Domburg und der Pferdesport auf Walcheren

Domburg und der Pferdesport auf Walcheren

Domburg

Die Stadt liegt an den Dünen und ist wohl der älteste Badeort der Provinz Zeeland. Im Jahr 1834 - so erzählt man sich - sollen zwei adelige Damen aus Middelburg die besondere Schönheit Domburgs entdeckt haben. Danach kamen immer mehr Badegäste. Und Künstler wie Piet Mondrian ließen sich vor allem in Domburg vom ganz besonderen Licht Zeelands inspirieren.

Großes, verschachteltes Gebäude

Der Badpaviljoen wurde 1889 in Domburg als Kaffee- und Badehaus erbaut.

Direkt am Strand steht das wohl mondänste Haus Domburgs: der Badpaviljoen, erbaut 1889 als Kaffee- und Badehaus. Zu den Gästen gehörten russische Großfürsten ebenso wie deutsche Prinzen und niederländische Künstler. Nach Jahren des Verfalls erstrahlt der alte Badpavillon heute im neuen Glanz. Oben befinden sich Luxuswohnungen, unten ein Restaurant zur Seeseite.

Pferde am Strand

Am Strandabschnitt westlich von Domburg darf man mit dem Auto nah ans Wasser fahren. Viele Camper nutzen diesen besonderen Platz für ein Picknick oder ein Sonnenbad. Hier trifft Stefan Pinnow die Besitzerin vom Ponyhof Aagtekerke, Hellen Nooijen. Mit ihren jungen Feriengästen macht sie Strandausritte und fotografiert die Ponycampkinder auf den Pferden. Hellen Nooijen war mal zeeländische Meisterin im Springen und Dressur. Jetzt kommt sie selbst kaum noch zum Reiten.

Vier Mädchen mit Helmen auf Pferden

Ponycampkinder auf dem Reiterhof Aagtekerke.

Sie managt den nahe gelegenen Ponyhof Aagtekerke mit 60 Pferden und manchmal 80 Ferienkindern, dazu kommen noch ihre zwei eigenen Kinder. Ihr Mann Robbert kümmert sich um das leibliche Wohl, versorgt die Ferienkinder mit Nudelgerichten oder Pfannkuchen. Das Teamwork scheint gut zu klappen. Kürzlich wurde der Ponyhof zum beliebtesten Reitstall in Zeeland gewählt.

Ringstechen

Eine Tradition auf Zeeland, vor allem auf Walcheren: das Ringstechen. Auf einem engen Parcours müssen Reiter hoch zu Ross mit der Lanze in der Hand im Galopp einen kleinen Ring treffen. Je kleiner der Ring, desto mehr Punkte gibt es.

Tamina Kallert sitzt mit einer Lanze auf einem Pferd

Tamina versucht sich im Ringstechen.

Tamina auf den Pferderücken zu bekommen, war gar nicht so einfach. Denn die Reiter wollen sich auf gar keinen Fall in eine idyllische Folklore-Ecke drängen lassen. Und wir waren dann auch sehr beeindruckt, als wir nach Taminas Zeitlupenversuch sahen, mit welchem Tempo die „Profis“ durch die enge Gasse preschten.

Weitere Informationen im Internet

Stand: 25.06.2017, 20:15