Patrice – Ein Weltstar. Made in NRW

Ein Foto vom Konzert von Patrice

Patrice – Ein Weltstar. Made in NRW

Gaston Patrice Babatunde Bart-Williams, bekannt unter dem Künstlernamen Patrice, gilt als einer der bekanntesten deutschen Reggae-Musiker. Er verbindet Elemente des Soul, Hip Hop, R'n'B und Blues und kreiert einen eigenständigen Sound mit Wiedererkennungswert. Der Musiker mit Wurzeln in Sierra Leone ist heute ein gefeierter Star.  

Geboren wurde Patrice 1979 in Köln. Zusammen mit seiner Schwester Mallance ist er bei seinen Eltern in Kerpen-Brüggen aufgewachsen. Als sein Vater, der Schriftsteller Gaston Bart-Williams, tödlich verunglückte, war es vor allem die Musik, die Patrice Halt gab. Für den ersten Kontakt zum Reggae sorgte seine große Schwester, die ihm Kassetten von Bob Marley schenkte.

In seiner Familie galt er als "rebellisches Kind". Er besuchte mit kurzer Unterbrechung das Elite-Internat Schloss Salem am Bodensee und machte das Abitur. Seine Leidenschaft blieb die Musik. 1999 hatte er sogar heimlich die Schule verlassen, um als Vorgruppe bei einem Konzert von Lauryn Hill in Düsseldorf aufzutreten.

Ein Foto vom Konzert von Patrice mit dem Publikum

Rockt das Haus: Schon seit Jahren tritt Patrice bei Festivals als Headliner auf.

Mit 19 Jahren veröffentlichte er seine erste EP, die nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich für großes Aufsehen sorgte. In der Kölner Hip-Hop- und Reggae-Szene hatte er erste musikalische Erfahrungen gesammelt und dabei auch den Musiker Gentlemen kennengelernt.

Seit Anfang der 2000er Jahre spielte er auf vielen deutschen und internationalen Reggae-Festivals als Headliner. 2006 gründet er mit "Sunpow Music" sein eigenes Label. Der Film begleitet Patrice auch nach Jamaika, wo er ein neues Studiogelände baut und Clive Hunt, einen der großen Reggae-Produzenten, trifft.

Patrice unterhält sich mit einem älteren Mann, im Hintergrund eine Berglandschaft

Musikalische Heimat: Auf Jamaika trifft Patrice den Star-Produzenten Clive Hunt.

Der Film erzählt die Geschichte eines Musikers, der aus eigener Kraft und mit Leidenschaft das erreicht hat, wovon er geträumt hat. Rückschläge haben ihn eher bestärkt, seine innere kulturelle Zerrissenheit, seinen "Soulstorm" verleiht er mit Hilfe seiner Musik Ausdruck.

Es ist ein einfühlsames Portrait, in dem Patrice sich sehr offen zeigt. Familienmitglieder, Wegbegleiter und befreundete Musiker wie Gentlemen und Max Herre sprechen zudem über die gemeinsame Zeit und ihre Erfahrungen.

Ein Film von Baris Aladag und Blessen Lukas Kizhakkethottam
Redaktion: Adrian Lehnigk

Stand: 13.11.2019, 17:32

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