Armer Ritter auf Burg Guttenberg

Armer Ritter auf Burg Guttenberg | Staffel 3 Von und zu lecker Teil 1 von 6 25.10.2019 43:28 Min. Verfügbar bis 25.10.2020 WDR Von Nadja Münchenhagen

Zu Gast bei Silke Freifrau von Gemmingen

Armer Ritter auf Burg Guttenberg

Der erste Ausflug geht nach Baden-Würtemberg. Oberhalb der Neckarschleife liegt Burg Guttenberg – hier lebt Silke Freifrau von Gemmingen zusammen mit ihrem Mann Bernolph und den drei Kindern. Die Burg wurde um 1180 gegründet und ist seit bereits 550 Jahren im Besitz der Freiherren von Gemmingen.

Noch bis vor 50 Jahren war die Burg für Fremde nicht zugänglich, dann öffneten Bernolphs Großeltern die Tore auch für Besucher. Im hauseigenen Museum können Gäste heute alles über die spannende Geschichte des Anwesens und der Familie erfahren. Die Führungen macht die Hausherrin höchstpersönlich – denn neben ihrem Halbtagsjob in einer Marketing-Abteilung managed die Betriebswirtin auch das Burg-Museum.

Zu Gast auf Burg Guttenberg

Sechs adelige Damen sind auf der Reise durch die schönsten Regionen von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Auf ihren Schlössern und Burgen werden sie sich gegenseitig bekochen - und einem kulinarischen Wettstreit stellen. Den Anfang macht Silke Freifrau von Gemmingen...

Silke Freifrau von Gemmingen mit Mann und Falken

Als erste Gastgeberin begrüsst Silke Freifrau von Gemmingen ihre Gäste. Sie wohnt mit ihrer Familie - und vielen Greifvögeln - auf einem Teil der alten Wehrburg Guttenbeg in Baden-Württemberg.

Als erste Gastgeberin begrüsst Silke Freifrau von Gemmingen ihre Gäste. Sie wohnt mit ihrer Familie - und vielen Greifvögeln - auf einem Teil der alten Wehrburg Guttenbeg in Baden-Württemberg.

Burg Guttenberg liegt idyllisch oberhalb der Neckarschleife im Neckar-Odenwald-Kreis und bietet einen fantastischen Rundumblick. Die Familie lebt hier bereits in der 17. Generation.

Neben ihrem Beruf in einer Agentur kümmert sich Silke Freifrau von Gemmingen auch um das Burgmuseum. Die Burgherrin übernimmt außerdem Führung durch die Ausstellung und beantwortet alle Fragen zum Leben auf einer Ritterburg - früher und heute.

Bernolph von Gemmingen-Guttenberg kümmert sich am Tag des ersten Dinners um die Gäste seiner Gattin. Die Damen bekommen eine exklusiven Rundgang vom Burgherren uns besuchen auch die Greifenwarte der Burg.

Natürlich haben die Damen auch die Möglichkeit, einen Greifvogel aus nächster Nähe zu erleben.

Während die Gäste das Anwesen besichtigen, ist die Gastgeberin in der Küche aktiv...

Silke von Gemmingen ist sehr sportliche und naturverbunden, daher ist ihr gutes und vor allem gesundes Essen wichtig. Das Fleisch für ihren Tafelspitz hat die Freifrau von einem Landwirt auf der anderen Seite des Neckartals geholt - so weiß sie aus erster Hand, wie die Qualität ist.

Die letzten Vorbereitungen: Ein schön gedeckter Tisch darf bei einem Drei-Gänge-Menü natürlich nicht fehlen.

Ihr Mann Bernolph hingegen ist Herr über die Greifvogelstation. Bei einem Rundgang machen auch die anderen adeligen Damen Bekanntschaft mit Adler, Geier und Uhu. Während der Burgherr die Gäste herumführt, macht sich Silke Freifrau von Gemmingen an das Drei-Gänge-Menü. Eigentlich mag es die Freifrau gerne bodenständig, einfach und schnell – schließlich steht sie jeden Tag am Herd und bruzzelt für ihre Familie. Doch wenn Gäste kommen, dann darf es auch mal aufwendiger sein. Bei ihrem Dinner will sie mit Radieschengrünsuppe, Tafelspitz und Armer Ritter de luxe überzeugen. Schließlich will Silke Freifrau von Gemmingen beweisen, dass Sie das beste Adels-Menü kocht!

Burg Guttenberg

Silke Freifrau von Gemmingen mit Mann

Urkundlich erwähnt wird Burg Guttenberg erstmals im ausgehenden 13. Jahrhundert. Vermutlich noch vor 1200 wird die Schildmauer errichtet, einige Jahrzehnte später der Bergfried. Im Jahr 1449 kauft Hans von Gemmingen die Burg von den Herren von Weinsberg. Seitdem residieren die Freiherren von Gemmingen auf einem Bergsporn hoch über dem Neckartal nördlich von Heilbronn. Durch glückliche Umstände bleibt die mittelalterliche Anlage bis heute unzerstört. Im Burghof befinden sich Wohngebäude aus späterer Zeit, darunter das Wohnhaus der Familie mit einem barocken Treppenhaus. Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1393. Die Familie von Gemmingen schloss sich schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts der Reformation an. Das kleine Gotteshaus ist deshalb protestantisch. 

Stand: 14.10.2019, 16:11