Ein Jahr Regierung Laschet – was hat's NRW gebracht?

Ein Jahr Regierung Laschet – was hat's NRW gebracht?

Mit hohen Ansprüchen ist Armin Laschet vor einem Jahr als Ministerpräsident in NRW gestartet. Was hat er erreicht? Was nicht? Das diskutieren Bürger mit dem Ministerpräsidenten in der WDR Arena – und auf Facebook mit landespolitischen Experten.

Es war ein politisches Erdbeben in NRW: Die krachende Niederlage von Hannelore Krafts SPD hat den Weg frei gemacht für den neuen Ministerpräsidenten Armin Laschet und seine Landesregierung. Erst zum zweiten Mal innerhalb der vergangenen Jahrzehnte haben CDU und FDP die "Herzkammer" der deutschen Sozialdemokratie erobert.

Ein Jahr NRW-Regierung: Laschet zieht positive Bilanz

WDR 5 Morgenecho - Interview | 12.09.2018 | 07:03 Min.

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Der neue Landesvater ist mit hohen Ansprüchen gestartet: Schluss mit der selbst auferlegten Zurückhaltung von Hannelore Kraft; NRW soll wieder kräftig mitreden und mitentscheiden in der Bundespolitik. Armin Laschet will NRW sozusagen "great again" machen.

Bildung, Sicherheit, Verkehr

Drei zentrale Sachthemen waren für den Wahlerfolg von CDU und FDP entscheidend: Bildungspolitik, Sicherheit sowie Verkehr und Infrastruktur. Die neue Landesregierung hat in diesen Bereichen viel versprochen: Mehr Lehrer, die Rückkehr zu G9, einen Neustart bei der Inklusion. Mehr Polizisten, die Abschiebung von Gefährdern, ein neues Polizeigesetz. Den Kampf gegen die Dauerstaus und die Verhinderung von Diesel-Fahrverboten.

Genau ein Jahr nach seiner Regierungserklärung diskutieren Bürgerinnen und Bürger, Verantwortliche und Fachleute mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident: Was hat er für NRW erreicht? Was liegt weiterhin im Argen? Welche Probleme muss die Regierung jetzt anpacken?

Die WDR Arena moderieren Sabine Scholt und Ellen Ehni

Die Moderatorinnen Sabine Scholt und Ellen Ehni

In der WDR Arena in Köln-Bocklemünd begrüßen die Moderatorinnen Sabine Scholt und Ellen Ehni mehr als 130 Bürgerinnen und Bürger, die mit Armin Laschet diskutieren und der Landesregierung ihr Zwischenzeugnis ausstellen.   

Facebook live mit WDR-Experten

Die Sendung ist auch im Facebook-Kanal des WDR zu sehen. Dort können die User ihre Einschätzungen und Urteile zur Landespolitik loswerden. Ihre Fragen beantwortet dort nicht Armin Laschet – dafür stehen mit Julia Grimm, Rainer Kellers und Wolfgang Otto drei landespolitische Experten des WDR in Düsseldorf bereit.

Redaktion: Boris Baumholt und Torsten Beermann

Stand: 12.09.2018, 17:03

Kommentare zum Thema

27 Kommentare

  • Hatto von Hatzfeld 12.09.2018, 21:42 Uhr

    Nun hat Herr Laschet der Dame aus Köln ja gesagt, er wolle dem Autoverkehr keine Hindernisse wie Fahrverbote oder Maut in den Weg legen. Das ist Verkehrspolitik der 50er Jahre. Eine echte Verkehrswende wird so nicht erreichbar sein. Die besteht nämlich nicht darin, dieselben Staus nur mit Elektroantrieb zu erzeugen, sondern in der Förderung alternativer Formen der Mobilität, also von ÖPNV und Radverkehr. Und dafür muss, wie Verkehrswissenschaftler, die nicht autoindustrienah sind, klar sagen, dem motorisierten Individualverkehr Platz wegnehmen. Die Niederlande und Städte wie Kopenhagen und Wien haben es vorgemacht; NRW bleibt da offensichtlich rückwärtsgewandt.

  • Heiko Miller 12.09.2018, 21:42 Uhr

    Sehr geehrter Herr Laschet, warum werden die Autobahnbaustellen nicht länger besetzt? 2 oder 3 Schichten um die Baustellendauer zu reduzieren! Nach der Grenzöffnung wurden im Osten Baustellen 24 Stunden besetzt. Die Kosten der Allgemeinheit die tagtäglich in den Staus stehen ist nicht tragbar.

