Unsere heiligen Orte

Unsere heiligen Orte Unser Westen 09.06.2019 43:23 Min. Verfügbar bis 09.06.2020 WDR Von Melanie Didier

Unser Westen

Unsere heiligen Orte

Der Dom in Köln ist und bleibt ein heiliger Ort der Superlative. "Unser Westen" hat aber noch viel mehr zu bieten: Kirchen, Tempel, Moscheen und Synagogen. Heilige Orte, die Vielfalt und Weltoffenheit versprechen.

Räume des Glauben und der Besinnung, aber auch architektonische Hingucker wie die Bruder-Klaus-Kapelle mitten auf dem Acker in der Eifel oder die moderne Autobahnkirche an der A45 in Siegen-Wittgenstein. Modern und sehenswert ist auch der Mariendom im bergischen Neviges, eine Betonfestung des Glaubens.

Für die Vielfalt im Westen stehen exemplarisch der Hindutempel in Hamm, die Moschee in Duisburg Marxloh und die Neue Synagoge in Düsseldorf. Und natürlich dürfen auf der Reise durch die Regionen auch der Aachener Dom, die Lambertikirche in Münster und die Soester Wiesenkirche nicht fehlen.

Orte der Ruhe und Kraft

Imposante Kathedralen oder schlichte Bauten, mitten in der Stadt oder auf dem platten Land - heilige Orte zeigen sich in NRW auf vielfältige Weise...

Peter Zumthor: Bruder-Klaus-Kapelle

Bruder-Klaus-Kapelle (Eifel)
Im kleinen Ort Wachendorf bei Mechernich überrascht dieses moderne Bauwerk: die Bruder-Klaus-Kapelle. Wie ein Wehrturm steht sie mitten auf dem freien Feld - schlicht und stark. Entworfen wurde sie vom Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor. Gestiftet wurde sie von der Familie Scheidtweiler aus dem Ort: als Dank für ein gutes Leben und zu Ehren des Schutzpatron des Landvolks, dem Hl. Nikolaus von Flüe (Bruder Klaus genannt). Dieser war Schweizer und zudem der Lieblingsheilige von Zumthors Mutter, heißt es. Und so soll der Architekt dem Vorhaben zugestimmt haben - unentgeltlich. Er war ja sowieso gerade in der Nähe in Köln, um dort das Kolumba-Museum zu bauen...
Und nun steht also seit 2007 dieses architektonische Meisterwerk mitten in der Eifel. Außen wirkt die Kapelle wie ein Monolith, aus 23 Lagen Beton geformt. Innen mutet sie eher wie eine  Grotte an. Dunkel und mystisch, aber oben mit einer Öffnung zum Himmel hin. Ein Kleinod, das mittlerweile zu einer Touristenattraktion geworden ist, aber dennoch die Würde und Stille eines Gotteshauses besitzt.

Bruder-Klaus-Kapelle (Eifel)
Im kleinen Ort Wachendorf bei Mechernich überrascht dieses moderne Bauwerk: die Bruder-Klaus-Kapelle. Wie ein Wehrturm steht sie mitten auf dem freien Feld - schlicht und stark. Entworfen wurde sie vom Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor. Gestiftet wurde sie von der Familie Scheidtweiler aus dem Ort: als Dank für ein gutes Leben und zu Ehren des Schutzpatron des Landvolks, dem Hl. Nikolaus von Flüe (Bruder Klaus genannt). Dieser war Schweizer und zudem der Lieblingsheilige von Zumthors Mutter, heißt es. Und so soll der Architekt dem Vorhaben zugestimmt haben - unentgeltlich. Er war ja sowieso gerade in der Nähe in Köln, um dort das Kolumba-Museum zu bauen...
Und nun steht also seit 2007 dieses architektonische Meisterwerk mitten in der Eifel. Außen wirkt die Kapelle wie ein Monolith, aus 23 Lagen Beton geformt. Innen mutet sie eher wie eine  Grotte an. Dunkel und mystisch, aber oben mit einer Öffnung zum Himmel hin. Ein Kleinod, das mittlerweile zu einer Touristenattraktion geworden ist, aber dennoch die Würde und Stille eines Gotteshauses besitzt.

