The King – Elvis und der amerikanische Traum

The King: Elvis und der amerikanische Traum WDR.DOK 26.02.2020 01:43:12 Std. Verfügbar bis 11.04.2020 WDR Von Eugene Jarecki

The King – Elvis und der amerikanische Traum

Ein musikalisches Road-Movie, das quer durch die USA führt. 40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley reist der vielfach ausgezeichnete Autor und Regisseur Eugene Jarecki in dem alten Rolls-Royce von Elvis Presley dessen Lebensstationen ab: von Tupelo und Memphis nach Nashville, von Bad Nauheim über New York und Hollywood nach Las Vegas.

"Die einfühlsamste und umfassendste Darstellung von Elvis, die jemals gedreht wurde", schreibt Indiewire. "Jemand hat mal gesagt, wenn Mike Tyson Dich trifft, bist Du danach nicht mehr derselbe. So ist es Amerika mit Elvis gegangen", sagt der amerikanische Kommentator James Carville im Film.

Zwei Männer mit Gitarren sitzen in einem Auto

Der Rolls-Royce als Bühne: Mike Coykendall (li.) and M. Ward (rechts) während der Fahrt durch Hollywood.

Es ist eine Reise durch Amerika an einem kritischen Wendepunkt seiner Geschichte, denn Donald Trump zieht ins Weiße Haus ein. Ist das der neue amerikanische Traum oder der ultimative Albtraum? Prominente wie Ethan Hawke, Emmylou Harris, James Carville, Alec Baldwin, Van Jones, Chuck D und Ashton Kutcher und unbekannte Amerikaner machen sich Gedanken über ihr Amerika. Sie sprechen über ihr Land, wo es hinsteuert. Und über Elvis, der wie kein anderer den amerikanischen Traum verkörpert. "Das kulturelle, militärische und wirtschaftliche Weltmachtstreben der USA hat das letzte Jahrhundert bestimmt, und im Mittelpunkt all dessen steht Elvis Presley", erklärt Autor Van Jones.

Eine Bauchtänzerin abends vor dem Rolls-Royce

Las Vegas: Abbild für den amerikanischen Traum oder ultimativer Albtraum?

"The King – Elvis und der amerikanische Traum" ist zugleich kulturelles Porträt und politische Bestandsaufnahme eines zerrissenen Landes. Ein Roadmovie mit viel Musik. Elvis, der einfache junge Mann vom Land, wird zum ersten globalen Superstar und geht einsam zugrunde an einem Giftcocktail aus Geldgier, Drogen und Machthunger.

Die Weltmacht Amerika hat die Demokratie scheinbar dem Kapital überschrieben, hat außerdem eine nationale Drogenkrise und einen Milliardär als Präsident, der zuweilen auftritt wie ein Monarch und Amerikas Freunde verprellt. "Wir sind aufgebläht, drogenabhängig, hängen unserer Legende nach. Elvis verlor nicht nur seine Majestät, er verlor den Glauben, genau wie wir", schreibt Owen Gleiberman in "Variety".

Der alte Rolls-Royce von Elvis ist zu einem rollenden Film- und Musikstudio umgerüstet, bietet auf der Reise reichlich Gesprächsstoff, ist Bühne für Musikgigs – und gibt auch mal den Geist auf. Mit Musik von John Hiatt, Emi Sunshine and the Rain, Immortal Technique, Mary Gautier und vielen mehr. "Es ist der beste Film darüber, wie wir verdammt nochmal heute hier angekommen sind – und mehr, viel mehr", schreibt Filmkritiker David Ehrlich.

Ein Dokumentarfilm von Eugene Jarecki
Redaktion Dokumentarfilm: Barbara Biemann (NDR)
Redaktion WDR: Jutta Krug

Der Kinofilm "The King – Elvis und der amerikanische Traum" ist eine Koproduktion von NDR und BR mit ITVS in den USA.

Stand: 05.02.2020, 11:54

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