Von Den Haag nach Amsterdam

Von Den Haag nach Amsterdam

Scheveningen

Das älteste und größte Seebad Hollands ist mit Sicherheit das von Scheveningen. Das ehemalige Fischerdorf gehört heute zur Regierungsstadt Den Haag und ist von deren Zentrum in etwa 20 Minuten mit der Straßenbahn zu erreichen. Vom Strandboulevard mit seinen Dutzenden Restaurants und Kneipen hat man eine tolle Sicht aufs Meer. Tagsüber trifft man sich in einem der angesagten Beachclubs und genießt einen Drink in der Sonne. In den Strandpavillons gibt es neben den Klassikern wie Matjes und „Fritjes Special“ auch die gehobene Küche.

Tamina Kallert vor dem alten Kurhaus

Das alte Kurhaus in Scheveningen ist heute ein Nobelhotel, in dem internationale Stars absteigen.

Das alte Kurhaus, imposanter Repräsentativbau aus der Jahrhundertwendezeit, ist heute ein Nobelhotel, in dem internationale Stars absteigen. Vor dem Kurhaus liegt der Scheveninger Pier, eine 361 Meter lange Seebrücke, auf der man in einer Höhe von etwa 60 Metern über der Nordsee flaniert. 2015 wurde der Pier nach einer langen Umbauphase neu eröffnet. Seitdem sieht die neue Wandelhalle einheitlich und trendy aus. Je nach Wetter kann man prima drinnen oder draußen sitzen, eine Kleinigkeit an einem der zahlreichen Stände essen oder einfach flanieren und shoppen. Nicht nur in der Hauptsaison ist hier richtig was los.

Wer den Adrenalin-Kick sucht, für den gibt es auf dem Pier gleich zwei Möglichkeiten. Aus 60 Metern Höhe kann man sich hier beim Bungy Jump Holland vom Turm der Seebrücke in die Tiefe in Richtung Nordsee stürzen.

Stahlseil von einem Bungy-Sprungturm über das Meer zur Strandpromenade

Über die Zip Line rast man mit bis zu 90 km/h über das Meer in Richtung Pier.

Neu für Waghalsige ist die Zip Line. Mit bis zu 90 km/h rast man hier vom Turm über das Meer in Richtung Pier. Das Besondere: Zwei Seile sind parallel gespannt, sodass zwei Personen gleichzeitig fliegen können.
Der Pier ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, im Sommer bis 22 Uhr.  

Berauschende Farbenpracht - Tulpenblüte im Frühjahr

Zwischen Ende März und Anfang Mai wetteifern die riesigen Blumenfelder südwestlich von Amsterdam mit ihrer Farbenpracht. Den Anfang machen Krokusse und Narzissen, dann kommen Hyazinthen und Tulpen. Je nach Witterung ist Mitte April die beste Zeit, um die Tulpenblüte zu erleben. Bollenstreek - Blumenzwiebel-Gegend - heißt die Region zwischen Haarlem und Leiden nahe des weltbekannten Keukenhofs, der mit seiner Frühlingsblumenshow die Hauptattraktion ist.

Luftaufnahme von blühenden Tulpenfeldern in verschiedenen Farben

Südwestlich von Amsterdam breiten sich endlos erscheinende Blumenfelder aus.

Was ein Fest für unsere Augen ist, ist für die Tulpenzüchter eher nebensächlich. Ihnen geht es nicht um die Blüte, wichtig sind dicke und starke Zwiebeln. Damit alle Kraft in die Tulpenzwiebeln wandern kann, werden die Blüten am Ende der Saison abgemäht. Im Sommer werden die Tulpenzwiebeln aus dem Boden geholt, getrocknet und verkauft, damit sie im Herbst gepflanzt werden können.

Rote Tulpen in einem Trog, der im Wasser steht

Wunderschöne Blütenpracht. Doch die Tulpenblüte ist für die Züchter eher nebensächlich.

Besonders reizvoll ist es, mit dem Rad durch den Bollenstreek zu fahren. Die endlosen Felder sehen nicht nur betörend schön aus, es duftet auch herrlich. Es gibt zahlreiche ausgeschilderte Routen und an vielen Stellen die Möglichkeit, Räder auszuleihen. Ein guter Startpunkt für eine Radtour ist Haarlem oder der Keukenhof. Auch für Autofahrer gibt es ausgeschilderte Routen, und wer sich mit Frühlingsblumen eindecken möchte, ist in dieser Region bestens aufgehoben.

Wir haben Annemiekes Pluktuin in Hillegom besucht. Auf einem großen Feld kann man sich bunte Tulpen für wenig Geld selbst pflücken. Die Besitzerin Annemieke De Haan ist (bis auf den Noordermarkt in Amsterdam) bekannt für ihre „wilden Tulpensträuße“. Ihr Trick: Sie bindet unterschiedliche Sorten, die verschieden lang sind, in einem Strauß zusammen.

Weitere Informationen im Internet

Stand: 25.06.2017, 20:15