Somalis auf Schlittschuhen - Ein wahres Wunder

Somalis auf Schlittschuhen - Ein wahres Wunder

Auf dem Eis sind Somalis normalerweise nicht gerade zu Hause. Auch Temperaturen unter 20 Grad Celsius sind für sie eher ungewohnt. Und doch stellen sie eine Nationalmannschaft im Bandy, träumen sogar von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Sibirien. Bandy, das ist eine Art Großfeld-Eishockey mit Ball im Freien - im hohen Norden eine sehr beliebte Sportart.

Somalis auf Schlittschuhen - Ein wahres Wunder

Sie hatten noch nie Schlittschuhe an den Füßen. Geschweige denn einen Hockeyschläger in der Hand. Trotzdem fahren sie zur Bandy-WM in Sibirien.

Sie hatten noch nie Schlittschuhe an den Füßen.

Sie hatten noch nie Schlittschuhe an den Füßen.

Sie hatten noch nie Schlittschuhe an den Füßen.

Eine Gruppe von Flüchtlingen bildet das erste Team Somalias.

Doch aller Anfang ist schwer – und manchmal wahnsinnig komisch.


Die Idee für das schwarzafrikanische Nationalteam entstand im schwedischen Borlänge. Und die Geschichte geht um mehr als nur Sport. In dem kleinen schwedischen Städtchen allein wurden in den letzten Jahren 3.000 somalische Flüchtlinge aufgenommen. Der Stadtteil in dem sie meist wohnen wird schon "Little Mogadischu" genannt. So ist die erste afrikanische Bandy Nationalmannschaft vor allem ein Integrationsprojekt.
Die Balance auf dem Eis zu halten, rechtzeitig zu bremsen, das alles müssen die Somalis in kürzester Zeit lernen - vom Tore schießen ganz zu schweigen.

Eine WELTWEIT-Reportage von Karin af Klintberg und Anders Helgeson

Redaktion: Caroline Imlau

Stand: 02.01.2018, 10:26