1648 - Wie der 30-jährige Krieg beendet wurde

Der lange Weg zum Frieden

1648 - Wie der 30-jährige Krieg beendet wurde

Massenschlachten, Hungersnöte, Pest und Cholera: Der 30-jährige Krieg verwüstet halb Europa. 1648 beendet der Westfälische Frieden diese blutige Epoche. Die Namen der Heerführer wie Tilly oder Wallenstein kennt man bis heute. Doch wer waren die "Friedensmacher"?

Es ist ein komplexer und vielschichtiger Konflikt: Auf der einen Seite bekämpfen sich, ein Jahrhundert nach der Reformation, Katholiken und Protestanten. Auf der anderen Seite ist es ein Ringen um die Vorherrschaft auf dem Kontinent, bei dem fast alle europäischen Großmächte ihre Finger mit im Spiel haben. Mit fatalen Folgen: Im ersten europäischen Flächenbrand sterben allein in "teutschen Landen" etwa vier Millionen Menschen.

Friedensverhandlungen in NRW

Historisches Rathaus Münster

Das Historische Rathaus Münster: Hier wurde vor 370 Jahren über Krieg oder Frieden entschieden.

Als es endlich zu Friedensverhandlungen kommt, einigen sich die Kriegsparteien hierfür auf zwei Orte im Herzen Europas: Münster und Osnabrück. Hier wird fünf Jahre lang auf dem ersten internationalen Kongress um die Zukunft des Kontinents gerungen. Der Kampf auf den Schlachtfeldern wird gleichsam auf dem diplomatischen Parkett fortgesetzt. Doch es sind nicht die Herrscher aus dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, aus Frankreich, Spanien, Schweden und den Niederlanden, die am Verhandlungstisch in Münster und Osnabrück sitzen. Es ist ein reiner Kongress der Gesandten, die im Auftrag ihrer Herrscher verhandeln.

Mann sitzt am Schreibtisch

Rüdiger Vogler in der Rolle von Maximilian Graf von Trauttmansdorff, dem geistigen Vater des Westfälischen Friedens.

Mit dem Westfälischen Frieden, der am 24. Oktober 1648 feierlich von allen Beteiligten unterzeichnet wurde, endet die bis dahin blutigste Epoche in Europa. Das Doku-Drama "Der lange Weg zum Frieden" konzentriert sich auf die Westfälischen Friedensverhandlungen und seine Akteure. Damit rückt er erstmals die Friedensmacher in den Mittelpunkt einer filmischen Auseinandersetzung mit dem Dreißigjährigen Krieg und nicht die Kriegsherren.

Ein Film von Simone Kollmorgen (Drehbuch), Holger Preuße (Buch und Regie) und Peter Wekwerth (Regie Reenactments)

Redaktion: Beate Schlanstein, Thomas Kamp

Stand: 23.10.2018, 12:26

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