Das große Loch

Das große Loch

Braunkohle-Tagebau mit großem Bagger

Eine der riesigen Baggerschaufelräder im Tagebau Garzweiler: Durchmesser mehr als 20 Meter.

Im Tagebau Garzweiler, einem von drei Großtagebauen im rheinischen Braunkohlerevier zwischen Aachen, Düsseldorf und Köln, arbeiten die größten beweglichen Maschinen der Welt. Rund um die Uhr nagen die gewaltigen Bagger am rheinischen Boden: Jedes Jahr wandert der Tagebau rund 300 Meter weiter.

Die Braunkohle, die im Auftrag des Energiekonzerns RWE in bis zu 230 Meter Tiefe abgebaut wird, wandert direkt in eins der Kraftwerke der Region, wo sie zur Stromgewinnung verfeuert wird – und dabei große Mengen CO2 produziert.

Braunkohle-Tagebau mit großem Bagger vor einer Kirche mit zwei Türmen

Lange haben sich die Bagger des Tagebaus dem Immerather Dom genähert, seit Januar 2018 gibt es ihn nicht mehr.

Das „große Loch“ ist eine Herausforderung für alle, die hier leben und arbeiten: Bergbauingenieure und Baggerführer, die die gewaltige Logistik des Kohleabbaus steuern, Bewohner der Region, die den Verlust ihrer Dörfer und die Umsiedlung in neu entstehende Ortschaften meistern müssen, Archäologen, die die vielfältigen Überreste vergangener Zeiten nicht retten, sondern nur dokumentieren können, Naturschützer und Biologen, die sich um die Qualität der Landschaft kümmern, die nach dem Abbau der Kohle entsteht.

Zwei Männer mit Warnwesten und Helmen mit einem Plan.

Archäologen versuchen, vor den herannahenden Baggern zumindest einige wichtige Funde im Boden zu retten und zu dokumentieren.

Die Dokumentation stellt einige dieser Menschen vor, die jeden Tag um Gegenwart und Zukunft dieser Landschaft ringen. Beeindruckende Bilder, Überflüge und Drehaufnahmen im Loch zeigen den gigantischen Tagebau vor unserer Haustür, wie wir ihn sonst nicht zu sehen bekämen.

Ein Film von Florian Caspar Richter und Alexander Landsberger
Redaktion: Lena Brochhagen, Beate Schlanstein

Stand: 26.03.2018, 14:50

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