Dhünntalsperre, Freilichtmuseum Lindlar, Grauwacke-Steinbruch Lindlar, Wahner Heide

See inmitten von Wald

Dhünntalsperre, Freilichtmuseum Lindlar, Grauwacke-Steinbruch Lindlar, Wahner Heide

Die Große Dhünntalsperre zählt mit einem Stauinhalt von 81 Millionen Kubikmetern zu den größten Trinkwassertalsperren Deutschlands. Ihre Hauptaufgabe ist die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung des Bergischen Landes. Daneben wächst ihre Funktion als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und als Erholungsraum für den Menschen.

Um die Dhünntalsperre kann man auf verschiedenen Rundwegen radfahren oder wandern. Aber sie ist besonders geschützt. Ein 100 Meter breiter Streifen rund um die Talsperre ist Wasserschutzzone 1 und darf nicht betreten werden. Dafür ist es hier besonders ruhig: kein Wassersport oder Baderummel – die Dhünntalsperre ist Naturparadies pur!

Auch der Bergische Panoramasteig und der Bergische Weg verlaufen entlang der Talsperre. Der große Rundwanderweg ist 40 Kilometer lang und soll in 12 Stunden zu schaffen sein. Man tut gut daran, Wasser und Proviant mitzunehmen. Einen Kiosk sucht man hier vergeblich.

Freilichtmuseum Lindlar

Wer wissen will, wie es sich vor 100 Jahren im Bergischen Land lebte, ist im Freilichtmuseum am Rande von Lindlar richtig. Die historischen Gebäude wurden in allen Teilen des Bergischen Landes abgebaut, dorthin geschafft und originalgetreu wieder aufgebaut. So entsteht der detailgenaue Eindruck eines Dorfes aus vergangenen Tagen. Zu jeder Jahreszeit hat das Museum etwas Besonderes zu bieten: Es gibt ökologische Seminare, Märkte und Feste.

Historische Fachwerkhäuser im Freilichtmuseum Lindlar

Im Freilichtmuseum Lindlar wurden historische Häuser aus verschiedenen Teilen des Bergischen Landes wieder aufgebaut.

Grauwacke-Steinbruch Lindlar

Im Grauwacke-Steinbruch BGS Vitar wird immer noch abgebaut. Deswegen besteht bei einer Familienführung Warnwesten- und Helmpflicht. Die Bergische Grauwacke ist ein 350 Millionen Jahre altes Gestein, das hier seit 1633 abgebaut wird. Damals natürlich noch ohne Maschinen; die Arbeit mit dem Hammer war hart und gefährlich. Lindlar galt als Dorf der Witwen und Waisen.

Eine Besuchergruppe im Steinbruch, alle mit gelben Westen und gelben Helmen ausgestattet

Da im Grauwacke-Steinbruch noch gearbeitet wird, besteht für Besucher Helmpflicht.

Weil das Bergische Land vor 350 Millionen Jahren von einem tropischen Meer bedeckt war, findet man in den Steinen oft auch Fossilien, versteinerte Tiere und Pflanzen. Eine aufregende Schatzsuche besonders für die Kleinen. Führungen sind nach Anmeldung möglich.

Naturparadies Wahner Heide

Millionen von Jahren Erdgeschichte haben die Landschaft der Wahner Heide geprägt. Auch der Mensch hat seine Spuren hinterlassen. Für den Ackerbau war die Gegend eigentlich nie geeignet, denn dafür war der Boden immer zu sandig. Im Mittelalter versuchte man durch Brandrodung Ackerland zu schaffen. Übrig blieben aber nur sandige Böden, die fast gar nicht mehr genutzt werden konnten. Diese Mischung sorgte wiederum für eine ganze besondere Flora und Fauna, die man dort heute vorfindet. Die Heide- und Moorlandschaft wurde über die Jahre zum Refugium seltener Arten. Sie gehört zum europäischen Natur­schutzerbe und das, obwohl jahrzehntelang Panzer die Wahner Heide durchpflügten. Über zahlreiche Routen und Rundtouren lässt sich die Heide erschließen. In den vier Besucherportalen Gut Leidenhausen (Köln-Porz), Burg Wissem (Troisdorf), Turmhof (Rösrath) und Steinhaus (Bergisch Gladbach) gibt es zahlreiche Informationen zur Heide. Sie bilden die wichtigsten Zugänge ins Gebiet.

Tamina Kallert und ein Mann auf einer Brachfläche vor einem Waldrand

Tamina im Naturparadies Wahner Heide

Vorsicht: In der Wahner Heide darf man die Wege auf gar keinen Fall verlassen, denn hier war bis 2004 ein Truppenübungsplatz. Munition im Boden ist deshalb nicht ausgeschlossen. Und auch die Flieger vom Köln Bonner Flughafen muss man leider versuchen zu ignorieren.

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Stand: 07.07.2019, 20:15