Unsere Karnevalsjecken

Unsere Karnevalsjecken

Unser Westen, das ist Alaaf und Helau! Ja, aber auch "Hey, Geck Geck" und "Kattfiller". Noch nie gehört? Das sind die Narrenrufe von Delbrück im Teutoburger Wald und von Attendorn im Sauerland. Karneval in unserem Westen ist bunt und abwechslungsreich.

Ausgerechnet der Ostwestfale Ingolf Lück weiß vom Ziegenbocksmontag in Wolbeck zu berichten. Dort beginnt der Straßenkarneval schon am Montag vor Weiberfastnacht. Nichts wie hin!

WDR-Moderatorin Yvonne Willicks wiederum liebt den Karneval am Niederrhein, weil er so witzig ist und so aufregend wie der Rathaussturm in Rheydt.
Sabine Heinrich aus Unna ist ein Fan vom kleinsten Karnevalszug der Welt und von Bernd Stelter - denn der kommt wie sie aus der Karnevalshochburg im Pott.

WDR-Mann Thomas Bug steht auf den Geisterzug in Blankenheim in der Eifel und berichtet über den drittgrößten Zug im Land: In Eschweiler sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung beim Rosenmontagszug dabei.

Im Ausnahmezustand

Für viele ist die fünfte Jahreszeit die schönste im ganzen Jahr. Überall im Land wird ab dem 11.11. geschunkelt und gefeiert: mal mehr, mal weniger wild - je nach Region...

Rathaussturm Mönchengladbach-Rheydt

Niederrhein
Im Karneval gelten eigene Regeln und die Machtverhältnisse verschieben sich für ein paar jecke Tage. Die Machtübernahme der Narren ist Tradition – vielerorts stürmen an Weiberfastnacht die Damen das Rathaus.
In Mönchengladbach-Rheydt stürmt dagegen die Prinzengarde an Rosenmontag die städtische Machtzentrale, um dem Karnevalsprinzen die Schlüssel der Stadt zu „organisieren“. Früher mit Kanonenschlägen und viel dramatischen Getöse – heute geht es etwas leiser und zivilisierter zu. Den Stadtschlüssel haben die Jecken bisher aber immer erobert...

Weitere Infos:
Karneval in Mönchengladbach:
http://www.mg-mkv.de/

Niederrhein
Im Karneval gelten eigene Regeln und die Machtverhältnisse verschieben sich für ein paar jecke Tage. Die Machtübernahme der Narren ist Tradition – vielerorts stürmen an Weiberfastnacht die Damen das Rathaus.
In Mönchengladbach-Rheydt stürmt dagegen die Prinzengarde an Rosenmontag die städtische Machtzentrale, um dem Karnevalsprinzen die Schlüssel der Stadt zu „organisieren“. Früher mit Kanonenschlägen und viel dramatischen Getöse – heute geht es etwas leiser und zivilisierter zu. Den Stadtschlüssel haben die Jecken bisher aber immer erobert...

Weitere Infos:
Karneval in Mönchengladbach:
http://www.mg-mkv.de/

Die Redner vom Niederrhein sind die klassischen Witzeerzähler. Wie zum Beispiel Bauchredner Klaus. Er kommt aus Moers und macht mit seinem (Stoff-)Affen Willi die Karnevalsbühnen unsicher. Mit zehn Jahren hat er bereits ein Marionettentheater gegründet - mittlerweile ist Klaus Rupprecht einer der meist gebuchten Bauchredner Deutschlands.

Auch de Frau Kühne ist ein echtes Original vom Niederrhein. Ingrid Kühne stammt aus Kerken und erzählt auf der Bühne liebend gerne Geschichten aus ihrem Leben, wobei ihr chronisch pubertierender Sohn eine stete Quelle der Freude ist - zumindest für die Zuschauer.

