Kerpen, Naturpark Rheinland, Gymnicher Mühle und Schloss Türnich

Regenbogen über einem Getreidefeld, im Hintergrund Wald

Kerpen, Naturpark Rheinland, Gymnicher Mühle und Schloss Türnich

Rennsportfeeling in Kerpen

Direkt am Kreuz Kerpen entstand bereits 1997 die Michael Schumacher-Kartbahn. Sie verfügt über eine 728 Meter lange Indoor-Kartstrecke und eine 710 Meter lange Outdoor-Strecke. Erlaubt ist das Fahren ab einer Größe von 140 cm, das Mindestalter liegt bei acht Jahren. Wer seine Fahrkünste verbessern möchte, kann ein Fahrtraining oder Seminare in der Kartschule buchen. Reservierungen bzw. Belegungen der Kartbahn sind online der 10-Tage-Vorschau zu entnehmen.

Tamina Kallert steht mit erhobenen Armen auf dem Siegerpodest im Kart Center

Tamina posiert als Nummer 1 auf dem Siegertreppchen im Kart Center in Kerpen.

Direkt an der Erft liegt das Naturparkzentrum Gymnicher Mühle. Hier dreht sich alles ums Thema Wasser und um die Erft, die diese Region maßgeblich geprägt hat.

Die Gymnicher Wassermühle stammt vermutlich aus dem Jahr 1315. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde hier Mehl gemahlen und Pflanzenöl hergestellt. Heute gibt es hier eine Lehrbäckerei, in der man an festen Terminen oder auf Anfrage das Backen von Brot, Brötchen, Plätzchen oder Hefezopf erlernen kann.

An der Gymnicher Mühle starten mehrere ausgeschilderte Rad- und Wanderwege. Einige sind als Rundwege angelegt und aufgrund ihrer Länge von 5 und 10 Kilometern ideal für einen Tagesausflug, auch für Familien mit Kindern. Infotafeln entlang der Strecke geben Auskunft zur Natur und Kulturgeschichte. Ein Faltblatt mit Übersichtskarte erhält man während der Öffnungszeiten im Museum "KM51 – Das Erftmuseum", das sich am Naturparkzentrum befindet.

KM51 – Das Erftmuseum

Wie der Mensch mit dem Fluss gekämpft hat, kann man im Erftmuseum neben der Mühle erfahren. Die Erft war für die Menschen ein Segen, weil sie mit ihrem Wasser die Mühlen antrieb. Sie war ein Fluch, wenn sie über die Ufer trat. Seinen Namen trägt das Museum, weil es genau am Flusskilometer 51 liegt. Es erzählt den 103 Kilometer langen Weg der Erft von der Quelle bis zur Mündung. Im begehbaren "Flusskörper" ist die Tier- und Pflanzenwelt der Erft zu sehen.

Wassererlebnispark Gymnicher Mühle

Für den 15.000 Quadratmeter großen Wassererlebnispark Gymnicher Mühle hat man von der Quelle bis zur Mündung einen Bachlauf nachgebaut, mit unterschiedlichen Spiel- und Abenteuerstationen. Der Wassererlebnispark Gymnicher Mühle hat im Sommer täglich außer montags geöffnet.

Falknerei und Greifvogelschutzstation Pierre Schmidt

Nur zwei Minuten mit dem Fahrrad entfernt liegt eine Falknerei und Greifvogelschutzstation. Hier finden täglich außer Montag Flugschauen statt.

Tamina Kallert hat einen Greifvogel auf dem behandschuhten Arm

Tamina besucht die Greifvogelschutzstation bei Schloss Gymnich.

Schloss Türnich

Schloss Türnich wird ein "rheinisches Juwel des Spätbarock" genannt, denn es ist im Stil eines französischen Lustschlosses gebaut. Doch die Idylle trügt. Das Herrenhaus ist in keinem guten Zustand, erklärt Schlossherr Severin von Hoensbroech. Bereits seit 1979 ist es unbewohnbar, nachdem es Risse bekommen hatte und an einigen Stellen auseinanderbrach. Der Grund: Das Gebäude befindet sich im Rheinischen Braunkohlerevier. Durch die Grundwasserabsenkung der nahegelegenen Tagebaue sackte das Grundwasser von normalerweise 80 Zentimeter unter Flur auf bis zu 280 Meter ab, was der hölzernen Pfahlgründung die Standfestigkeit raubte. Seit Jahren wird an der Instandsetzung des Schlosses gearbeitet, doch trotz aller Fortschritte sichern immer noch hölzerne Stützen im Innern des Gebäudes die Decken und das Treppenhaus. Es ist noch viel zu tun, um diesen idyllischen Ort dauerhaft zu erhalten.

Blick durch Bäume auf Schloss Türnich

Schloss Türnich wurde durch die Grundwasserabsenkung des Braunkohleabbaus schwer beschädigt.

Tipp:
Das Schloss liegt in einem 15 Hektar großen Schlosspark, der frei zugänglich ist. Er folgt der Idee eines Landschaftsparks, die versucht Kunst und Natur in harmonischer Weise miteinander zu verbinden. Von Frühjahr bis Herbst finden regelmäßig Führungen statt. Es geht in die Lindenkathedrale, das Labyrinth und in die Schlosskapelle, die voller mystischer Symbole ist. Der Ceres-Heilpflanzengarten kann auf Anfrage besichtigt werden.

Im angrenzenden Schlosscafé gibt es selbst gebackenen Kuchen und ausgewählte Gerichte, die ausschließlich mit biozertifizierten Zutaten zubereitet wurden.

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Mit Kindern wandern. Rund um Köln
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Hans-Joachim Schneider
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Sven von Loga
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Stand: 07.07.2019, 20:15