Mit der Fähre nach Dänemark

Das Fährschiff Feodora 2 an der Hafenmauer

Mit der Fähre nach Dänemark

Nicht weit vom Schloss Glücksburg entfernt liegt das Örtchen Langballig mit seinem kleinen Hafen. Hier gibt es seit wenigen Jahren auch wieder eine Fähre, die nach Dänemark übersetzt. Wenn man sich vorher telefonisch anmeldet, kann man auf der „Feodora II“ auch sein Fahrrad mitnehmen. Tamina Kallert nutzt die Gelegenheit und lässt sich und ihr Lastenfahrrad herüberfahren. Die Fahrt dauert eine Stunde und führt an einem Nationalsymbol der Dänen vorbei: der Düppeler Mühle.

Blick von oben auf einen Yachthafen mit vielen Segelbooten

Vom Hafen in Langballig startet die Fähre nach Dänemark

Das wechselvolle deutsch-dänische Verhältnis

Kein Ort an der Förde steht so sehr für das wechselvolle Verhältnis von Dänen und Deutschen wie die Düppeler Mühle. Denn hier steckten im deutsch-dänischen Krieg 1864 die Dänen eine schwere Niederlage ein - gegen die zahlenmäßig weit überlegenen, preußischen Truppen. Das Ergebnis: Die Preußen übernahmen ganz Schleswig – den deutschen als auch den dänischen Teil.

Mann in historischer Originaluniform feuert eine Kanone ab und hält sich ein Ohr zu

An der Düppeler Mühle zeigen Mitarbeiter in Originaluniformen die Kriegstechnik vergangener Tage.

Das Nationalsymbol der Dänen ist mehrfach abgebrannt und immer wieder aufgebaut worden. Jeden Morgen wird hier die dänische Nationalflagge gehisst – an Feiertagen und am Wochenende machen das sogar Freiwillige, darunter auch ganz junge Menschen. Gegenüber im Museum wird das Kriegsgeschehen von 1864 wieder lebendig: Im Sommer demonstrieren die Mitarbeiter täglich in Originaluniformen die damalige Kriegstechnik.

Sonderburg – das dänische Städtchen an der Förde

Die Fährfahrt endet im dänischen Sonderburg. Das niedliche Städtchen kann man prima zu Fuß erkunden. Alles wirkt hier sehr entspannt. Im Schloss Sonderburg hat einst der Erbauer von Schloss Glücksburg gelebt, bevor er sich seinen weißen „Neubau“ auf der anderen Seite der Förde gönnte. Auch dieses Schloss ist heute ein Museum. Die Ausstellung befasst sich unter anderem mit dem deutsch-dänischen Krieg.

Ansicht der Stadt Sonderburg vom Wasser aus mit Häuserzeile und Kirchturm

Im Hafen trifft Tamina Kallert einen deutschen Studenten, der in Sonderburg am modernen Campus Wirtschaftswissenschaften studiert. Hier gibt es Studiengänge, bei denen man gleichzeitig die Uni im dänischen Sonderburg als auch im deutschen Flensburg besucht.

Tamina Kallert und ein junger Mann betreten die Terrasse eines Cafés

Tamina Kallert besucht mit dem Studenten Max ein Café.

Mit dem Studenten Max geht sie in sein Lieblingscafé, um ein klein wenig in die dänische Kultur einzutauchen. Die Dänen trinken gern Kaffee. Statistisch gesehen nimmt ein Drittel von ihnen mehr als fünf Tassen am Tag zu sich. Gemeinsames Essen und Trinken ist ein wichtiger Bestandteil der Lebenskultur hier, erzählt Max.

Weitere Informationen im Internet

Autorin: Anja Koenzen

Stand: 12.05.2019, 20:15