Weitere Infos:
Homepage von Klaus und Willi:
http://www.klausundwilli.de/
Homepage von Frau Kühne: http://www.defraukuehne.de/

Karnevalshochburg am Niederrhein ist die Landeshauptstadt Düsseldorf. Und der Höhepunkt der Session der Rosenmontagszug. Berühmt-berüchtigt sind hier die Prunkwagen von Jacques Tilly, Deutschlands provokantester Karnevalswagenbauer. Seit über 30 Jahren ist er der kreative Kopf des Düsseldorfer Rosenmontagszugs. Häufig wählt er bissig-satirische Darstellungen von Politikern. Kein anderer Rosemontagszug ist – was die Mottowagen anbelangt - so aktuell, kritisch und frech wie der Düsseldorfer.

Weitere Infos:
Alle Termine des Düsseldorfer Karnevals: http://www.karneval-in-duesseldorf.de/
WDR-Multimedia-Reportage über Jaques Tilly: https://reportage.wdr.de/jacques-tilly#3586

Obacht: In Düsseldorf heißt es Helau! Und nicht Alaaf.
Doch nicht nur in Düsseldorf, sondern in vielen anderen Karnevalshochburgen grüßen sich die Jecken so. „Helau“ ist übrigens bundesweit der bekannteste unter den Narrenrufen!

Münsterland
Einen Rosenmontagszug hat ja jeder - im münsterländischen Wolbeck hat man den Ziegenbocksmontag! Am ZiBoMo zieht die (echte) Ziege vorne weg durch Wolbeck und jeder, der ein Kostüm oder Pappnase hat mit dem Karnevalsruf "Hip Hip – Meck Meck!" hinterher.
Hier steht wirklich alles im Zeichen des Ziegenbocks: Die Damensitzung heißt "Zickensitzung", es gibt ein Ziegendenkmal und sogar ein ZiBoMo-Karnevals-Museum.

Seinen Ursprung hat der Ziegenbockmontag im 19. Jahrhundert, als Bauern mit ihren Ziegen durch Wolbeck zogen, um Nahrung oder Geld zu erbitten. Die Tiere wurden dabei als sanftes Druckmittel eingesetzt...
1954 wurde Ziegenbocksmontag eingeführt und findet jedes Jahr am Montag vor dem Rosenmontag statt!

Weitere Infos:
Karneval in Wolbeck:
https://www.zibomo.de/
Infos zum Ziegenbockdenkmal: https://www.zibomo.de/index.php/wolbeck-muenster-karneval-zibomo-das-zibomo-museum/ziegenbockdenkmal

Unter dem Motto "Westfalen haut auf die Pauke" versammeln sich alljährlich Künstler, die im westfälischen Karneval Rang und Namen haben. Mit dabei immer die Karnevalsband „Die Landeier“ und in der Bütt begeistern Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp, Hildegard Brömmelstrote und viele mehr.
Immer am Veilchendienstag zeigt das WDR-Fernsehen die Festsitzung aus der Halle Münsterland. "Westfalen haut auf die Pauke" ist übrigens die erfolgreichste Karnevalssendung im WDR!

Weitere Infos:
Homepage von „Westfalen haut auf die Pauke“: http://s444836771.website-start.de/
Homepage von Bauer Brömmelkamp: http://www.bauer-heinrich-schulte-broemmelkamp.wv.to/
Homepage von Hildegard Brömmelstrote: http://www.broemmelstrote.com/

Sauerland
Attendorn hat eine echte Attraktion: hier in der sauerländischen Stadt steht sie - die größte Konfettikanone der Welt! Seit 2000 ganz offiziell mit Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde!
Und die Attendorner sind zu Recht stolz auf ihre 10 Meter lange, 5 Meter hohe und 3,5 Tonnen schwere Kanone. Denn an Karneval gilt schließlich: mehr ist mehr! Auf jeden Fall beim Konfetti.
Und so starten die Attendorner Jecken jedes Jahr an Veilchendienstag pünktlich um 11:11 Uhr ihren Umzug mit mehr als 30 bunten und besonders liebevoll gebastelten Wagen. Vorneweg natürlich ihre berühmte Konfettikanone.

