So wohnt der Westen

So wohnt der Westen

So vielfältig wie die Menschen sind auch die Wohnwelten im Westen - früher wie heute.

Köln, Kranhäuser im Kölner Rheinauhafen

Kölner Bucht
Kranhäuser in Köln

Köln ist voll und laut - Großstadt eben. Doch am Wasser, da lässt es sich aushalten. Eine besonders interessante Ecke in der Domstadt ist der Rheinauhafen. Nicht nur, dass man hier Rhein- und Domblick gleichzeitig hat, hier ist mit den imposanten Kranhäusern auch eine Top-Adresse für modernes Wohnen.
Von 2006 bis 2010 wurden die drei Hochhäuser gebaut, die von ihrem Aussehen an die hafentypische Kranform erinnern sollen. Die Gegend der ehemaligen Hafenanlage in der Kölner Südstadt sollte mit diesem Architekturprojekt wiederbelebt werden. Der alte Hafen von 1889 war schon lange zu klein für Frachtschiffe, seit 2001 war der Hafenbetrieb komplett eingestellt.
Mit der Zeit hatten sich in den ehemaligen Hafengebäuden viele (Lebens-) Künstler eingenistet. Die Pläne für einen Abriss und eine Neugestaltung des Hafens kam hier gar nicht gut an. Doch die Kölner Stadtentwickler hatten für den Rheinauhafen eine Vision: Mit einer Mischung aus renovierten, teils denkmalgeschützten Gebäuden und zukunftsweisenden Neubauten sollte das Areal zu einem modernen Büro- und Wohnviertel werden.

Trotz anfänglicher Kritik und Skepsis: Heute gilt der Rheinauhafen mit seinen Kranhäusern als das Vorzeigeprojekt in Sachen Stadtentwicklung. Entstanden ist ein beliebtes Wohn- und Büroviertel und ein weithin sichtbares Markenzeichen für Köln.

Weitere Informationen:
www1.wdr.de/kultur/kunst/west-art-meisterwerke/kranhaus100.html
www.rheinauhafen-koeln.de/17

Kölner Bucht
Kranhäuser in Köln

Köln ist voll und laut - Großstadt eben. Doch am Wasser, da lässt es sich aushalten. Eine besonders interessante Ecke in der Domstadt ist der Rheinauhafen. Nicht nur, dass man hier Rhein- und Domblick gleichzeitig hat, hier ist mit den imposanten Kranhäusern auch eine Top-Adresse für modernes Wohnen.
Von 2006 bis 2010 wurden die drei Hochhäuser gebaut, die von ihrem Aussehen an die hafentypische Kranform erinnern sollen. Die Gegend der ehemaligen Hafenanlage in der Kölner Südstadt sollte mit diesem Architekturprojekt wiederbelebt werden. Der alte Hafen von 1889 war schon lange zu klein für Frachtschiffe, seit 2001 war der Hafenbetrieb komplett eingestellt.
Mit der Zeit hatten sich in den ehemaligen Hafengebäuden viele (Lebens-) Künstler eingenistet. Die Pläne für einen Abriss und eine Neugestaltung des Hafens kam hier gar nicht gut an. Doch die Kölner Stadtentwickler hatten für den Rheinauhafen eine Vision: Mit einer Mischung aus renovierten, teils denkmalgeschützten Gebäuden und zukunftsweisenden Neubauten sollte das Areal zu einem modernen Büro- und Wohnviertel werden.

Trotz anfänglicher Kritik und Skepsis: Heute gilt der Rheinauhafen mit seinen Kranhäusern als das Vorzeigeprojekt in Sachen Stadtentwicklung. Entstanden ist ein beliebtes Wohn- und Büroviertel und ein weithin sichtbares Markenzeichen für Köln.

