Segeln auf dem Plattbodenschiff

Segeln auf dem Plattbodenschiff

Im Norden der Niederlande befindet sich die Provinz Friesland mit der Hauptstadt Leeuwarden. Die wichtigsten der vorgelagerten Westfriesischen Inseln sind Vlieland, Terschelling, Ameland und ganz im Westen Schiermonnikoog. Die südwestlich gelegene Insel Texel zählt zur Provinz Nordholland.

Ein schwarz-weißer Vogel zieht einen Wurm aus dem Watt

Im Wattenmeer findet sich eine reiche Vogel- und Pflanzenwelt.

Zwischen dem Festland und den Inseln befindet sich das niederländische Watt. Es gehört seit 1986 zum Nationalpark Wattenmeer, der vom niederländischen Den Helder bis zum dänischen Esbjerg reicht.

Auf den niederländischen Inseln gibt es große Dünen- und Feuchtgebiete, die ebenso zum Nationalpark gehören wie das Wattenmeer. Hier findet sich eine reiche Vogel- und Pflanzenwelt. Für den Besucher sind diese naturbelassenen Inselbereiche nur eingeschränkt zugänglich. Interessierte können sich geführten Exkursionen anschließen.

Stefan Pinnow steht im Watt und zeigt auf das im Watt liegende Plattbodenschiff

Stefan Pinnow befuhr mit der Lotus das niederländische Wattenmeer.

Stefan Pinnow reiste auf einem holländischen Großsegler durch das niederländische Wattenmeer. Das Schiff, die „Lotus“, war ein traditionelles Skûtjse. Kapitän und Eigner ist Olaf Busser. Das Skûtjse wurde früher in Friesland als reguläres Frachtschiff eingesetzt. Es transportierte die unterschiedlichsten Waren, vor allem aber Torf und Dung, durch die Provinz Friesland. Auf Grund seines geringen Tiefgangs kann so ein Plattbodenschiff mühelos durch seichte Gewässer fahren. Es ist aber auch möglich, das Wattenmeer zu befahren und bei Ebbe im Watt trocken zu fallen, denn der Untergrund ist abgeflacht - eben platt. Die Lotus ist 24,40 Meter lang und 5,10 Meter breit. Seit dem Umbau hat sie 20 Schlafplätze in neun Kabinen, acht Doppel- und eine Vierbettkabine.

In den Niederlanden gibt es zahlreiche Frachtensegler, die wegen ihrer auffälligen Segel auch gerne als „Braune Flotte“ bezeichnet werden. Die meisten von ihnen waren ganz normale Binnenschiffe, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren zu Segelschiffen umgebaut wurden. Manche von ihnen haben bis zu 40 Schlafplätze an Bord und sind aufgrund ihrer Größe besonders beliebt bei Schulklassen und anderen Gruppen.

Stand: 18.06.2017, 20:15