Strand und Meer: Agios Ilias, Zacharo, Kyllini, Arkoudi

Blick von oben in die Schmugglerbucht mit einem Schiffswrack auf einem Sandstrand

Strand und Meer: Agios Ilias, Zacharo, Kyllini, Arkoudi

Auf dem Peloponnes gibt es Orte mit vielen Hotelanlagen. Und es gibt Orte wie Agios Ilias an der Westküste. Hier machen auch viele Griechen Urlaub. Kleine Ferienwohnungen und einfache Fischerhütten stehen direkt am kilometerlangen, flachen Sandstrand. Der ist im Frühjahr oft menschenleer und auch in der Hauptsaison im Juli und August nicht überlaufen – und ideal für einen Ausritt direkt am Wasser.

Arkoudi auf der Halbinsel Kyllini war früher ein verschlafenes Fischerdorf, lebt aber heute zum größten Teil vom Tourismus. Im Frühjahr kann man den Charme des Örtchens ohne viel Trubel erleben – und das Wasser hat mit 22 Grad schon Badetemperatur. Seinen idyllischen Strand säumen zahlreiche Restaurants und Cafés. Der Strand ist im Sommer zwar ziemlich voll, bietet aber einen schönen Blick auf die Insel Zakynthos, zu der mehrmals am Tag Ausflugsboote fahren.

Nafplio liegt in der Region Argolis, dem "Daumen" des Peloponnes. Der hübsche Hafenort hatte einst strategische Bedeutung und wurde dementsprechend oft erobert. Dabei hinterließen Türken und vor allem Venezianer ihre Spuren. Oberhalb der Stadt liegt die Palamidis-Festung, die von den Venezianern erbaut wurde. Im hübschen Stadtzentrum findet man viele schöne Kneipen, Cafés und ein bisschen italienisches Flair.

Zakynthos: Schmuggler-Bucht, Schildkröten und Blaue Grotten

Der vielleicht berühmteste Strand Griechenlands liegt 20 Kilometer vor der Westküste des Peloponnes – auf der Insel Zakynthos, die wie Korfu und Kefalonia zu den Ionischen Inseln gehört. Hier rostet in der Navagio-Bucht, besser bekannt als "Schmugglerbucht", seit 1980 ein Schiffswrack vor sich hin – umgeben von 200 Meter hohen Klippen und türkisblauem Wasser. Erreichbar ist die Bucht mit dem schneeweißen Sandstrand nur per Boot und bei gutem Wetter. Am besten fotografieren lässt sich das berühmte Motiv am frühen Morgen oder späten Nachmittag von der Aussichtsplattform aus.

An der Südküste von Zakynthos teilen sich Mensch und Tier den Strand: Rund 300 Weibchen der Caretta Caretta, eine vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröte, kommen hier jedes Jahr in den warmen Sommernächten an Land und legen ihre Eier ab – genau zur Hauptreisezeit. 1999 wurde zum Schutz der Tiere ein Meeresnationalpark gegründet: Schutzzonen wurden geschaffen, der Aufenthalt an Niststränden zeitlich eingeschränkt. Zwar liegt in der Hochsaison immer noch Handtuch an Handtuch, aber die Eier im Sand bleiben heil. Nachts ist der Aufenthalt am Strand ganz verboten.

Am Nordkap von Zakynthos liegen die Blauen Grotten, die – nur bei ruhiger See – mit Ausflugsschiffen oder kleinen Schnellbooten von Agios Nikolaos, Alykanas, Laganas oder Skinari aus angefahren werden. Die eindrucksvollen Lichtreflexe entstehen, wenn die Sonne durch eine Felsenöffnung scheint und sich im Meer spiegelt. Dabei wird der Rotanteil im Licht absorbiert – und fast surreale Variationen an Türkis- und Blautönen entstehen.

Kleines Motorboot steuert in eine Felsgrotte

Bei ruhiger See können mit kleinen Booten die Blauen Grotten angefahren werden.

Lesetipps

Nicole Quint
Lesereise Peloponnes. Alexis Sorbas und der getürkte Grieche

Picus, 2013
ISBN 978-3711710352
Preis: 15,00 Euro

Klaus Bötig
Peloponnes
DuMont, 4. Aufl. 2018
ISBN 978-3770175642
Preis: 17,99 Euro

Elissavet Patrikiou
Echt griechisch. Die besten 70 Familienrezepte von Mama Anastasia
Christian-Verlag, 2019
ISBN 978-3959612821
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Stand: 29.03.2020, 20:15