Wofür kämpfen Tierrechtler?

Wofür kämpfen Tierrechtler?

Tierschutz allein geht Tierrechtlern nicht weit genug. Erst vor 17 Jahren, im Mai 2002, wurde der Tierschutz ins Grundgesetz aufgenommen, mit dem Ziel, künftig das Leben und Wohlbefinden des Tieres zu schützen. Es heißt: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Starke Worte, die für Tierrechtler aber leere Hülsen sind.

Vor allem die Tierschutzgesetze und Verordnungen zur Haltung von sogenannten Nutztieren sind für die Tierrechtler Augenwischerei. Denn ihrer Meinung nach stehen Tiernutzung und Tierschutz im Widerspruch: In der Massentierhaltung leben die Tiere in viel zu kleinen Boxen, Ferkel werden ohne Narkose kastriert, Küken geschreddert, Pelztiere für die Modeindustrie getötet und mehr. Die Tierrechtler setzen sich für eine vegane Gesellschaft ein, in der alle Tiere das Recht auf ein freies Leben haben. Tierische Produkte wären ebenso verboten wie das Töten von Tieren. Auch jede andere Form von Ausbeutung zum Beispiel durch Zoo, Zirkus oder im Sport gäbe es nicht mehr.

Autor: Jörg E. Mayer

Stand: 22.03.2019, 12:24

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 Elisabeth SILHA 28.03.2019, 00:44 Uhr

    Es währe schon ein gutes Gefühl wenn die Tiere schonend und ohne Schmerzen geschlachtet würden, wenn man schon nicht aufs Fleisch verzichten möchte. Für unser ego müßen Nutztiere jeglicher Art nicht auch noch leiden.

  • 13 Thomas Buchmacher 27.03.2019, 18:07 Uhr

    Der Tierschutz steht als Staatsziel im Grundgesetz und nicht als unmittelbar einklagbares Grundrecht. Mir persönlich ist diese Unterscheidung wichtig, da ich Menschen und Tiere nicht als absolut gleichwertig erachten kann. Mehr Tierschutz in Deutschland ist aber nötig. Bedenklich ist für mich der Anspruch einiger Tierschützer, die Nutzung tierischer Produkte verbieten zu wollen. Jeder soll und darf sich ernähren und tierische Produkte nutzen, wie er es für richtig erachtet. Aber das darf in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht in Frage gestellt werden, sondern muss selbstverständlich sein. Ein jeder mag versuchen, die Gegenseite durch Argumente zu überzeugen. Leider habe ich in persönlichen Gesprächen öfters erleben müssen, dass einzelne Veganer mit Argumenten nicht zu überzeugen wussten und meinen Standpunkt nicht zu akzeptieren bereit waren. Respekt für ihre Lebensweise schulde ich Veganern, darf ihn aber umgekehrt auch erwarten.

  • 12 Benjamin P. 27.03.2019, 02:01 Uhr

    Vielen Dank für den Beitrag! Ich lebe schon ein Jahr vegen und mir fällt kein Grund ein warum man tierische Produkte essen sollte. Ich fühle mich so viel besser dadurch! Und es tut gut, nicht mehr an dem ganzen Tierleid teil zu haben! Die Menschen sollten die Liebe, die sie ihren Haustieren geben, allen Tieren geben, und dazu gehört es eben sie nicht mehr zu essen. Nur dann ist man auch im Herzen Tierlieb. Das schlimmste ist es Tiere in Haustiere und Nutztiere einzuteilen. Es gibt nur Tiere! Genauso wie es auch nur Menschen gibt.

  • 11 W.Bürger 26.03.2019, 12:06 Uhr

    Es wäre schon viel geholfen, wenn die Menschen weniger Fleisch und Wurst essen und dafür aber auch etwas mehr ausgeben würden. Ein Kilo Fleisch für 1.99 € kann nur aus der Massentierhaltung mit allem damit verbundenen Tierleid kommen! Pelzkragen und -mützenbommel sind so überflüssig wie nur was - und aufgrund der grausamen Zustände in asiatischen Pelzfarmen oft sogar so viel billiger als Kunstpelz, dass sie als Fake Fur gekennzeichnet werden obwohl sie Echtpelz sind. Statt Milchprodukten gibt es zunehmend leckere und gesunde Alternativen. Warum probiert man die nicht einfach mal aus und sucht sich Milch, Joghurt und Käse der ohne Tierleid hergestellt wurde, aber trotzdem schmeckt? Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes - all die klassischen Zivilisationskrankheiten würden bei vermindertem Konsum tierischer Produkte ebenso zurückgehen, wie ein Teil der Antibiotikaresistenzen . Es gibt so viele Argumente für Verbraucherverhalten zu Gunsten der Tiere. Man muss halt nur machen !!!

    Antworten (1)
    • Gisela 28.03.2019, 11:52 Uhr

      nein! weniger morden ist für das Tier, welches dran glauben muß, keine Option. Diesem einzelnen Tier bedeutet sein Leben alles und es hat auch nichts anderes. Es hat genauso das Recht auf Leben und seelische und körperliche Unversehrt-heit wie Du, oder hast Du das nicht? Ich lebe seit 20 J. vegan, also wieder natürlich, wie es für den Menschen von Anbeginn der Menschheit bestimmt war und habe das beste Blutbild in allen Arztpraxen, bin 60 J. super fit, sportlich, nie platt, immer aktiv und 20 J. keine Infekte, leiste viel, sehr konzentriert und nehme keine Zusatzstoffe. Der beste Beweis, was der menschl. Organismus wirklich braucht. Kochen geht ganz normal + einfach, aber alles in Bio - natürlich - sonst ist es ja Chemie und nur zum Entsorgen am Schadstoffmobil. Dafür gebe ich kein Geld aus. Nehme auch keine Medikamente v. d. Pharma, nur vom Heilpraktiker. Back to the roots, dann ist alles im Lot. Menschen, Tiere + Planzen ohne Eingriff des Menschen i. d. Natur (Jäger/Baumfäller).

