Deutschland im Kalten Krieg (1) – "Angst beherrscht die Welt"

Menschen gehen 1945 vor dem Brandenburger Tor durch Trümmer

Deutschland im Kalten Krieg (1) – "Angst beherrscht die Welt"

Das geteilte Deutschland war mehr als vier Jahrzehnte lang das Zentrum des Kalten Krieges. Hier verlief die wichtigste Grenze zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR. Mehrmals drohte der schwelende Konflikt zu eskalieren und das gesamte Land zu vernichten.

Der Zweite Weltkrieg ist kaum beendet, da beginnt der Wettstreit der Systeme. Ein Kalter Krieg, der Deutschland teilen und fast 40 Jahre lang beherrschen wird.

Berliner beobachten einen Rosinenbomber beim Landeanflug auf dem Flughafen Tempelhof.

"Rosinenbomber": Schon 1948 kam es zu einer Ost-West-Konfrontation, als die Sowjets die Versorgung Westberlins blockierte. Die US-Luftwaffe flog daraufhin Lebensmittel und anderes ein.

Beginnend mit dem Einmarsch der Alliierten, erzählt der erste Teil die Anfänge von der Teilung des Landes bis zum Mauerbau. Die Folgen des Kalten Krieges spüren die Deutschen auf beiden Seiten der Mauer: es wird aufgerüstet, Angst beherrscht die Welt.

Bundeswehrrekruten 1955

Wiederbewaffnung: 1955 treten die ersten hundert Freiwilligen den Dienst in der westdeutschen Bundeswehr an, ein Jahr später gründet die DDR die Nationale Volksarmee.

Ansonsten entwickeln sich die beiden Staaten sehr unterschiedlich: Im Westen sorgt das Wirtschaftswunder für neue Lebensfreude; der Osten stagniert, was nicht zuletzt beim Volksaufstand am 17.Juni 1953 sichtbar wird.

Feierstunde im Volkswagen Werk zur Fertigstellung des millionsten VW Käfer.

"Wirtschaftswunder" im Westen: 1955 rollt der Millionste VW Käfer vom Band.

Die erste Folge erzählt von "Trizonesien" und der Heimkehr der letzten zehntausend Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion, vom Sputnik-Schock und dem Wettlauf zum Mond. Wie sie diese Ereignisse erlebt haben und was in ihrem Leben geschehen ist, davon berichten u.a. Antje Vollmer, Gerhart Baum, Fritz Pleitgen, Hans Modrow und Walentin Falin im letzten Interview vor seinem Tod 2018.

Die Reihe

Der Kalte Krieg war auf politischer und militärischer Ebene, aber auch im Alltag der Deutschen dauerhaft präsent: mit dem Wettlauf um den technischen Fortschritt, die Angst vor Bomben und Raketen, dem Kampf um moralische Überlegenheit gegenüber der anderen Seite, aber auch dem Zweifel an der eigenen Politik und die der Verbündeten.

Der 17. Juni 1953, der Bau der Mauer, die großen Demonstrationen in Bonn gegen die Pershing-Raketen, Übungen im Atomschutzbunker, Berufsverbote für DKP-Mitglieder, die Öffnung der Mauer, der Zerfall des Ostblocks – das alles sind Ereignisse, die die Menschen berührt und bewegt haben. Wie haben sie diesen Kalten Krieg erlebt? Wie hat er das Lebensgefühl auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs geprägt?

Die dreiteilige Dokumentation fragt Polit-Akteure und Entscheidungsträger in Ost und West, aber vor allem Zeitzeugen aus dem lange geteilten Deutschland.

Ein Film von Matthias Schmidt und Kai Christiansen
Redaktion: Barbara Schmitz, Beate Schlanstein

Stand: 17.12.2019, 14:53

Startseite

Unsere Videos

Alle Sendungen