Letzter Aufruf BER – Der lange Weg zum Hauptstadtflughafen

Letzter Aufruf BER: Der lange Weg zum Hauptstadtflughafen WDR.DOK 04.11.2020 01:29:04 Std. UT Verfügbar bis 04.11.2021 WDR Von Thomas Balzer

Letzter Aufruf BER – Der lange Weg zum Hauptstadtflughafen

Der BER sollte Europas modernster Flughafen werden, stattdessen wurde er beinahe Europas prominenteste Flughafen-Ruine und machte seine Erbauer zum Gespött der Welt. Der neue Hauptstadtflughafen verschlang mehr als sieben Milliarden Euro, er ruinierte Politikerkarrieren und ging mit neunjähriger Verspätung Ende Oktober 2020 endlich an den Start.

Am 5. September 2006 begannen die Bauarbeiten noch mit einem fröhlichen Spatenstich. Sechs stolze Männer in dunklen Anzügen nahmen in Schönefeld, südöstlich von Berlin, die Schippe in die Hand und lachten in die Kameras.

Darunter die Landesväter Brandenburgs und Berlins, Matthias Platzeck und Klaus Wowereit, der ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn und der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Geplant war eine Bauzeit von fünf Jahren. Nur einer durfte nicht mit auf das Bild: der Bürgermeister der Gemeinde, Udo Haase.

Blick auf das Baustellengelände des Empfangsgebäudes

Ewige Baustelle: Aus den geplanten fünf wurden 14 Jahre Bauzeit.

Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieses Flughafenneubaus im märkischen Sand, zeigt die hochfliegenden Pläne und bitteren Katastrophen, Gewinner und Verlierer. Architekten, Planer und Manager nahmen ihren Hut.

Auch die sechs Männer, die den Baubeginn für den Hauptstadtflughafen ausriefen, sind nicht mehr dabei. Udo Haase, der Bürgermeister von Schönefeld, hielt 14 Jahre die Stellung, seine Gemeinde boomt. Doch als er seine letzte Amtszeit antrat, hätte er es sich nicht träumen lassen, dass er die Eröffnung des BER erst als Ruheständler erleben würde.

BER-Chef Hartmut Mehdorn tritt zurück

Nicht der einzige Personalwechsel: BER-Chef Hartmut Mehdorn trat 2014 zurück.

Der Film fragt: Was lief schief auf der Flughafen-Baustelle vor den Toren Berlins? Woran scheiterten die Bauherren? Und warum muss sich bis heute niemand für den Bauskandal verantworten?

Eine Produktion von Made in Germany Filmproduktion in Koproduktion mit RBB und WDR in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg

Ein Film von Thomas Balzer
Redaktion: Jutta Krug

Stand: 27.10.2020, 19:09

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