Vergebung statt Vergeltung: Die Orestie am Schauspielhaus Bochum

Vergebung statt Vergeltung: Die Orestie am Schauspielhaus Bochum

Das Stück ist rund zweieinhalb Tausend Jahre alt und hoch aktuell: die Orestie von Aischylos. Es geht um Gewalt, Sühne und Tod, vor allem aber um die Grundlage unserer westlichen Kultur. Denn die antike Familientragödie erzählt, wie an die Stelle individueller Rache die gemeinschaftliche Rechtsprechung tritt. Der blutige Kreislauf von Schuld und Vergeltung wird durchbrochen. Die Menschen lernen das Prinzip der Vergebung.

Zurzeit boomt die Orestie an den Theatern in NRW: Im September hatte sie am Düsseldorfer Schauspielhaus Premiere, im November am Schauspielhaus Bochum, das Theater Bielefeld folgt im kommenden März. Stefan Keim hat Lisa Nielebocks Inszenierung in Bochum besucht.

Autoren: Stefan Keim, Eric Brinkmann

Stand: 06.12.2017, 10:43