Weitere Informationen:
www1.wdr.de/kultur/kunst/west-art-meisterwerke/kranhaus100.html
www.rheinauhafen-koeln.de/17

Bayer-Werkssiedlungen in Leverkusen
Etwas weiter rheinaufwärts liegt Leverkusen – eine Stadt, die es ohne den Bayer-Konzern so tatsächlich nicht geben würde. Denn für ihre wachsende Anzahl an Mitarbeiter brauchte Bayer viel Wohnraum – und baute schließlich selbst verschiedene Werkskolonien.

Insgesamt entstanden so ab 1895 fünf Kolonien im Südwesten von Leverkusen, von denen vier noch erhalten sind: Zwei Arbeiterkolonien, eine Beamtenkolonie und die Kolonie Eigenheim. Alle vier stehen unter Denkmalschutz.

Für die damalige Zeit waren diese Wohnungen und Häuser extrem fortschrittlich und großzügig gebaut. In einem liebevoll restaurierten Haus der Kolonie II wurde 2005 ein Museum eröffnet. Hier erhält man einen guten Einblick in fast 100 Jahre Wohn- und Lebenskultur in den ehemaligen Wohnkolonien der Bayer AG.

Weitere Informationen:
www.leverkusen.de/kultur-bildung/museen/Koloniemuseum.ph

Teutoburger Wald
Detmold

Ruhe und Entschleunigung mitten in der Stadt? Das gelingt im schönen Detmold. Der Altstadtkern wurde vom Krieg weitgehend verschont und wird geprägt von zahlreichen gut erhalten Bauten aus gleich drei Epochen. Hier kann man in den verwinkelten Gassen die Zeit vergessen.
Mitten in der Stadt steht auch Schloss Detmold aus dem 16. Jahrhundert mit seinem schönen Schlossgarten, der zum Flanieren und Verweilen einlädt. Detmold ist sicher eine Reise wert, umso glücklicher ist, wer hier wohnt.

Weitere Informationen:
www.detmold.de/startseite

Lemgo
Nicht weit von Detmold entfernt liegt die etwas kleinere Stadt Lemgo. Die alte Hansestadt ist auch bekannt für ihre zahlreichen Bauwerke im Stil der Weserrenaissance. Der Erhalt der historischen Substanz ist den Lemgoern sehr wichtig und das sieht man auch. Bei einem Stadtrundgang kann man hier über 400 gut erhaltene und gepflegte Denkmäler und Häuser bestaunen.
Ein Highlight, das man nicht verpassen sollte ist das Junkerhaus: Das zweistöckige Fachwerkhaus wurde vom gelernten Tischler Karls Junker gebaut. Über zwanzig Jahre – bis 1891 – hat er daran gearbeitet. Mit der detailversessenen Ausgestaltung war er bis zu seinem Tode im Jahr 1912 beschäftigt. Und so etwas gibt es wirklich nirgendwo sonst. Das ganze Haus ist innen mit dunklem Holz verkleidet und mit einer unglaublichen Vielfalt an Ornamenten und Fabelwesen verziert. Ein bisschen unheimlich, aber absolut außergewöhnlich.

Weitere Informationen:
www.lemgo.net
www.junkerhaus.de
www1.wdr.de/kultur/kunst/west-art-meisterwerke/karljunkerjunkerhaus100.html


Niederrhein
Mühlen

Am Niederrhein ist es ziemlich flach – und so stechen die vielen Mühlen besonders ins Auge. Die meisten davon werden nicht mehr wirtschaftlich genutzt. Dafür manche aber als Wohnhaus. Oder auch als Ferienhaus – einfach mal im Internet danach suchen...

Bunkersiedlung Kevelaer
Eine der wirklich ungewöhnlichsten Arten zu wohnen ist die Bunkersiedlung in Kevelaer-Twisteden. Auf einer Fläche von 150 Hektar lagerten von 1951 bis 1975 erst die Briten Munition, dann von 1984 bis 1992 die Amerikaner. Das Lager bestand aus 325 überirdischen, dünenartig gewölbten Bunkern.
Seit 1994 werden die Bunker zu modernen Wohnungen umgebaut – und finden seither viel Anklang. Die Begeisterung der Besitzer ist bis heute ungebrochen, haben sie doch energieeffiziente Häuser, die übermäßige Hitze, Kälte und jeglichen Lärm draußen lassen.