Aachener Dom (Eifel)
Der Aachener Dom: groß und beeindruckend, ein Bauwerk mit Weltruhm. Glanzstück der Anlage: Die Marienkirche Karl des Großen. Sie bildet die Basis für den Dom, die Krönungskirche des Deutschen Reiches. Karl der Große lässt sich hier natürlich krönen. Nach ihm erhalten noch 30 Könige in sechs Jahrhunderten im Dom ihre Krone. Der achteckige Kuppelbau, das Oktogon, war im frühen Mittelalter reinste High-Tech. Und überwältigt auch heute noch mit seiner Pracht.

Aber der Aachener Dom ist auch eine Wallfahrtsstätte: Neben den Reliquien Karl des Großen werden hier auch das Kleid von Maria, das Enthauptungstuch Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu aufbewahrt. Seit dem 14. Jahrhundert werden diese Reliquien alle sieben Jahre bei einer Heiligtumswallfahrt den Pilgern gezeigt - 2021 ist es wieder soweit.

St. Lamberti in Münster (Münsterland)
Mitten im Herzen der Stadt Münster, auf dem Prinzipalmarkt, steht die St. Lamberti Kirche. Das bedeutende Werk der westfälischen Spätgotik ist dem heiligen Lambert von Lüttich gewidmet. Ab 1375 wurde sie gebaut – aus dem typischen gelben Sandstein der nahe gelegenen Baumberge-Region. Finanziert wurde der Bau damals von den Kaufleuten der Stadt, die sich eine Markt- und Bürgerkirche neben dem mächtigen St.-Paulus-Dom wünschten.
Eine gruselige Besonderheit sind die drei Eisenkörbe, die außen am Turm der Kirche befestigt sind. Sie erinnern an die drei Anführer der Wiedertäuferbewegung, die in Münster über ein Jahr lang ihr Unwesen treiben. 1536 werden sie gefoltert, hingerichtet und  hier in den Käfigen zur Schau gestellt.
Auch eine schöne Tradition wird hier in der Lamberti Kirche gepflegt - die des Türmers. Zu den Aufgaben gehört, zwischen 21 Uhr und Mitternacht das halbstündige Tuten mit dem Türmer-Horn und das Ausschauhalten nach eventuellen Bränden. Seit 2014 arbeitet in diesem seltenen Beruf erstmals auch eine Frau!

Wallfahrtskapelle in Telgte (Münsterland)
Seit über 500 Jahren pilgern die Menschen nach Telgte. Ihr Ziel: die Gnadenkapelle.
Die barocke, achteckige Marienkapelle aus der Zeit um 1650 beherbergt das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes. Die lebensgroße Skulptur von Maria mit dem Leichnam Jesu im Arm ist um 1370 entstanden. 1904 wurde sie von Papst Pius X. in das Verzeichnis der weltweit anerkannten Gnadenbilder aufgenommen. Rund 100.000 Wallfahrer pilgern jährlich hierher - es ist damit eine der größten Wallfahrten Deutschlands.

Weitere Informationen:
www.st-marien-telgte.de

Marienkirche in Siegen (Siegen-Wittgenstein)
Die Marienkirche wurde von 1702 - 1725 von Jesuiten errichtet. Es war der erste katholische Bau im Siegerland nach der Reformation, als es eigentlich nur noch evangelische Gotteshäuser gab. Ein enorm wichtiges Bauwerk also für die Katholiken damals. Im Zentrum der Siegener Altstadt steht sie nun gleichberechtigt in nächster Nähe zur evangelischen Nikolaikirche. Sehenswert ist die Marienkirche außerdem als einziger Sakralbau aus der Barockzeit in Siegen.

Altenberger Dom (Bergisches Land)
Am westlichen Rand des Bergischen Landes steht der Altenberger Dom. „Bergischer Dom“ wird er deswegen auch genannt. Der Grundstein für die riesige Klosterkirche wird 1259 als Teil der bestehenden Zisterzienser-Abtei Altenberg gelegt.
Das Gotteshaus ist im gotischen Stil erbaut - die klaren und strengen Formen bilden den perfekten Rahmen für ein besonderes Kunstwerk: das Westfenster. Es ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch das größte gotische Kirchenfenster nördlich der Alpen. Acht mal achtzehn Meter misst es und wurde nach einhundertfünfzig Jahre währender Dom-Bauzeit im Jahr 1400 eingesetzt. Auf dem in acht Bahnen unterteilten Fenster ist das Himmlische Jerusalem abgebildet: Glasmalerei der Spitzenklasse.
Der Alteberger Dom wird heute sowohl von Katholiken, als auch von Protestanten genutzt - so kann jeder in den Genuss eines Gottesdienstes in diesem Prachtbau kommen.