  • 10 Antonietta 25.03.2019, 17:44 Uhr

    Eine vegane Ernährung ist deutlich umweltfreundlicher als die übliche, fleisch- und käsebetonte Durchschnittskost: Sie verbraucht weniger Energie, Rohstoffe und Wasser, belegt weniger Landfläche und erzeugt deutlich weniger Klimagase. Aus ethischer Sicht ist die vegane Ernährung die konsequenteste Art, verantwortlich mit unserer Mitwelt umzugehen und so wenigen Mitlebewesen wie möglich durch unsere Lebensmittelauswahl zu schaden.

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    • Gisela 28.03.2019, 12:03 Uhr

      Es darf überhaupt niemandem (= Tier) geschadet werden. LOREAL macht jetzt täglich im Radio Werbung für sich, dass sie seit 1989 keine Tierversuche machen würden, weil es für sie keine Option wäre. Da kriegt man ja die Schreikrämpfe. Sie unterhalten seit fast 100 J. das größte Tierfolterlabor der Welt. Vermutlich machen sie jetzt etwas geringere Gewinne, weil die Verbraucher weniger werden und sich guten Herstellern zugewandt haben. Jetzt lügen sie uns die Taschen voll, um wieder Einbrüche bei den humanen Produzenten zu erreichen und die Käufer wieder anzulocken. Ne, einmal schlecht, immer schlecht und genug am Leid verdient. Ebenso bei den zweischneidigen Fleisch-u. Wurstherstellern. Wollen nur die Lobby und Macht + Profit behalten. Nix da. Wir unterstützen nur noch die von Grund auf Guten.

  • 9 Nina J. 25.03.2019, 11:23 Uhr

    Liebes WDR-Team, vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Es müsste viel mehr solcher Berichte geben. Aufklärung ist das A und O, um diese Grausamkeiten zu beenden. Ich hoffe das noch mehr solcher Beiträge folgen, vor allem auch jetzt, bezüglich der Europawahl wär es wichtig. Damit gebt ihr Tieren eine Stimme. Weitermachen! :) Liebe Grüße

  • 8 Claudia 24.03.2019, 23:17 Uhr

    Wir müssen wieder mehr die Tiere respektieren und uns im Klaren sein, das Tiere geanauso fühlen wie wir Menschen. Ich denke wir müssen da wieder Schritt für Schritt den Menschen das klar machen, jedoch erreicht man dies nicht durch ganz radikale Aussagen, Der Missstand ist im Moment so extrem, sodass wir versuchen müssen Schritt für Schritt die Menschen dazuzubringen, das es so nicht weitergehen kann. Wir müssen es erreichen, das Sie auch zuhören und dies auch begreifen.

  • 7 Anita 24.03.2019, 19:48 Uhr

    Dass die Würde eines Tieres ebenso unantstbar sein muss ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich stehe Tieren aufgeschlossen gegenüber, wie ich es grundsätzlich auch bei Menschen tue. Das hat sehr viel mit der Fähigkeit tolerant zusein zu tun. Kann ich den Anderen, das andere Lebewesen so akzeptieren wie es ist? Wenn man Tieren gegenüber respektvoll umgehen will ist es konsequent, ohne, dass man darüber nachdenken muss, dass man vegan lebt, keinen Pelz trägt, usw.Was Tieren bei der Schlachtung, beim Transport dorthin, oder in Laboren angetan wird ist eine Schande für die Menschheit. Die Tierversuche sind entwürdigend und qualvoll, und sie sind unnötig, weil es alternative Forschungsmethoden gibt. Sie sind schädlich, weil die Gelder die in die Tierforschungslabore fließen besser und sinnvoller in Alternativforschungsförderung eingesetzt würden, denn eine Maus ist kein Mensch. Es gibt keinen vernünftigen Grund Tiere zu quälen. Aber sie werden gequält. Jedes einzelne Tier.

  • 6 Thomas 24.03.2019, 19:20 Uhr

    Super Beitrag über die schlimme Nutztierhaltung. Ich würde mir mehr solcher Beiträge wünschen, um auf das Elend dieser Tiere aufmerksam zu machen. Wir alle sollten etwas gegen diese unwürdige Massentierhaltung tun, indem wir zum Beispiel unseren Fleischkonsum überdenken.

  • 5 Anja Bredereck 24.03.2019, 19:16 Uhr

    Wer sich selbst nicht für das Wohl der Tiere und andere Hintergründe von Konsumverhalten interessiert, dem geht es wahrscheinlich auch aus den Augen und aus dem Sinn. Und dann sind die Demonstration ganz sinnvoll. Man wird doch als Konsument darauf hin gewiesen was das eigene Konsumsverhalten auslösen kann. Aber es gibt natürlich auch immer Menschen die abschreckende Bilder nicht mehr abschreckend finden und sonst auch nicht am Leid der Anderen interessiert sind. Da kann man dann außer intensiver Selbsterfahrung leider nichts machen ohne sich selbst strafbar zu machen. Das betrifft nicht nur den Tierschutz sondern auch die Müllproduktion (Umweltschutz) und das Sozialverhalten im öffentlichen Raum.

  • 4 Martin 24.03.2019, 18:32 Uhr

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