Matthias Bongard - Moderator

Portrait von Matthias Bongard

Matthias Bongard - Moderator

Der Mann kam spät. Recht überfällig wurde ich kein Widder, sondern ein Stier- und dann auch noch Sauerländer. Zu allem stehe ich. Die Geburt geschah am 2. Mai 1961 in Iserlohn im Beisein meiner Mutter Edeltraud. Noch in die Windeln machend, folgte der Umzug nach Meinerzhagen (auch Sauerland). In dieser Weltstadt mit Herz verlebte ich eine zielstrebige Kindheit und Jugend: Grundschule, Baumschule, höhere Schule, Tanzschule, Musikschule, Fahrschule, Schule des Lebens.

1981 rief die Bundeswehr! Ich überhörte den Ruf bewusst und leistete meinen Zivildienst und erlernte anschließend den Beruf des Buchhändlers. Nach drei Jahren in diesem Beruf kannte ich so viele Preise und Bestellnummern, dass jede Universität der Welt sich nach meiner Immatrikulation die Hände leckte. Den Zuschlag erhielt die Uni Münster (damit ich Westfalen nicht verlassen musste). In Münster studierte ich fortan Turnen und Heimatkunde. Bis dahin glaubte ich an eine heile Welt.

Doch 1990 folgte das einschneidendste Erlebnis meines jungen Lebens, ein Praktikum beim WDR Hörfunk in Dortmund. Der Rest ist schnell erzählt: Der WDR-Lokalsender zwang mich zur Moderation einer Jugendsendung, es folgten Fernsehberichte, der Kauf eines Hollandrades und einer Spülmaschine und ein Teetrinken mit meiner Vermieterin. Im Irrglauben, schon alles im Leben erreicht zu haben, funkte zunächst 1LIVE bei meinem Plan, mich zur verdienten Ruhe zu setzen 1995 gründlich dazwischen, WDR 2 schloss sich gnädig an. Da ich weder Kirchgänger war, noch Familie oder Freunde hatte, teilte man mich bei WDR 2 zunächst ein in die Moderationsschicht des Sonntagsmagazins; es folgten lange Jahre, in denen ich die Sendungen "Westzeit" und "Zwischen Rhein und Weser" moderierte. Geblieben ist noch die schöne Plauderei mit einem Prominenten in der Sendung "Montalk".

Seit Januar 2012 bin ich nicht nur zu hören, sondern zeige auch mein Radiogesicht im WDR Fernsehen, genauer: im West ART Magazin. Daraus wird ab Mai 2016 Westart live - doppelte Sendezeit und viele Freiheiten. Das passt nun ausgezeichnet in meinen derzeitigen beruflichen Lebensentwurf. Zum einen komme ich morgens immer schlechter raus, da ist eine Nachtsendung genau das Richtige. Zum anderen gibt es ja das (oftmals auch bestätigte) Vorurteil, dass der sture Westfale den Mund nicht aufkriege. Da liegt bei mir anscheinend ein genetischer Defekt vor, denn ich rede gerne und viel, wenn es ein wichtiges Thema verlangt.

Stand: 08.04.2016, 15:14

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