Weitere Informationen:
https://www.kevelaer.de/de/unterkunfte/traberpark-den-heyberg

Sauerland
Ferien auf dem Bauernhof
Das Sauerland ist die beliebteste touristische Region in NRW, denn das "Land der tausend Berge" lockt mit viel abwechslungsreicher Natur, schmucken Kleinstädten und traditionellen Dörfern. Idyllisch und naturnah wohnen lässt es sich hier auch zeitweise auf zahlreichen Bauernhöfen, die Ferienwohnungen anbieten. Schon in den 60er Jahren erkannte man das Potential der Region und viele Hofbesitzer entschieden sich, ganz oder teilweise, auf den Tourismus zu setzen. Gerade für Kinder sind Ferien auf dem Bauernhof ein echtes Erlebnis. Und ist das Kind entspannt, sind es die Eltern auch – das war in den 60ern nicht anders als heute.

Weitere Informationen:
www.sauerland.com

Bergisches Land
„Lange Riege“ in Hagen
Bergisches Land, das bedeutet: satte Natur, Handwerk und Industrie. Zu verdanken ist diese Kombination dem Wasserreichtum der Region. Die Kraft des Wassers prägte besonders die industrielle Entwicklung um das Städtedreieck Remscheid, Solingen und Wuppertal. Von Wasserrädern betriebene Hammerwerke und Kotten machten aus dem Bergischen eine der ältesten Industrieregionen in Europa. Messer ‚Made in Solingen‘ gelten auch heute noch als Qualitätsware.
Ende des 17. Jahrhunderts werden Solinger Klingenschmiede zur Ausbildung nach Hagen geschickt. Im Stadtteil Eilpe errichtete man für sie extra Wohn-und Arbeitsstätten im typisch bergischen Fachwerkstil. Messer werden hier schon lange nicht mehr gewetzt, 1899 wurde die letzte Schmiede geschlossen. Danach drohte die Siedlung zu verfallen.
Zum Glück wurde sie aber rechtzeitig gerettet und saniert. Heute sind es Wohnhäuser, in denen man die Geschichte noch atmen kann. Die „Lange Riege“ gilt als die älteste Arbeitersiedlung Westfalens. Grund genug, sie auch in die Route der Industriekultur aufzunehmen.

Weitere Informationen:
www.route-industriekultur.ruhr/themenrouten/19-arbeitersiedlungen/siedlung-lange-riege.html

Siegen-Wittgenstein
Freudenberg
Das Städtchen Freudenberg ist unbedingt eine Reise wert. Denn hier ist einer der bedeutendsten historischen Stadtkerne seiner Art in ganz  Westfalen zu bewundern. Im Zentrum der Altstadt, auch ‚Alter Flecken‘ genannt, stehen rund 50 Fachwerkhäuser in Reih und Glied. Nach einem Großbrand im Jahr 1666 wurden sie wieder aufgebaut. Seit 350 Jahren ist der Stadtkern Freudenbergs jetzt unverändert. Das ist so pittoresk, dass der ‚Alte Flecken‘ sogar in den NRW-Kulturatlas als "Baudenkmal von internationaler Bedeutung" aufgenommen wurde.

Weitere Informationen:
http://freudenberg-wirkt.de

Eifel
Vennhöfe
Eifel – das bedeutet Natur satt. Doch das Leben hier war und ist wetterbedingt nicht immer einfach: Die Winter sind hier härter als anderswo im Land und auch die Westwinde sind eine Herausforderung. Man musste also lernen, mit der Natur zu leben. Und passte so auch die Bauweise der Häuser und Bauernhöfe an die Bedingungen an. Riesige Buchenhecken schützen die Häuser zum Beispiel vor den rauen Eifelwinden. Praktisch und sieht auch noch schön aus.

