San Luis Obispo

Tamina Kallert steht in einer schmalen Gasse zwischen haushohen Wänden, die über und über mit Kaugummis beklebt sind

San Luis Obispo

San Luis Obisco ist ein hübsches Städtchen mit 45.000 Einwohnern, eigenem Regionalflughafen und polytechnischer Universität. „Obispo“ ist das spanische Wort für Bischof. Denn auch dieser Ort an der kalifornischen Küste – wie könnte es anders sein – geht auf eine spanische Mission zurück, die 1772 gegründet wurde. San Luis Obispo kürzt man ab mit den Buchstaben SLO, was scherzhaft auch als Slow (langsam) umgedeutet und zum Werbegag gemacht wird. Über San Luis Obispo gibt es jede Menge Slogans dieser Art: Slow down (Komm runter!), life’s too beautiful to be rushed (das Leben ist viel zu schön, um sich zu beeilen).

Talk-Lady Oprah Winfrey hat in einer ihrer Sendungen gesagt, dass San Luis Obispo die glücklichste Stadt in Nordamerika sei. Und das sei auch den Einwohnern der Stadt zu verdanken. 1970 entschlossen sie sich, ihre Stadt zu verschönern: Die Bürgersteige wurden vergrößert, um die Stadt für Fußgänger attraktiver zu machen. Restaurants, die man mit dem Auto anfährt und das Essen im Wagen einnimmt, wurden nach und nach abgeschafft und sind heute sogar verboten. Und 1990 war San Luis Obispo der erste Ort der Welt, der das öffentliche Rauchen verboten hat.

Eine kuriose Attraktion in San Luis Obispo ist die Bubblegum Alley (Kaugummi-Gasse). Seit den 1960er-Jahren werden die Mauern zu beiden Seiten der Gasse mit durchgekauten Kaugummis beklebt. Wahrscheinlich haben mal die Schüler der örtlichen Highschool damit begonnen. Erst waren die Ladenbesitzer in der Umgebung entsetzt. Ein Versuch der Feuerwehr, die Kaugummis mit Sprühwasser von den Wänden zu lösen, führte zu keinem guten Ergebnis. So hat man aus der Not eine Tugend gemacht und unabsichtlich eine Touristenattraktion geschaffen, die heute täglich von bis zu 400 Menschen besucht wird.

Madonna Inn

Der Gründer dieses besonderen Hotels, Alex Madonna, stammte aus der italienischen Schweiz, dem Tessin. Der Architekt wollte etwas bauen, das sich komplett von allen anderen Bauten in Kalifornien unterscheidet. Eröffnet wurde es 1958. Seine Frau Phyllis war Innenarchitektin. Beide haben tatsächlich einen Ort geschaffen, an den man sich erinnert. Das Hotel hat 110 Zimmer und keines gleicht den anderen. Jeden Raum unterschiedlich zu gestalten, habe den Vorteil, soll Alex Madonna gesagt haben, wenn man einen Fehler mache, sei das nicht schlimm, denn man habe ihn ja nur einmal gemacht.

Tamina Kallert steht in einem rosa eingerichteten und rosa ausgeleuchteten Hotelzimmer

Tamina bewundert ihr Hotelzimmer in pink.

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Stand: 10.03.2019, 20:15