Boris Becker – Der Spieler

Boris Becker

Boris Becker – Der Spieler

Wimbledon, 7. Juli 1985: Ein Siebzehnjähriger reckt seine Fäuste in den Himmel. 15.000 Menschen schreien vor Begeisterung im Stadion. So, wie Millionen vor den Fernsehschirmen in aller Welt. Ein Jüngling namens Boris Becker hat soeben das wichtigste und traditionsreichste Tennisturnier der Welt gewonnen.

Es ist die große Zäsur im Leben von Boris Becker. Und es ist auch eine große Zäsur im Leben der meisten Deutschen. Der Triumph von Wimbledon trennt die Zeit: In jene ohne Becker und jene mit Becker.

Junger Held

Boris Becker

Wimbledon 1985: Boris Becker macht seinen berühmten Hechtsprung.

Der Jubel ist grenzenlos, ein Land vergisst sich vor Freude. So wie damals 1954 nach dem Weltmeisterschaftsfinale in Bern. Ein Siebzehnjähriger macht einen ganzen Sport populär, massenkompatibel. Jeder will so sein wie Boris Becker. Sein Siegeszug ist ohne Beispiel. US Open, Australian Open, und dann der nächste Sieg in Wimbledon. Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Bundeskanzler Helmut Kohl und der Papst laden ihn ein.

Leben in der Öffentlichkeit

Boris und Lilly Becker

Mit Ehefrau Lilly ist Boris Becker viel unterwegs – hier in Monte Carlo.

Wie andere Ausnahmeathleten auch hat Becker Mühe mit dem Alltag. Als Unternehmer und Werbefigur vertraut er auf den Rat einer ganzen Schar von Beratern. Der Boulevard findet in ihm eine offenbar nie versiegende Quelle für Nachrichten aus dem Intimleben. Verbunden mit der Frage, ob er nicht zu oft auf Ibiza feiert, anstatt geregelte Geschäfte zu machen?

Boris Becker und Lilly Becker-Kerssenberg haben am 29.05.2018 über einen Anwalt ihre Trennung bekanntgegeben.

Ein wundersamer Weg

Becker selbst sieht sich heute als Kopf eines Familienclans, der Verantwortung hat und zu Kompromissen gezwungen ist. Er lernt die schöne Niederländerin Lilly Kerssenberg kennen und heiratet sie. Über die Glamour-Hochzeit in St. Moritz berichten die Fernsehsender tagelang. Bis heute ist das Paar in kämpferischer Liebe verbunden, sie haben einen gemeinsamen Sohn.

Boris Becker

Ion Tiriac war 9 Jahre lang Beckers Manager.

Dieser Film erzählt den wundersamen Weg eines Leimeners, der mit fünfzig in Wimbledon heimisch geworden ist. Hier fühlt er sich zuhause - fühlt sich geachtet. Die Dokumentation begleitet Boris Becker während einer Woche in London: Als Privatier, Trainer, Geschäftsmann, Pokerspieler sowie Ehemann und Vater. Dabei kommen Familie und Freunde zu Wort wie Beckers Mutter und seine Schwester sowie auch sein ehemaliger Trainer Günther Bosch und Manager Ion Tiriac.

Ein Film von Michael Wech und Hanns-Bruno Kammertöns
Redaktion: Adrian Lehnigk

Stand: 30.05.2018, 16:52

Startseite

Alle Sendungen

Unsere Videos