Auch die Architektur der Vennhöfe, wie die Bauernhöfe in der Region um Monschau genannt werden, berücksichtigt die Eifler Wetterverhältnisse: Auf der Windseite fast bis zum Boden reichende Reetdächer bieten einen praktischen Schutz vor Wind und Wetter.

Vielen der alten Höfe droht allerdings der Verfall. Einige aber wurden mit viel Liebe restauriert und dienen heute wieder als Wohn- oder auch Ferienhaus.

Münsterland
Pferdesiedlung
Das Münsterland ist eine echte Pferderegion – nicht nur wegen der berühmten Wildpferde in Dülmen. Rund 1.000 Pferdehöfe gibt es hier, und sogar eine Pferdesiedlung. Am Stadtrand von Münster leben Pferdeliebhaber direkt mit ihren Rössern zusammen. Die Siedlung trägt passenderweise den Namen: "Zur Rossheide". Wo andere ihre Garage haben, steht auf diesen Grundstücken die Pferdebox. Für alle, die Pferde lieben, der Himmel auf Erden.

Ruhrgebiet
Zechensiedlung Teutoburgia in Herne
Ruhrgebiet – das bedeutet Bergbau und  Zechen. Die Arbeiter wohnten in Zechensiedlungen. 1909 wurden in Herne die ersten Häuser für eine Arbeitersiedlung gebaut. Die Siedlung entstand auf Initiative der Gewerkschaft gemeinsam mit der Zeche Teutoburgia. Vorbild der Kolonie war das englische Gartenstadtkonzept - mit Mehrfamilienhäusern, großen Freiflächen, Grünanlagen und Gärten. Ein Gegenentwurf zu Mietskasernen und Elendsquartieren – das war revolutionär zu der Zeit!

Die Zeche schloss bereits 1925, doch die Siedlung gibt es immer noch. Renoviert und unter Denkmalschutz gestellt, gehört Teutoburgia zu der städtebauhistorisch wichtigsten Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet und ist ein beliebtes Wohnviertel.

Weitere Informationen:
www1.wdr.de/kultur/kunst/west-art-meisterwerke/siedlungteuroburgia102.html
www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/id/Teutoburgia-Siedlung
www.ruhrgebiet-industriekultur.de/teutoburgia-herne.html

Margarethenhöhe in Essen
Auch die Margarethen-Höhe in Essen ist ein Paradebeispiel einer Arbeitersiedlung. Auch hier das Prinzip: Weg von miefigen Arbeiterkolonien, hin zu lichtdurchfluteten Reihenhäusern. Diese waren für die Angestellten von Krupp und Beamte der Stadt gedacht. Der Standard der 935 Häuser war für die Zeit ungewöhnlich: jede Wohnung hatte eine eigene Toilette, eine Badewanne und Heizung. Zu verdanken war dies Margarethe Krupp. 1906 gründete sie eine "Stiftung für Wohnungsfürsorge", stiftete eine Million Reichsmark und ließ diese außergewöhnliche Gartenstadt für "minderbemittelte Klassen" errichten. 1911 zogen dann die ersten Mieter ein.
Heute wandern neben den Bewohnern der Margaretenhöhe vor allem Touristen durch die denkmalgeschützte Siedlung. Eine vom Essener Ruhrlandmuseum eingerichtete Musterwohnung vergegenwärtigt dem Besucher die ursprüngliche Gestaltung der Wohneinheiten - eine kleine Zeitreise in 100 Jahre Wohn- und Lebenskultur also.

Weitere Informationen:
www.essen-margarethenhoehe.de
www.ruhrmuseum.de/aussenstellen/margarethenhoehe
www1.wdr.de/stichtag/stichtag-margarethe-krupp-stiftung-siedlung-100.html

Stand: 22.06.2017, 15:27 Uhr