Gilroy - Knoblauchstadt im Landesinneren

Wandmalerei zum Thema Knoblauch

Gilroy - Knoblauchstadt im Landesinneren

Die Stadt Gilroy zu besuchen, war übrigens ein Zuschauertipp. Gilroy liegt rund 40 Kilometer von Moss Landing entfernt. Wenn man ins Landesinnere fährt, merkt man direkt, dass es teilweise 10 Grad wärmer ist als am Meer. Der Ort hat über 50.000 Einwohner. Gilroy selbst nennt sich die „Knoblauch-Hauptstadt der Welt“. Allerdings wird die Nachfrage nach Knoblauch durch Billigimporte aus China immer geringer. Die Stadt unternimmt daher alles, um Touristen anzulocken. Seit 1979 findet jährlich das sogenannte Garlic Festival statt, das größte Event in der Stadt. Rund 4.000 Freiwillige helfen dabei. Der Erlös kommt karikativen Einrichtungen zugute. Außer dem jährlichen Knoblauch Festival gibt es noch viele weitere Attraktionen rund um die Knolle. Gilroy besitzt eine Knoblauch-Trocknungsanlage. Je nach Windrichtung liegt der Duft des Knoblauchs daher schon in der Luft, wenn man in die Stadt hineinfährt.
Aber auch Weinberge und viele historische Bäume gehören zu dieser Region. Im Visitors Center kann man sich über Ausflüge erkundigen sowie Tipps zu guten Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten erhalten. Die Hotelübernachtungen im Landesinneren sind hier günstiger als direkt am Meer. Das Maskottchen der Stadt ist übrigens ein Geschwisterpaar namens Gil und Roy – ein Stofftier in Knoblauchform.

Stofftiere in Knoblauchform in einer Ladendekoration

Gil und Roy sind Stofftiere in Knoblauchform.

Gilroy Gardens

Zur Stadt Gilroy gehört auch der gemeinnützige Freizeitpark Gilroy Gardens. Dieser Park ist bei Familien mit kleinen Kindern beliebt. Er ist liebevoll gestaltet und schön anzusehen. Neben vielen Fahrgeschäften und Attraktionen, die auf die landwirtschaftlichen Wurzeln der Region verweisen, findet man in den Gilroy Gardens 25 skurril geformte Bäume, die sogenannten „Zirkusbäume“.

Der Vater dieser Bäume war Axel Erlandson (1884 - 1964). Er experimentierte schon als Kind mit den Bäumen und pflanzte sie so kunstvoll, um die ungewöhnlichen Formen zu kreieren. Vor seinem Tod verkaufte er seine Bäume. Sie wurden im Jahr 1985 nach Gilroy Gardens in Gilroy Town versetzt. Seine Tochter sagte einmal, dass ihr Vater mit den Bäumen sprach und sie deshalb so wuchsen, wie er wollte. Sie schrieb auch ein Buch: „My father talked to trees“ (Mein Vater sprach mit Bäumen).

Tamina Kallert steht neben einem skurril gewachsenen Baum

Tamina Kallert bewundert die Zirkusbäume in Gilroy Gardens.

In dem Freizeitpark gibt es auch sogenannte Mottogärten, wo vor allem Kinder toben können. Bei den Fahrgeschäften erinnern einige Klassiker an spezielle Standorte: Der „Artichoke Dip“ erinnert zum Beispiel an ein Teetassen-Drehkarussell, oder der „Garlic Twirl“ ist ein Fahrgeschäft in Anspielung auf die Knoblauchmetropole Gilroy. Von einigen Gärten aus kann man auch Ausflüge machen: Etwa eine Bootsfahrt durch den blütenreichen Rainbow Garden. Oder man steigt in den Nachbau eines alten Ford Modell T, um über die South County Backroads zu fahren. Dort erlebt man, wie dieses breite Tal, südlich von San Francisco, früher ausschließlich landwirtschaftlich genutzt wurde.

Weitere Informationen im Internet

Stand: 10.03.2019, 20:15