Und noch eine Besonderheit: Hier heißt es weder Alaaf und noch Helau, sondern: "Katt-filler"! Und das nur, weil ein Attendorner Schütze mit seiner Armbrust im 16. Jahrhundert den Erzbischof verfehlt und eine Katze erschossen hat. (Kattfiller = Katzenmörder)

Weitere Infos:
Karneval in Attendorn + Infos zur Konfettikanone; http://www.stadtsoldaten.de/Konfettikanone/konfettikanone_frame.htm

Eifel
Auch in Eschweiler ist der Rosenmontagszug der Höhepunkt des karnevalistischen Treibens.
"Grenzenlos Jeck" ist das Motto 21018 - und wirklich: hier in Eschweiler kennt der Enthusiasmus keine Grenzen: Der Rosenmontagszug hat rund 6.500 aktive Zugteilnehmer - mit 60 Musikeinheiten, 150 kostümierten Fußgruppen und 140 Karnevalsfahrzeugen. Bei 55.000 Einwohnern sind das über 10 Prozent der Bevölkerung! Dazu kommen noch die Besucher. Das macht mehr als 250.000 Jecke am Zugweg! Alle Achtung!

Ein bisschen kleiner, aber nicht weniger engagiert ist der Rosenmontagszug in Nörvenich-Rommelsheim: Ein Wagen und der Spielmannszug ziehen durch die Handvoll Straßen – da bekommt wirklich jeder mit, dass Karneval ist.

Weitere Infos:
Karneval in Eschweiler: https://www.eischwiele-fastelovend.de/

Vorzeigeredner aus der Eifel ist Jürgen B. Hausmann – alias Jürgen Beckers aus Alsdorf bei Aachen. Der ehemaligen Latein-, Griechisch- und Geschichtslehrer ist ein großartiger Beobachter seiner Umgebung und des Alltags…

Weitere Infos:
Über Jürgen B. Hausmann:
https://www1.wdr.de/unterhaltung/nach-die-tage-100.html
Homepage von Jürgen B. Hausmann: http://www.juergen-beckers.de/

 Immer am Karnevalssamstag um 19.11 Uhr wird es im historischen Eifel-Städtchen Blankenheim schaurig schön. Denn dann ziehen beim traditionellen Geisterzug als Frühlingsgeister verkleidete Jecken durch die dunklen Gassen. Mit Pechfakeln und viel Geschrei sollen so die bösen Winterdämonen vertrieben werden.
Nach alten Traditionen sind die Geister in Bettlaken gehüllt, deren Zipfel an der Stirn zu zwei Ohren geknotet sind, das Gesicht wird mit Mehl bestäubt. Beim Zug durch das Städtchen wird neben wildem Kreischen und Johlen auch der traditionelle Juh-Jah-Marsch gesungen: „Juh jah, Kribbel en der Botz - Wer dat net hätt, dä es nix notz!"

Bereits seit über 400 Jahren wird der Karneval hier in Blankenheim schon so gefeiert - eine äußerst lebendige Tradition!

Weitere Infos:
Alles zum Geisterzug in Blankenheim:
  http://www.blangem.de/karneval/geisterzug.htm

Bergisches Land
Willkommen in Hückeswagen im Bergischen Land. Hier ist das mit dem Karneval ein bisschen übersichtlicher. Und deswegen geht der Rosenmontagszug mit dem schönen Namen "Rä-te-ma-teng" - gleich zweimal durch das Städtchen im Bergischen. Aber eigentlich ganz praktisch, denn so verpasst man wirklich gar nichts!

Und was ist in Wuppertal, der größten Stadt im Bergischen, los?
Die Wuppertaler lieben ihre Stadt, aber den Karneval? Geht so. Für die Session 2011 haben sie nicht einmal ein Prinzenpaar gefunden…

Aber die Jecken im Bergischen Land haben es auch wirklich nicht leicht, denn sie haben die Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf einfach zu dicht vor der Pappnase.

Weitere Infos:
Alle Karnevalsumzüge im Bergischen:
http://www.hueckeswagen.de/start/news-einzelansicht/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=283&cHash=90c16defdc219037611ca5dd81ce50a4
Rosemontagszug in Hückeswagen: http://www.kolping-hueckeswagen.de/index.php/karneval

Diese Karnevals-Misere hat auch bei Volker Weininger seine Spuren hinterlassen. Der Kabarettist und Autor aus Windeck sorgt in seiner Paraderolle als besoffener Sitzungspräsident seit einigen Jahren für gute Laune in der Bütt. Er kennt die Probleme mit dem Nachwuchs im Bergischen Karneval und trägt es mit angetrunkener Fassung...

