Tag 2: Von Mooshuben zum Lechnerbauern

Tag 2: Von Mooshuben zum Lechnerbauern

Acht Kilometer Weg hat die Gruppe an diesem zweiten Tag vor sich. Das Team ist fertig und los geht es. Was bisher gelernt wurde, wird jetzt schon etwas einfacher: konzentrieren, ruhig bleiben, die Führung übernehmen und den Führstrick direkt nach dem Befehl immer wieder locker lassen. Das funktioniert am zweiten Tag schon besser als am ersten. Die Esel folgen ruhig und bedächtig.

Gruppe mit Eseln auf einem Wanderweg, im Vordergrund eine Bank und ein Holzkreuz

Es geht langsam voran.

Der Eselhof „Eselreich“

Regelmäßig trainiert Judita van den Berg ihre Esel auf dem Hof. Judita hat einen Parcours aufgebaut, über den sie ihre Esel immer wieder führt. Die Esel sollen dort nicht nur ihren Spaß haben, sie sollen auch unterschiedlichen Herausforderungen gerecht werden, damit sie später im Gelände sicher und zuverlässig sind und auch die entsprechenden Muskeln aufbauen. Das geht bei Eseln langsamer als zum Beispiel bei Pferden.

Mehrere Esel laufen frei auf einem Hofgelände

Der Hof Eselreich von Judita van den Berg und ihren Eseln

Seit mehr als 6.000 Jahren sind Esel Haustiere, ihre Vorfahren stammen aus Nordafrika. Esel sind weder störrisch noch dumm. Sie sind umsichtig, geschickt und belastbar und schlau genug, sich auf neue Herausforderungen einzustellen. Judita nimmt mit ihren Eseln auch an öffentlichen Vorführungen teil und zeigt dort ihr Können. Dank des Trainings schaffen sie es leicht, einen Bach zu überqueren oder eine Holzbrücke zu betreten. Nur, wenn es zu laut und unruhig wird, dann reagieren sie mit Flucht, auch ein natürlicher Reflex.

Der Lechnerhof

Etappenziel des zweiten Tages ist der Lechnerhof. Er wird von Familie Habertheuer geführt. Hier sollen alle die Nacht verbringen. Judita hat schon ein Stück Wiese für die Esel eingezäunt, als es plötzlich heftig anfängt zu regnen. Esel mögen Regen ganz und gar nicht. Deshalb dürfen sie für die Nacht in den Stall von Bauer Habertheuer und die Gruppe wie geplant in die hübschen Gästezimmer im Bauernhaus.

Andrea Grießmann führt einen Esel in den Stall

Die Esel müssen schnell in den Stall, Regen mögen sie nicht.

Weitere Informationen im Internet

Wandern mit Eseln kann man auch an anderen Orten in Europa und in Deutschland machen. Beispiele einiger anderer Anbieter:

Autorin: Ulrike Bartels

Stand: 27.08.2017, 20:15