Mariendom in Neviges (Bergisches Land)
Im protestantischen Neviges steht dieser katholische Kirchenbau der Extraklasse. „Maria, Königin des Friedens“ - das ist der klingende Name der Wallfahrtskirche. Entworfen wurde sie von Gottfried Böhm, ein Meister skulpturaler Bauten und wohl seine bedeutendste Arbeit. Der Architekt konzipierte die Kirche mit Platz für 6.000 Gläubige; Innen wie einen großen Marktplatz mit zentriertem Altar, außen wie ein mehrspitziges Zelt.
Seit 1968 regt das Nachkriegsbauwerk auch die Kreativität an: Berg aus Beton, Zelt Gottes, Kirchenbunker - der kühne Kirchenbau (ver-)trägt viele Namen. Und zeigt: Glaube und Religion sind lebendig und verändern sich - wie der Stil ihrer Bauwerke.

Gnadenkapelle in Kevelaer (Niederrhein)
Knapp eine Million Menschen pilgern jedes Jahr an den Niederrhein nach Kevelaer. Ihr Ziel ist die Gnadenkapelle mit ihrem berühmten Marienbild "Trösterin der Betrübten". Kevelaer ist damit der größte Marien-Wallfahrtsort Nordwesteuropas und kann auf eine fast 400-jährige Geschichte der Marienverehrung zurückblicken.
Die sechseckige Gnadenkapelle wird im Jahr 1654 erbaut. Sie umschließt das kleine Heiligenhäuschen mit dem Maria-Bildstock, das Hendrick Busman nach einer Vision der Mutter Gottes dort errichtete. Seit 1642 spendet das Marienbild nun schon an dieser Stelle den Gläubigen und Pilgern Trost und Zuversicht. Und willkommen ist hier jeder: Biker zur mittlerweilen traditionellen Motorrad-Wallfahrt zum Beispiel. Seit 30 Jahren pilgern jährlich auch mehrere tausend Tamilen aus Sri Lanka zur Gnadenkapelle, um den Beistand der Mutter Gottes zu erbitten und für Frieden in ihrer Heimat zu beten.

Neue Synagoge in Düsseldorf (Niederrhein)
In NRW können viele Glaubensrichtungen gelebt werden. Doch das war nicht zu allen Zeiten so. Während der NS-Zeit wurden in Deutschland fast alle jüdischen Gotteshäuser zerstört. Nach dem Krieg war die Synagoge in Düsseldorf eine der ersten neuen Gebetshäuser für die jüdische Gemeinde. 1958 wurde die Synagoge mit einem feierlichen Festakt eingeweiht. Die Neue Synagoge ist ein ovaler Bau, der in seiner Schlichtheit an die Architektur der 30er Jahre erinnert. Heute ist die jüdische Gemeinde in Düsseldorf eine der größten in Deutschland – und die Synagoge für viele der Glaubens-Treffpunkt bei uns im Westen.

Moschee in Duisburg-Marxloh (Ruhrgebiet)
Keine Region bei uns im Westen steht so sehr für das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen wie das Ruhrgebiet. Der "Pott" ist seit den 60er Jahren ein wahrer Schmelztiegel der Kulturen. Gefördert sozusagen von der Arbeit unter Tage, die ohne die vielen Gastarbeiter gar nicht zu stemmen gewesen wäre. Wie in Duisburg-Marxloh. Hier steht seit 2008 die Merkez-Moschee. Ein imposanter Bau, der aber durch die großen Fenster offen und einladend wirkt. Der lichtdurchflutete Innenraum bezaubert durch seine mit Mosaiken verzierten Kuppeln und einem imposanten goldenen Leuchter.
Das "Wunder von Marxloh" wird die Moschee auch genannt. Und das nicht nur wegen der unglaublich kurzen Bauzeit von nur knapp vier Jahren, sondern weil es kaum Reibereien gab und Miteinander diskutiert wurde. Das ist auch heute noch so - in der angeschlossenen Begegnungsstätte für den interreligiösen Dialog.

