Tag 3: Tonionbesteigung oder gleich zum Lasingerbauern?

Tag 3: Tonionbesteigung oder gleich zum Lasingerbauern?

Es ist ein regnerischer und kühler Tag. Eigentlich steht ein Bergaufstieg auf dem Plan. Der Berg mit dem ungewöhnlichen Namen „die Tonion“ soll bestiegen werden, nicht weit vom Lechnerhof. Aber wegen des schlechten Wetters fällt die Tour aus. Zu gefährlich, bei Regen und Nebel sind Sicht und Wege nicht geeignet für einen sicheren Aufstieg auf schmalen Bergpfaden. Es soll jetzt zum Lasingerhof gehen. So ist das eben in den Bergen. Das Wetter wechselt rasch, und man muss sich danach richten.

Wandergruppe mit Regensachen und Eseln

Auch bei trübem Wetter zieht die Gruppe weiter.

Die Gruppe geht über den Eiblbauernhof und den Ort Gußwerk bis zum Lasingerbauern: 16 Kilometer, die bislang längste Wegstrecke, nicht ohne bei dem miesen Wetter. Aber die Gruppe will sich die Laune nicht verderben lassen. Selbst die Esel, die Regen gar nicht mögen, sind erstmal ganz gut drauf. Doch irgendwann trübt das Wetter doch ein bisschen die Stimmung. Zu Mittag kehrt die Gruppe auf dem Eiblhof vom Familie Pierer ein.

Andrea Grießmann und drei wietere Frauen an einem gedeckten Tisch

Einkehr in der Jausenstation beim Eiblbauern

Der Ort Gußwerk

Die ehemalige Gemeinde Gußwerk ist heute ein Teil der Großgemeinde Mariazell. Der Ort heißt so, weil es hier vom 18. bis Ende des 19. Jahrhunderts ein bedeutendes Eisengusswerk gab. Heute kann man im Ort ein Museum besuchen. Die Gruppe will aber unbedingt weiter, um rechtzeitig auf dem Lasingerhof einzutreffen, von Gußwerk aus noch etwa 4,5 Kilometer.

Blick über eine Fußgängerbrücke mit der Wandergruppe, dahinter ein Ort mit Kirchturm

Der Ort Gußwerk, der Name stammt von dem ehemaligen Eisengusswerk.

Der Hof der Familie Lasinger

Johann Lasinger bewirtschaftet den Hof zusammen mit seiner Familie. Fast 170 Hektar Wald, Wiesen und Äcker gehören zu dem alten Familienbesitz. Auch Pferde und einen Reitstall gibt es auf dem Hof. Mit seiner Stute Sally ist Johann Lasinger regelmäßig im Gelände unterwegs. So macht er seine Inspektionsritte über die Ländereien. Mit dem Pferd kommt er auch durch unwegsames Gelänge, und so macht es ihm auch mehr Spaß. Oberhalb des Hofes bewirtschaftet die Familie ihre Alm. Dort stehen die Jungrinder des Hofes, auch sie besucht der Landwirt auf dem Pferderücken. Johanns Frau Conny führt den Reitstall auf dem Hof.

Bauer Johann Lasinger reitet durch eine Wald-Wiesen-Landschaft

Bauer Johann Lasinger ist mit seiner Stute Sally auf Inspektionsritt.

Im Regen erreicht die Eseltrekking-Gruppe den Lasingerhof. Es hat sich am späteren Nachmittag wieder zugezogen. Alle sind müde, auch die Esel. Die Esel übernachten auf dem Reitplatz mit Unterstand, die Menschen in den Gästezimmern im Bauernhaus.

Weitere Informationen im Internet

Autorin: Ulrike Bartels

Stand: 27.08.2017, 20:15