Schocktherapie Kunst: Holocaust-Mahnmal vor Höckes Haus

Schocktherapie Kunst: Holocaust-Mahnmal vor Höckes Haus

Eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals als "Denkmal der Schande“ vor Björn Höckes Haus im thüringischen Dorf Bornhagen: Mit seiner spektakulären Aktion hat das "Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) auf die Dresdner Rede des AfD-Politikers reagiert und für erheblichen Wirbel gesorgt. Die Künstler des ZPS erhielten hunderte Morddrohungen. Unbekannte randalierten auf dem Grundstück. Björn Höcke bezeichnete das Kollektiv als "kriminelle Vereinigung". Ein umstrittenes Video, das angeblich die monatelange Überwachung Höckes zeigte, hat das ZPS inzwischen als Fake entlarvt.

Doch es wird weiter diskutiert: Ist das wirklich Kunst? Und wenn ja: Darf sie das? Auch über die Wirkung wird gestritten: Hat die Aktion den Hardliner Höcke gestärkt oder geschwächt  Westart hat mit Philipp Ruch, dem künstlerischen Leiter des ZPS, Lea Rosh, der Initiatorin des Berliner Holocaust-Mahnmals, und dem Kunstkritiker Wolfgang Ullrich gesprochen.

Autorin: Claudia Kuhland

Stand: 04.12.2017, 12:48