darauf aufmerksam, dass die Auen sehr viel Wasser speichern können und dass deshalb hier die Wiesen in Teilen immer noch grün und saftig sind. Marco muss natürlich sofort an die Wasserbüffel denken.

Fähre mit Fahrrädern

Mit der Fähre geht es bei Rees über den Rhein.

Xantener Nord- und Südsee

Letztlich führt der Weg vom Rhein weg und schon fahren die beiden entlang der Xantener Nordsee – reserviert für Wassersportler - in Richtung Südsee - für Schwimmer und Wasserskifahrer. Es ist Wochenende, es ist sehr heiß und es ist sehr voll! Aber es gibt einen Tipp für alle, denen der Trubel zu groß wird: Wenn man am abgetrennten FKK-Gelände vorbeigeht (es gibt einen Weg hinter dem Gelände), kommt man an der Spitze der Halbinsel aus, und hier war es sogar am heißen Sommerwochenende vergleichsweise ruhig. Ein toller Abschluss nach sechs Tagen auf dem Rad. Und das Wasser war natürlich: wie in der Südsee!

Marco Schreyl liegt an einem Sandstrand, neben sich den roten Rucksack

Marco Schreyl, entspannt am Ziel der Sommer-Radtour, am Strand der Xantener Südsee

Weitere Informationen im Internet

Autor: Michael Wieseler

Stand: 02.09.2018, 20:15