Hinduistischer Tempel in Hamm-Uentrop (Ruhrgebiet)
Das Industriegebiet in Hamm-Uentrop ist erstaunlich exotisch und bunt, dank Deutschlands größtem Hindutempel. Seit 2002 steht der Tempel hier, der zu Ehren der Göttin Sri Kamadchi Ampal erbaut wurde. Dreimal täglich findet ein Gottesdienst statt, zu dem jeder eingeladen ist. Denn der Tempel soll ein Ort für alle Menschen sein. Und einmal im Jahr im Juni ruft die Göttin Kamadchi Ampal zum großen Tempelfest nach Hamm. Über 20.000 Gläubige - und auch Indien-Fans und Interessierte - aus ganz Europa kommen dann in die westfälische Stadt. Der Höhepunkt des Festes: Die Statue der Göttin Kamadchi Ampal wird auf einem Wagen um den Tempel gezogen. Die Gemeinde zieht dann weiter zum Datteln-Hamm-Kanal. Ihr zu Ehren baden die Gläubigen dann ein Symbol der Göttin im Wasser und natürlich auch sich selbst. So ist Indien und der Ganges plötzlich ganz nah...


Essener Dom (Ruhrgebiet)
Ein bisschen suchen muss man den Dom, denn die ehemalige Stiftkirche liegt gut versteckt in der Essener Innenstadt am Burgplatz. "Essen sein Schatz", nennen ihn die Einheimischen auch liebevoll. Und das Gotteshaus birgt einen wirklichen Schatz: Die Goldene Madonna. Sie ist die älteste vollplastische Marienfigur der Welt, stammt aus der Zeit um 980 und ist die Schutzpatronin des Ruhrbistums.
Die Ursprünge des Essener Doms reichen bis ins Jahr 845 zurück. Zerstörung, Wiederaufbau und Erweiterungen hat der Essener Dom im Laufe vieler Jahrzehnte erlebt. Der heutige Kirchenbau ist eine gotische Hallenkirche und stammt aus dem späten 13. Jahrhundert.
Der Essener Dom - Schmuckstück und ein echter Ruhepol in mitten der Ruhrgebiets-Stadt Essen.

Paderborner Dom (Teutoburger Wald)
Paderborn ist der religiöse Mittelpunkt Ostwestfalens. Von den vielen Kirchen hier ist der Dom wohl das bedeutendste Bauwerk. Schutzpatron der Stadt und des Doms ist der Heilige Liborius. Im Dom werden auch die Gebeine des Heiligen aufbewahrt - in einem prächtigen goldenen Schrein. Jedes Jahr im Juli zieht ein Fest zu Ehren des Liborius tausende Besucher nach Paderborn. Höhepunkt des Libori-Festes ist die Prozession und symbolische Beisetzung des Schreins in der Hallenkrypta des Doms.
Gebaut wurde der heutige Hohe Dom St. Maria, Liborius und Kilian im 13. Jahrhundert, mit seinen 93 Meter hohen Turm überragt er weit die Paderborner Innenstadt. An derselben Stelle wurden Funde von Vorgängerkirchen entdeckt, der älteste reicht sogar bis zur Zeit Karl des Großen zurück.
Für Besucher ein Muss: der Kreuzgang mit dem Drei-Hasen-Fenster. Das Werk aus dem 16. Jahrhundert ist eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Paderborns und galt früher auch als Glücksbringer. Welche tiefere Bedeutung die Darstellung der Hasen hat, darüber lässt sich vortrefflich spekulieren - schön anzusehen sind sie allemal.

Wiesenkirche in Soest (Sauerland)
Die evangelische Wiesenkirche "St. Maria zur Wiese" ist über 700 Jahre alt. Sie gilt als bedeutendste gotische Hallenkirche nördlich der Alpen. Wegen der Ähnlichkeit der Türme wird sie auch als "kleine Schwester" des Kölner Doms bezeichnet.
Auch von innen kann die Wiesenkirche durchaus mit dem Kölner Dom mithalten: ein Kleinod, ausgestattet mit prächtigen mittelalterlichen Glasfenstern.
Und eines davon ist ganz besonders: Das Fenster mit der Darstellung des letzten Abendmahls. Statt Brot und Wein speisen Jesus und seine Jünger hier Schweinskopf, Schinken, Roggenbrot und Bier - sauerländisch deftig eben.

Sankt Peter und Paul in Wormbach (Sauerland)
Von außen wirkt die romanische Hallenkirche etwas unscheinbar. Doch die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul im kleinen Örtchen Wormbach-Schmallenberg ist ein Juwel! Nur durch Zufall wurde bei einer Restaurierung eine Wandbemalung aus dem 13. Jahrhundert freigelegt. Das alleine wäre schon ein kunsthistorischer Schatz gewesen. Aber unter den vierzehn Schichten Kalkfarbe trat die Darstellung der zwölf Tierkreiszeichen zu Tage. Was diese allerdings in einer Kirche zu suchen haben, darüber sind sich Wissenschaftler bis heute nicht im Klaren...

