Schouwen-Duiveland mit dem Oosterschelde-Sturmflutwehr

Schouwen-Duiveland mit dem Oosterschelde-Sturmflutwehr

Oosterschelde-Sturmflutwehr

Inseln und Halbinseln - die Geschichte Zeelands ist auch eine Geschichte vom Kampf gegen das Wasser. Im Rahmen des sogenannten Deltaplans wurden mächtige Deiche, Dämme und Schleusen gebaut. Das größte Projekt war die Errichtung des Oosterschelde-Sturmflutwehrs zwischen 1979 und 1986. Tonnenschwere Pfeiler und stählerne Tore sichern seitdem das Hinterland.

Luftaufnahme des Sturmflutwehrs

Das Oosterschelde-Sturmflutwehr wurde zwischen 1979 und 1986 errichtet.

Watersnoodmuseum in Ouwerkerk

Die große Sturmflutkatastrophe in der Nacht zum 1. Februar 1953 betraf große Teile Zeelands und war die schwerste Nordseesturmflut des 20. Jahrhunderts. Die meisten Bewohner Zeelands wurden im Schlaf davon überrascht. Das Watersnoodmuseum in Ouwerkerk erzählt davon mit Filmdokumenten, Zeitungsartikeln, Fotos und Zeitzeugenberichten. Das Watersnoodmuseum beeindruckt durch Fakten und es berührt die Besucher. Ein Höhepunkt ist die Installation von Koert Davidse und Roel Wouters, ein multimediales Denkmal für die Opfer der Katastrophe. Scheinbar auf Wellen schwimmen die Namen der 1.836 Menschen, die bei der Sturmflut ums Leben kamen.

Ausstellungsraum mit historischen Möbeln und Flutwasseranzeige

Ein Ausstellungsraum im Watersnoodmuseum in Ouwerkerk.

Muschelzucht auf der Oosterschelde

Auf einem Arbeitsboot fährt Stefan Pinnow mit auf die Oosterschelde und schaut sich an, wie Muscheln gezüchtet werden. Die „Hangcultuur Mosselen“ (Hangkultur-Muscheln) reifen an Tauen, die ein paar Meter unter der Wasseroberfläche hängen. Im Hafenbecken, das bei Flut mit frischem Meerwasser durchspült wird, wachsen die Muscheln etwa anderthalb bis zwei Jahre, dann haben sie die richtige Größe und können geerntet werden.

Muschelkolonien hängen an Seilen

Die Hangcultuur Mosselen (Hangkultur-Muscheln) reifen an Tauen.

Renesse

Im Norden von Schouwen-Duiveland liegt Renesse, ein typisches Ringdorf, gebaut um die Kirche St. Jacobus. Zwischen Strand und Ort befindet sich ein großes Waldgebiet. Renesse ist ein beliebtes Touristendorf, gerade auch bei jungen Leuten wegen seiner zahlreichen Partystätten. 

Strandrestaurant „Our Seaside

Our Seaside“, unserer Strand, heißt der gemeinsame Lebenstraum von Anja und Rob Rameau. Bei Planung und Bau ihres Strandpavillons war den beiden eine behindertengerechte Verbindung vom Strand zum Restaurant ebenso wichtig, wie die geschmackvolle Ausstattung; eine Mischung aus Anjas persönlichem Stil und Robs Vorliebe für antike Hölzer. Anja Rameau stammt aus Gummersbach. Vor über zehn Jahren hat sie Deutschland für immer den Rücken gekehrt. Die Sehnsucht, in Zeeland, am Strand, am Meer, etwas aufzubauen, war immer stärker geworden. Sie kannte Renesse und speziell den Oststrand, wo auch schon mal Seehunde ans Land kommen, von Urlauben mit ihrem Mann, einem waschechten Holländer.

Gebäude auf Stelzen am Sandstrand mit einer Rampe zum Strand

Der Strandpavillon besitzt eine behindertengerechte Verbindung zum Strand.

Bäckerei Sonnemans in Burgh-Haamstede

Halb Bäckerei, halb Museum: Bis unter die Decke stehen und hängen die Antiquitäten und Souvenirs, die die Brüder Harry und Mathieu Sonnemans in ihrer Sammelleidenschaft über viele Jahre zusammengetragen haben. Und dann die süßen Leckereien: Man sagt den Sonnemans nach, sie seien die besten Bolus-Bäcker der Provinz. Bolus ist ein süßes Gebäck: Weißbrotteig wird zunächst in Zucker und Zimt gewälzt und dann zu einer Schnecke gerollt. Beim Backen schmilzt der Zucker zu Sirup und der macht den Bolus richtig klebrig. Nach dem Genuss dieser zeeländischen Spezialität muss man sich einfach die Finger lecken.

Alte Schilder und Waagen in einer Bäckerei

Die Bäckerei Sonnemans in Burgh-Haamstede bietet neben Leckereien auch etwas für das Auge.

Brouwersdam

Ein Highlight seiner Reise durch Zeeland ist der Brouwersdam - ein heißes Pflaster für Wassersportfans. Der etwa sechs Kilometer lange Damm verbindet die Provinz Zeeland mit Südholland. An windigen Sommertagen tummeln sich am Strand vom Brouwersdam die Wind- und Kitesurfer.

Luftaufnahme des Damms, über den auch eine Straße führt

Der etwa sechs Kilometer lange Brouwersdam ist ein heißes Pflaster für Wassersportfans.

Mutprobe auf dem Waterjump

Acht Meter hoch ist die Attraktion am Brouwersdam. Der sogenannte „Waterjump“ ist eine Mischung aus Wasserrutsche und Sprungschanze. Könner stürzen sich mit einem Salto ins Wasser, bei Anfängern endet die Rutschpartie häufig mit einem unfreiwilligen Bauch- oder Poplatscher. Doch egal wie, das „Bodysliden“ auf dem Waterjump ist ein toller Sommerspaß.

Stefan Pinnow mit ängstlichem Gesichtsausdruck und Helm auf der Wasserrutsche

Stefan Pinnow wagt die Mutprobe auf dem Waterjump.

Weitere Informationen im Internet

Stand: 25.06.2017, 20:15