Weitere Infos:
Homepage von Volker Weininger
: http://volkerweininger.de/

Teutoburger Wald
Auch Ostwestfalen gilt nicht gerade als Hochburg des närrischen Frohsinns. Aber in einem kleinen Dorf im Kreis Paderborn, da hält sich eine ganz besondere Tradition…
In Delbrück bei Paderborn gibt es den Brauch des Kranzreitens. Diese Tradition geht bis ins Jahr 1604 zurück: Als spanische Freibeuter in das Land eindrangen wurden zwei Offiziere von kämpferischen Delbrückern getötet. Die Spanier nahmen fürchterliche Rache an der Bevölkerung und am folgenden Tag veranstalteten sie zu ihrem Amüsement Reiterspiele. An diesen historischen Vorfall erinnert das Kranzreiten am Rosenmontag. Die Jecken tragen dazu auch heute noch spanische Uniformen und das Ganze wird überwacht von Prinz Karneval. Der Sieger des Reitspiels darf sich dann Kranzkönig nennen.

Der Narrenruf in Delbrück ist übrigens "He, geck, geck"! Denn in Westfalen wird das J wie G ausgesprochen und so wird aus einem Jeck ein Geck...

Weitere Infos:
Karneval und Kranzreiten in Delbrück:
http://karneval-in-delbrueck.de

Ruhrgebiet
In Oberhausen hat der Karneval Tradition. Doch der Prinz, der schunkelt hier ohne weibliche Begleitung durch die Session. Seine Totalität wird aber durch einen Hofminister und Hofmarschall unterstützt. Und auf dem Rosenmontagszug, das hat er einen ganz besonderen Wagen: mit einen Untertagebereich, wo ein Mitarbeiter mit Schutzhelm für den Strüßje und Kamelle-Nachschub sorgt.

DER Karnevalsheld im Westen heißt Helmut Scherer. 55 Jahre lang hat der überzeugte Karnevalist in Unna den kleinsten Karnevalszug der Welt veranstaltet. Mit nur einem liebevoll gestalteten Mottowagen ist er dann durch die Innenstadt von Unna gezogen. 2011 ist er mit fast 77 Jahren in den „Ruhestand“ getreten. Heute tritt der jeweilige Kinderprinz in seine Fußstapfen - natürlich mit der tatkräftigen Unterstützung von Helmut Scherer. Einmal Jeck, immer Jeck und für Karnevalistennachwuchs im Pott ist so auch gesorgt.

Weitere Infos:
Karneval in Oberhausen: http://www.karneval-in-oberhausen.com/

Auch aus Unna hat sich Bernd Stelter in unseren Westen aufgemacht. Der Karnevalist, Fernsehmoderator und Comedian rockt seit Jahren den Rheinischen Karneval, denn mit seinen immer aktuellen Texten und Lieder bringt er jeden Saal zum Kochen.

Newcomer Markus Krebs ist einer, der als Comedian den Weg in den Karneval geschafft hat. Seine Geschichten aus dem Pott funktionieren natürlich auch auf den Sitzungen im ganzen Land.

Weitere Infos:
Unterwegs mit... Bernd Stelter:
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-unterwegs-mit-bernd-stelter-100.html
Homepage von Bernd Stelter
: http://www.bernd-stelter.de/
Bei Markus Krebs inner Kneipe: https://www1.wdr.de/radio/wdr4/comedy/bei-krebs-in-der-kneipe-100.html

Siegen-Wittgenstein
Karneval in der kleinsten Region im Westen? Da muss man gut suchen. Die Karnevalsveranstaltungen und Festzüge sind in Siegen-Wittgenstein spärlich gesät. Die jecken Siegerländer setzten sich daher einfach in den Zug und flüchten nach Köln...
Während sich die Region den Karnevalsflüchtlingen aus dem Rheinland als eine ruhige erholsame Alternative anbietet... So ist doch für jedes Bedürfnis gesorgt.

