Zuflucht für Papageien

Zuflucht für Papageien

Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Ludwig Buzan mit seinem Verein „Papageienheimat“ für die Exoten ein. Mittlerweile leben in seinem Haus in Erftstadt 60 Papageien. Es sind Notfälle aus ganz Deutschland. Die meisten von ihnen wurden abgegeben, weil die Besitzer die Vögel nicht mehr versorgen konnten oder verstarben. Fast alle Tiere lebten über Jahrzehnte in viel zu kleinen Käfigen und in Einzelhaltung. Beides ist mittlerweile verboten.

Wenn die Papageien gesund sind, vermittelt Ludwig Buzan die Vögel an ausgesuchte Stellen. Eine Vermittlung erfolgt nur an Bewerber, die bereits Erfahrung in der Papageienhaltung besitzen und dem Tier eine Haltung ermöglichen, die weit über den empfohlenen Mindestanforderungen des zuständigen BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) liegen. Grundsätzlich werden die Papageien nur per Verwahrungsvertrag an zukünftige Halter abgegeben. Damit soll die Weitergabe der Tiere ohne vorherige Zustimmung durch den Verein vermieden werden.

Autor: Jörg E. Mayer

Stand: 02.02.2018, 10:00

Kommentare zum Thema

11 Kommentare

Neuester Kommentar von "MAYER", 06.02.2018, 14:06 Uhr:

Warum verbietet eigentlich niemand die Hundehaltung? Wieviele Hunde fristen ein Leben unter unsäglichen Bedingungen?...Von der Katzenhaltung ganz zu schweigen..Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

Kommentar von "Herwart Hamacher" , 05.02.2018, 17:39 Uhr:

Zu der Frage ob Papageien in privater Haltung verboten werden sollen. Ein unbedingtes ja !!! Es ist egal wie man sich darum kümmert und hält einfach nur Tierquälerei. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist. Es wird ein so süßer Vogel gekauft ohne darüber nachzudenken, dass er für die Enkel ist. Ausser er wird wen man es leid ist " entsorgt" ( Tierheim oder ähnliches ). Ich bin mit meiner Gelbstirnamazone aufgewachsen. Inzwischen 50 Jahre lebe ich mit einem hochintelligenten Tier zusammen. Jeder Lebenslängliche kommt nach 20 Jahren frei !

Kommentar von "Familie Becker" , 05.02.2018, 10:16 Uhr:

wir haben zwei Graue die nur zum schlafen im Käfig sind ( 180x160x60cm),Tagsüber frei in der Wohnung sich aufhalten können,sind aber der Meinung dass Papageien ,egal welche,nichts in der Wohnung verloren haben,wir haben es leider zu spät bemerkt.

Kommentar von "Rosmarie Frank" , 05.02.2018, 09:26 Uhr:

Sehr geehrte Damen und Herren, durch Ihren Beitrag haben Sie mir aus der Seele gesprochen, denn diese wunderbaren Geschöpfe werden wie Sie schon bemerkten in kleinen oder größeren Käfigen gehalten. Durch diese Käfighaltung verlernen die Vögel das fliegen und sitzen nur auf der Stange herum. Leider mußten auch wir so einen armen Vogel aufnehmen, der nicht mehr fliegen kann. Dieses Tier (eine Blaustirnamazone) trauert seinem verstorbenen Besitzer nach und kann die seine Welt nicht mehr verstehen. Gern würden wir den Vogel, wie sich herausstellte ist es eine Henne, abgeben, weil wir der Meinung sind, das die Haltung nicht artgerecht ist. Er kann zwar aus dem Käfig raus und klettert gern auf seinem Zuhause herum, kennt aber keine Artgenossen und sieht uns Menschen als seines Gleichen an, was uns traurig stimmt. Deshalb unser Appel: es dürften unserer Meinung nach keine Vögel dieser Rassen gezüchtet und dann für teures Geld verkauft werden. Mit freundlichen Grüßen Fam. Frank

Kommentar von "Horst Wiechmann" , 04.02.2018, 20:13 Uhr:

Hallo, neben Wellen- u. Nymphensittichen war auch eine Kongograupapagei in unserer Familie. Die Nymphensittiche sind 25 Jahre alt geworden und Coco (war 55 Jahre bei uns, Hahn) starb kurz vor unserem Vater. Seit 2000 habe ich ein Graupapageiweibchen und einen ZIegensittich jeder in einer eigenen großen Volliere. Beide bewegen sich tagsüber und abends in meinem Beisein frei in der Wohnung. Die Vögel habe ich von einem deutschen Züchter (die Vögel werden in Deutschland gezüchtet und aufgezogen. Nicht wie in Bochum mit Eiern aus den Ursprungsländern. Sie sind beringt, bei der Behörde erfaßt und werden alle 6 Wochen dem Tierarzt vorgestellt. In Europa sollte ein Papageienkauf nur möglich sein, wenn die Tiere hier in nachhaltiger Zucht geboren sind und nicht durch Eierraub in bpsw. in D aufgezogen werden.

Kommentar von "Margot Joos-Landreau" , 04.02.2018, 19:47 Uhr:

Hallo, Ihr lieben Tierkümmerer, ich bin absolut dafür, dass die Papageienhaltung unbedingt verboten werden sollte! So wie Papageien dahin vegetieren, nämlich meistens in Einzelhaft und viel zu kleinen Käfigen, dazu mehr oder weniger ohne wirkliche warmherzige Zuwendung, ist ein Verbot dringend notwendig. Ich hoffe sehr, dass Ihre Umfrage erfolgreich ist und diese tierfeindlichen Zustände beendet! Vielen Dank auch an Ludwig Buzan und an alle Tierheim-Menschen für ihre unermüdlichen Bemühungen, armen Tieren ein erträgliches Leben zu ermöglichen. Mit ganz freundlichen Grüssen Margot Joos-Landreau

Kommentar von "Martina Eichner" , 04.02.2018, 19:34 Uhr:

Wir sind der Meinuung, dass man grundsätzlich verbieten sollte Papageien zu halten. Es zerreisst uns das Herz überhaupt Vögel in Käfigen zu sehn. Bitte lasst sie in Ruhe und in Freiheit.

Kommentar von "Anonym" , 04.02.2018, 19:15 Uhr:

Papageien in privaten Haushalten gehören verboten; wenn sich das doch bitte endlich zum Wohle der Tiere ändern würde, ändern muss!!!!

Kommentar von "Gabriele Straßer " , 04.02.2018, 19:14 Uhr:

Folgende Frage wurde gestellt; sollten Papageien als Haustiere gehalten werden? Meine Antwort : NEIN! Ich bin grundsätzlich gegen die Käfighaltung von Vögeln und genieße es sehr, diese in der freien Natur zu beobachten. Dabei spreche ich von unseren heimischen Vögeln. Papageien sind nicht nur teilweise sehr große sondern auch exotische Tiere. Eine artgerechte Haltung ist in einem Privathaushalt meines Erachtens grundsätzlich nicht möglich. Deshalb ist es sinnvoll, darauf zu verzichten.

Kommentar von "Karin" , 04.02.2018, 19:10 Uhr:

Wie wäre es mit einem Papageienführerschein?! Dabei würden die Leute auch die Lautstärke dieser Tiere erleben.......

Kommentar von "Conny Barwich" , 04.02.2018, 19:06 Uhr:

Kein Vogel gehört in einen Käfig Generell müsste der Verkauf von Tieren in Käfighaltung vom Gesetzgeber verboten werden. Dreissig Jahre eingesperrt....mir blutet das Herz