  • L. Kneppeck 12.09.2018, 21:35 Uhr

    Man muss die Preise der öffentlichen Verkehrsmittel minimieren. 1€pro Tag und man fährt in einer Stadt hin und her. Beispiel Wien. Dann fahren mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

  • Fr. Meyer 12.09.2018, 21:35 Uhr

    Ich wohne in Hürth-Efferen ind muss nach Köln Ehrenfeld. Mit den Öffentlichen bräuchte ich eine Std. für 10 km. Das KVB Abo würde mich derzeit 105 Euro im Monat kosten. Mit dem Auto brauche ich 30 Min. und bin billiger unterwegs. Wenns geht fahre ich mit dem Rad. Warum sollte ich auf die Bahn umsteigen?

  • Beate Ehren 12.09.2018, 21:25 Uhr

    wir also Deutschland stehen im Weltklimaschutz-Ranking auf Platz 22 Dank unserer Klimakanzlerin

  • Günter Judenau 12.09.2018, 21:25 Uhr

    Die Drogen Alkohol und Tabak waren immer „wohlfeil“, Und trotzdem wurde nicht jeder süchtig! wenn jeder „Schuss“ nur 50 Ct. Kostet, trocknet der Kriminelle Sumpf aus. Und es wird nicht jeder süchtig.

  • Peter Lustig 12.09.2018, 21:22 Uhr

    Leider sind die Befürworter des Hambacher Forst auch die Menschen die kein Umspannwerk vor der Tür haben möchten damit der Ökostrom aus Niedersachsen auch nach NRW kommt.

  • Arabische Clan Kriminalität 12.09.2018, 21:19 Uhr

    Clan Kriminalität kann man nicht mit offenen Polizeikontrollen allein bekämpfen. Die Kriminalpolizei muss massiv gestärkt werden, damit Hintermänner ermittelt und bestraft werden. Mit Razzien beruhigt man erstmal nur den Bürger.

  • Anonym 12.09.2018, 21:17 Uhr

    Als Schulleiterin einer kleinen Dorfgrundschule mit 90 Kindern bekomme ich A13, als Schulleiterin einer großen Grundschule mit 380 Kindern im sozialen Brennpunkt bekomme ich auch A13... Wer will dann Schulleitung einer solchen „Problemschule“ werden ???

    • Nick Knatterton 12.09.2018, 21:31 Uhr

      Viele Polizisten bekommen mit A 9, eine nette Wechselschicht mit aggressiveren Menschen als Kunden. Und selbst a9 ist schon mehr als normale Menschen verdienen. Bestimmte Besoldungen sind für normale Bürger nicht nachvollziehbar.

  • Heinz-Hermann Weitkemper 12.09.2018, 21:16 Uhr

    Ich verfolge gerade ihre Sendung mit Herrn Laschet. Ich wundere mich bei dem Verhalten von uns gewählten sogenannten Volksvertreter, nicht mehr über den Zulauf bei der AfD..

  • Inklusion 12.09.2018, 20:54 Uhr

    Ich finde das Kinder mit geistiger Behinderung in Förderschulen besser betreut werden. Sie lernen dort gezielt das beste aus ihren Möglichkeiten zu machen. Ausserdem fühlen sie sich dort nicht so stark den anderen gegenüber unterlegen. Mit Freundschaften zwischen geistig Behinderten und normal Begabten klappt es am besten im Kindergarten und vielleicht noch in den ersten 2 Grundschuljahren.Danach fühlen sich die anderen meist genervt und ziehen sich zurück, was für das behinderte Kind schmerzhaft ist. Ich hab das alles in unserer Familie erlebt. 1 körperlich behinderte, 1mongoloides und 1 autistisches Kind. 1 geht aufs Gymnasium die anderen waren in Inklusionsklssenund Förde Wenn ich ein geistig behindertes Kind hätte würde ich das beste wollen und das bedeutet für mich eine Förderschulen die die Begabungen meines Kindes fördert und es für das Leben so fit macht wie es geht. Eine Inklusion würde ich ablehnen. Bei einer körperlichen Behinderung wäre natürlich Inklusion meine erste Wahl