Detmolder Schloss, Freilichtmuseum Detmold, Engelhöfe, Gradierwerke Bad Salzuflen, MARTa Herford

Blick durch Bäume auf Schloss Detmold

Detmolder Schloss, Freilichtmuseum Detmold, Engelhöfe, Gradierwerke Bad Salzuflen, MARTa Herford

Das fürstliche Residenzschloss und der Schlosspark des Hauses Lippe prägen das Stadtbild von Detmold. Viel schöner wird es nicht in der Weserrenaissance! Es gibt täglich Führungen, und wenn man Glück hat, bekommt man auch ein Mitglied der Prinzenfamilie zu Gesicht. Die Familie lebt nämlich immer noch dort, schon seit 700 Jahren.

Das Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ist das zweite Detmolder Kleinod. In ganz Westfalen hat man Bauernhöfe, Pfarrershäuser und sogar eine alte Schmiede von 1777 vorsichtig zerlegt, um sie dann hier genauso vorsichtig wieder aufzubauen. Mit Dorfteich, Stallungen, Tieren, und natürlich auch mit genug Cafés und Ruhemöglichkeiten. Darüber hinaus kann man aber auch aktiv werden, zum Beispiel bei einem Sensenworkshop. Vom Dengeln übers Klinge abziehen bis zum Sensen selbst lernt man in knapp drei Stunden alles, um es später auch mal zu Hause zu probieren – Rückenschmerzen inklusive.

Marco Schreyl und Jule Schumacher bearbeiten mit Sensen eine Wiese

Marco Schreyl und Jule Schumacher beim Sensen-Workshop

Engelhöfe im Ravensberger Land

Ihren Namen haben sie wegen der aus Holz geschnitzten Engel, die jeweils im linken und rechten Eck der großen Eingangstore der Bauernhöfe auf jeden Besucher freundlich herabblicken. Wahrscheinlich sollten sie als Schutzengel die bäuerliche Familie von Unglücken bewahren – nach dem Motto "Gott schütze unseren Ein- und Ausgang". Entstanden ist diese Art der Dekoration hauptsächlich im 19. Jahrhundert  und zwar nur auf Höfen im Ravensberger Land.
Es gibt inzwischen sogar eine Engelroute, eine ausgeschilderte Fahrradtour. Die führt an 23 Höfen vorbei, bei denen man die Engel besonders gut von der Straße sehen kann und man so mit seinem Besuch die heutigen Besitzer nicht stört – denn alle Engelhöfe sind in Privatbesitz.

Verziertes Fachwerk mit Schriftzeichen und einer Engelsfigur

Der Schutzengel am Eingangstor soll das Haus und seine Bewohner vor Unglück bewahren.

Bad Salzuflen

Das Bad ist ja überregional hauptsächlich bekannt wegen seiner riesigen Gradierwerke, aber inzwischen gibt es noch mehr Gründe hier hinzufahren. Bad Salzuflen hat sich auf sogenannte "Kurzkuren" spezialisiert. Entspannungsbäder, Relaxwochenenden und natürlich alle möglichen Massagen sollen dem Kurort ein neues Publikum vermitteln. Und die ersten Erfahrungen sind durchaus positiv. Vor allem, seitdem die Innenstadt und das Kurparkgelände komplett neu gestaltet worden sind, finden auch jüngere Leute wieder den Weg in die Stadt.

MARTa Herford – das Museum für Kunst, Architektur und Design

Es sieht aus wie ein UFO, 2006 gelandet mitten in Herford. Und auch im Gebäude geht es wild weiter: Video- und Fotokunst, Installationen zum "Selber-Mitmachen" – das MARTa ist kein traditionelles Museum. Und damit sehr erfolgreich, Inzwischen scheinen auch die Querelen aus den Anfangsjahren vergessen zu sein, als sich viele Herforder so gar nicht mit dem "roten Ungetüm" von Stararchitekt Frank Gehry anfreunden konnten. Inzwischen ist klar: Er hat der Stadt ein modernes Wahrzeichen  gebaut. Und eins, das Touristen anlockt noch dazu.

Blick über eine Straße auf Museumsgebäude mit geschwungenen Wänden und Dächern

Das MARTa in Herford, ein ungewöhnliches und sehr erfolgreiches Museum für moderne Kunst

Stand: 01.09.2019, 20:15