Tag 1: Von Halltal bis Mooshuben

Tag 1: Von Halltal bis Mooshuben

Ziel der ersten Etappe ist Mooshuben, das sind erstmal nur sechs Kilometer. Für den Einstieg in die Tour hat die Eselexpertin Judita van den Berg einen leichten Weg gewählt. Die Gruppe soll zunächst die Esel kennenlernen und untereinander warm werden. Geritten wird nicht auf den Eseln, das wäre auf Dauer zu anstrengend für die Tiere. Sie tragen aber das Gepäck. Bis zu 40 Kilogramm kann jeder Esel tragen. Das Tempo ist mehr als moderat. Die Esel bestimmen die Geschwindigkeit.

Andrea Grießmann, zwei junge Frauen und ein Esel

Andrea Grießmann und ihre Mitwanderinnen Leonie Baller und Janna Kerkow

Leonie Baller und ihr Esel Dani kommen schnell klar. Leonie kommt aus der Nähe von München und hat schon Erfahrung mit Pferden. Janna Kerkow und der ihr zugeteilte Esel Dodo suchen noch einen gemeinsamen Rhythmus. Janna wohnt in Hamburg, studiert Psychologie und macht - wie alle Teilnehmerinnen - solch eine Eseltour zum ersten Mal.

Judita van den Berg (l) und Andrea Grießmann mit einem Esel

Judita van den Berg (l) erklärt Andrea Grießmann, wie Esel ticken

Der Archehof von Claudia Schneck

Der Hof von Familie Schneck liegt auf dem Weg. Claudia Schneck ist eine Freundin von Judita van den Berg. Sulmtaler Hühner, Mangalitzer Schweine und Blober Ziegen leben auf diesem Bauernhof. Alle sind alte Nutztierrassen, die vom Aussterben bedroht sind. Claudia Schneck züchtet die selten gewordenen Tiere. Ihr Hof ist ein Archehof. Auch Forellen gibt es hier, die man frisch kaufen kann. Claudia ist eigentlich Konditorin und führt den Hof seit 19 Jahren.

Claudia Schneck und Andrea Grießmann, im Hintergrund ein Bauernhof

Claudia Schneck (r) begrüßt die Wanderer auf ihrem Archehof.

Jäger sind auch Heger

In dem Waldgebiet, durch das die kleine Truppe wandert, sind die Jäger Sabrina Kerschbaumer und Michael Kogler unterwegs. Für sie ist der Wald mehr als ein Ort der Stille und der Entspannung. Die beiden schauen im Jagdrevier eines Freundes nach dem Wild und dem Zustand des Waldes. Auf einer Alm treffen sie einen anderen Freund, den Bauern Michael Sommerer, der im Sommer seine „Pustertaler Sprinzen“, Kühe, die vom Aussterben bedroht sind, und das Braunvieh eines Kollegen weiden lässt. Regelmäßig schaut er nach den Tieren. Die Jäger Sabrina und Michael sind heute nur zur Beobachtung unterwegs. Jäger schießen nur zu bestimmten Zeiten und nach festgelegten Quoten.

Drei Personen stehen vor drei Kühen auf einer Alm

Die Jäger Sabrina Kerschbaumer und Michael Kofler treffen Michael Sommerer, Besitzer der seltenen Kuhrasse Pustertaler Sprinzen.

Die Teilnehmerinnen des Eseltrekkings treffen die Jäger und lassen sich erklären, dass Jäger nicht einfach um der Jagd willen jagen, sondern dass es zu ihren Aufgaben gehört, den Bestand des Wildes auf ein für den Wald zuträgliches Maß zu bringen und damit für die Gesundheit des Waldes zu sorgen. Sie sorgen sich aber auch im Allgemeinen um den Wald und sein Wohlergehen.

Zwei Jäger auf bzw. an einem Hochsitz im Wald

Die Jäger im Revier

Wandern mit Eseln ist anders

Eins merkt man schnell: Das Wandern mit Eseln ist anders. Beim „normalen“ Wandern ist man mit sich selbst und der Umgebung verbunden, beim Wandern mit Eseln konzentriert man sich zuerst auf die Esel. Das ist gewöhnungsbedürftig. Am Nachmittag erreicht die Gruppe ihr erstes Etappenziel: den Mooshubenwirt. Die Esel werden abgesattelt, gefüttert und auf eine umzäunte Wiese für die Nacht gebracht. Und dann bekommen auch die Wanderinnen ein leckeres Essen, eine freundliche Unterkunft und herrliche Ruhe.

Andrea Grießmann und Mitwanderinnen an einem Tisch vor einem Holzhaus

Einkehr beim Mooshubenwirt: gemütlich und typisch steirisch

Weitere Informationen im Internet

Autorin: Ulrike Bartels

Stand: 27.08.2017, 20:15