Weitere Infos:
Urlaub in Siegen-Wittgenstein:
http://www.siegerland-wittgenstein-tourismus.de/

Kölner Bucht
Für viele Karnevalisten ist es der Höhepunkt der Session - der Rosenmontagszug. Und der größte Zoch im Westen und weltweit und überhaupt, der findet in Köln statt. Der hat hier eine lange Tradition: Am 10. Februar 1823 macht sich der allererste Rosenmontagszug in Köln auf den Weg.
Inzwischen sind es über 10.000 Teilnehmer, die sich hier auf einen 7 Kilometer langen Weg durch die Domstadt machen. Weit über eine Million Menschen säumen die Strecke, feiern gemeinsam Karneval und freuen sich über 150 Tonnen Kamelle, Strüßje und andere Kleinigkeiten, die von den Wägen auf sie hinunter regnen.

Das Karnevalsfieber erfasst an den Tagen von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag die ganze Stadt - fast jedes Viertel hat seinen eigenen Veedelszoch. Das sind mehr als 50 Züge in ganz Köln!

Weitere Infos:
Rosenmontagszug in Köln:
http://www.koelner-karneval.org/karnevalzuege-koeln/der-koelner-rosenmontagszug/
Überblick über Karnevalsumzüge in Köln: https://www.koeln.de/tourismus/karneval/umzuege/karnevalsumzuege-in-den-stadtteilen_268136.html

Die Rosenmontags-Veranstaltung wird moderiert von Ex-Prinz und Karnevals-Legende Wicky Junggeburth und Guido Cantz. Der ist ein ganz Großer im Kölner Karneval und bereits seit unglaublichen 25 Jahren dabei. Der Vollblut-Komiker aus Köln-Porz hat viele Talente und gilt als der "Mann für alle Fälle". 

Ein weiterer Vollblut-Jeck aus der Kölner Bucht ist “Dä Blötschkopp” alias Marc Metzger. Aufgewachsen ist der Comedian in Remagen-Unkelbach und wie so viele Karnevalisten hat auch er seine ersten Erfahrungen in der Bütt auf kleinen Pfarrsitzungen gemacht. Heute ist er ein Star im Kölner-Karneval, kehrt aber immer mal wieder zurück auf die kleinen Bühnen im Land.

Weitere Infos:
WDR-Lokalzeit über Guido Cantz:
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-klappstuhl-till-trifft-guido-cantz-100.html
Homepage von Guido Cantz: http://www.guidocantz.de/
Homepage von Wicky Junggeburth: http://www.wicky-j.de/
WDR-Video: Blötschkopp "Live": https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/unterhaltung/video-bloetschkopp-marc-metzger-live-102.html
Homepage von Marc Metzger: http://www.bloetschkopp.de/

Was dem Düsseldorfer sein Hoppeditz, ist dem Kölner sein Nubbel: Die lebensgroße Strohpuppe ist der Sündenbock schlechthin und erlaubt den Jecken, hemmungslos Karneval zu feiern. Schuld an allem ist schließlich der Nubbel, der während der jecken Tage aus den Fenstern oder über den Türen der Kölner Kneipen hängt. Am Karnevalsdienstag kurz vor Mitternacht wird er – und mit ihm symbolisch der ganze Karneval – in einem feierlichen Trauerzug zu Grabe getragen. Durch seine Verbrennung sind dann praktischerweise auch alle Verfehlungen der Karnevalszeit getilgt...

Am Aschermittwoch ist es dann überall vorbei mit dem karnevalistischen Treiben. Der Abschluss der jecken Zeit wird vielerorts mit einem gemeinsamen Fischessen – ohne Kostüm und Schminke - begangen.
Traditionell gehen Christen an Aschermittwoch in die Kirche und lassen sich ein Kreuz aus Asche auf die Stirn zeichnen. Die Asche stammt von verbrannten Palmzweigen des Osterfestes vom Vorjahr. Der Brauch stammt aus dem 12. Jahrhundert und soll die Gläubigen an die eigene Vergänglichkeit erinnern und zur Buße und Besinnung aufrufen. Für Christen beginnt jetzt auch die vierzigtägige Fastenzeit.

Stand: 20.12.2018, 13:40

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