Safari

Zwei Großwildjäger mit einem erlegten Zebra.

Safari

Schwerpunkt Ulrich Seidl

In den Weiten der afrikanischen Wildnis, dort, wo Buschböcke, Impalas, Zebras, Gnus und andere Wildtiere heimisch sind, gehen Touristen auf die Jagd. Sie fahren durch den Busch, liegen auf der Lauer,  gehen auf die Pirsch. Dann schießen sie, weinen vor Aufregung und posieren vor ihrem erlegten Tier. Es ist nicht nur eine dokumentarische Annäherung an die Großwildjagd deutscher und österreichischer Jagdtouristen, sondern ein Film über das Töten, ein Film über die menschliche Natur.

Manfred und Inge Ellinger machen Urlaub. Wie jedes Jahr seit zwölf Jahren machen sie Urlaub in Südafrika. Dort, in den Weiten der Wildnis, im Nordwesten von Johannesburg, dort, wo es Buschböcke, Impalas, Nyalas, Zebras, Wasserböcke, Schakale, Gnus und anderes Getier zu Tausenden gibt, machen sie Urlaub und gehen auf Safari.

Trophäen sind Pflicht

Jäger mit ausgestopfter Beute

Jäger aus Leidenschaft: Manfred und Inge Ellinger präsentieren stolz ihre ausgestopften Tiere und sprechen über Abschusspreise.

Jeden Tag, über viele Wochen, hinweg fahren sie durch den Busch, wo Manfred Tiere schießt und Inge dokumentiert, wie und was Manfred alles schießt. Sie fotografiert, sie notiert, sie nimmt all das auf, was Manfred und andere Jäger wochenlang tun: das auf die Pirsch Gehen, das Ausschau Halten, das Schießen, das Posieren vor den toten Tieren, das Abschneiden der Trophäen, das Versorgen der erlegten Beute, das Kochen, das Essen und auch das gesellige Zusammensein mit anderen Jägern.

Großwildjagd kennt keine Nachwuchsprobleme

Großwildjäger auf Safari

Jagderfolg: Vater Gerald und Sohn Manuel Eichinger, Jagdführer Dries van der Heeven und sein Gehilfe suchen nach einem angeschossenen Zebra.

Dort, in der Dornensavanne, auf der Farm, auf der sie wohnen, sind auch noch andere Jäger zu Gast: Ein Vater aus Dortmund etwa, der versucht, seinen 17-jährigen Sohn erstmals in die Jägerei einzuweihen und einzuweisen. Oder zwei Männer, seit langem Jagdfreunde, der eine aus Klosterneuburg, der andere aus der Steiermark. Viele Jagden haben sie schon gemeinsam über die Jahr erlebt, doch diese hier, ihre allererste in Afrika, lässt sie unerwartet zu verbissenen Konkurrenten werden. Wer schießt das schönste Wild, wer das größte Tier, wer bringt die wertvollste Trophäe mit nach Hause? Frau Ellinger bezeugt all das. Ganze Bücher werden vollgeschrieben und mit Fotos vollgeklebt. Ganze Bücher voller Erinnerungen an die vergangenen Urlaube lagern zu Hause in Ellingers Haus, wo die Wände voller Trophäen sind.

"Safari" wurde von der Filmkritik als einer der stärksten Filme von Ulrich Seidel  bewertet. Zwei Jahre nach seinem Erfolg "Im Keller" entführt Seidl erneut in eine unbekannte Lebenswelt.

Ein Film von Ulrich Seidl
Redaktion: Jutta Krug

Siehe auch: "Im Keller", 20.03.2019, 23:25 Uhr

Stand: 13.03.2019, 13:00

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