Unser Welterbe

Unser Welterbe

2018 ist das Europäische Jahr des Welterbes: Seit 1978, also seit genau 40 Jahren, erstellt die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ihre Liste mit Denkmälern, historischen Städten und Landschaften von außergewöhnlichem Wert, für deren Schutz die "ganze Menschheit" verantwortlich sein soll.

Fünf dieser international ausgezeichneten Stätten liegen in Nordrhein-Westfalen. Sie stehen im Mittelpunkt der Dokumentation von Ulrike Brincker. Was erzählen sie über unser Land? Was macht sie so besonders? Und was macht der begehrte Titel des „Weltkulturerbes“ mit ihnen?

UNESCO-Hochburg NRW

Spielende Kinder auf ehemaligem Industriegelände

Zeche Zollverein: Seit 2001 gehört sie offiziell zum UNESCO-Welterbe.

Die fünf Welterbe-Stätten im Westen stammen aus ganz unterschiedlichen Epochen: vom glanzvollen mittelalterlichen Aachener Dom über das Rokoko-Schloss Augustusburg mit Park und Gärten bis zur Zeche Zollverein aus dem 20. Jahrhundert, einem der wenigen Industriedenkmäler auf der UNESCO-Liste. Die Mitgliedschaft im exklusiven Welterbe-Kreis macht viele Orte zu Besuchermagneten, denn jeder zweite inländische Tourist reist, um Kultur zu erleben. Unter den ausländischen Gästen sind es sogar noch mehr. Das ist – wie im Falle der Abtei Corvey in Höxter - ein besonderer Anreiz für ländliche Regionen, die nicht allzu viele touristische Attraktionen vorweisen können, oder – wie beim Zollverein-Areal – für Gegenden, die erst durch den Strukturwandel als Kulturorte entdeckt worden sind. Die Liste der Bewerber um den gefragten Titel ist deshalb lang.

Auszeichnung verpflichtet

Kölner Dombaumeister lächelnd vor dem Dom

Dauerbaustelle: Dombaumeister Peter Füssenich kümmert sich um die laufenden Sanierungen des Kölner Doms.

Die Auszeichnung verpflichtet aber auch dazu, das geschützte Bauwerk in einer entsprechenden Umgebung zu präsentieren und zu erhalten. Schon kurz nach der Vergabe des Titels landete deshalb der Kölner Dom auf der „Roten Liste“ der UNESCO. Denn es gab Pläne zum Bau von Hochhäusern, die nach Meinung der Experten die Sichtbarkeit des Domes gefährdet hätten. Am Ende gab die Stadt Köln den Forderungen der UNESCO nach.

Schützenswerte Kultur

Kostümierte vorm Kölner Dom

Kulturelles Welterbe: Der rheinische Karneval gehört zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland.

Mittlerweile hat das „Weltkulturerbe“ einen nationalen „Ableger“, die Liste des „immateriellen Kulturerbes“ in Deutschland. Auf ihr stehen schützens- und erhaltenswerte kulturelle Bräuche und Eigenheiten, die das Leben und die Menschen hierzulande auf unverwechselbare Art und Weise prägen. Dazu gehören u.a. der Rheinische Karneval, aber auch die Dombauhütten. Auch für diesen Titel gibt es zahlreiche Bewerbungen – Hinweis darauf, dass es heute besonders attraktiv scheint, sich mit einer offiziellen Auszeichnung schmücken zu können, die dazu beiträgt zu zeigen, wer wir sind und was unsere Besonderheit ausmacht.

Ein Film von Ulrike Brincker
Redaktion: Beate Schlanstein

Stand: 31.08.2018, 15:25

Startseite

Alle Sendungen

Unsere Videos