Heilige Stiege in Bonn (Kölner Bucht)
Auf dem Bonner Kreuzberg steht ein wahrhaft imposantes Gebäude: Die Kreuzbergkirche mit der „Heiligen Stiege“ – 1751 erbaut vom barocken Baumeister Balthasar Neumann.
Der üppig ausgestattete Barockbau soll an die „Scala Santa“ in Rom erinnern - jene Treppe, die Jesus vor seiner Kreuzigung im Palast des Pontius Pilatus hinaufsteigen musste. 28 Stufen soll Jesus dort, dornenbekrönt und gegeißelt, emporgestiegen sein und 28 Stufen sollen die Pilger auch auf dem Bonner Kreuzberg auf Knien hinaufsteigen, bis sie den Erlöser-Altar im Inneren des Stiegenbaus erreichen.
Zu besichtigen ist die Heilige Stiege nur an drei Tagen im Jahr: am Karfreitag, Karsamstag und am 14. September zum Patronatsfest. Die Kreuzbergkirche dagegen ist täglich geöffnet.

St. Gereon in Köln (Kölner Bucht)
Sie steht etwas im Schatten des Kölner Doms, dabei ist die Basilika St. Gereon in der Kölner Altstadt ein beeindruckendes Zeugnis romanischer Baukunst. Und sie gehört zu den ältesten Kirchen Deutschlands: Ihre Wurzeln reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück.
Die Heilige Helena hat St. Gereon der Legende nach errichten lassen – auf den Gräbern des Heiligen Gereon und seiner Legionen. Doch zuerst wird die Kirche wegen ihrer glänzenden Mosaikverzierungen „Ad sanctos aureos“ („Zu den Goldenen Heiligen“) genannt.

Eine Besonderheit der Kirche ist das im 13. Jahrhundert errichtete Dekagon. Darüber spannt sich die größte Kuppel nördlich der Alpen - mit einer Spannweite von 21 Metern und einer Scheitelhöhe von 34,5 Metern. Nach dem Zweiten Weltkrieg stark einsturzgefährdet, musste der zehneckige Bau bis Mitte der 1980-er Jahre sorgfältig restauriert werden. Dank der beeindruckenden Kuppel wird St. Gereon auch heute noch in einem Atemzug mit mit der Hagia Sofia in Konstantinopel und der Domkuppel in Florenz genannt.

Kölner Dom (Kölner Bucht)
Es geht nicht ohne ihn: Der Dom ist das Wahrzeichen von Köln, darüber hinaus die zweithöchste Kirche Deutschlands, die dritthöchste der Welt, seit 1996 als UNESCO-Welterbestätte ausgezeichnet und mit 6,5 Millionen Besuchern jährlich die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands!  
Der Dom beherbergt zudem den Schrein der Heiligen Drei Könige - der Dreikönigenschrein gilt als die größte erhaltene Goldschmiedearbeit aus dem Mittelalter in Europa. Auch moderne Kunst ist in der gotischen Kathedrale zu finden: Seit 2007 taucht das Fenster des Kölner Künstlers Gerhard Richter den Innenraum des Doms mit 11.000 Farbquadraten in ein ganz besonders Licht. Genug Gründe also, um die Kathedrale zu besichtigen.

Wer dem Himmel ein Stückchen näher sein will, der sollte dem Dom unbedingt aufs Dach steigen: 157,38 Höhenmeter und 533 Treppenstufen sind dabei zu bewältigen. Oben hat man nicht nur einen phantastischen Ausblick, man kommt auf dem Weg dorthin auch am "Decken Pitter" vorbei. Die berühmte St. Petersglocke des Kölner Doms ist mit 24.000 Kilo die größte frei schwingende Glocke der Welt. Seit 1924 läutet sie den Kölnern mit ihrem satten Sound in den Ohren.

Das "Unser Westen"-Moderatoren-Team Sabine Heinrich, Yvonne Willicks, Ingolf Lück und Thomas Bug sorgen für eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Reise durch NRW zu vielen spannenden heiligen Orten und deren Geschichten.

Stand: 09.05.2019, 16:11

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