Jessy – wurde angezündet

Jessy - Tierschutzverein Franziskushof Tiere suchen ein Zuhause 21.06.2020 UT Verfügbar bis 21.06.2021 WDR

Jessy – wurde angezündet

Geschlecht: weiblich, kastriert

Alter: 12 Jahre

Rasse: Kangal-Mischling

Höhe und Farbe: circa 62 Zentimeter, beige mit dunkler Maske

Gesundheit: Jessy hat eine Schilddrüsenunterfunktion. Sie bekommt Medikamente und kommt damit sehr gut klar.

Vorgeschichte: Jessy kam vor acht Jahren in einem schlimmen Zustand im Franziskushof in Kalletal an. Sie war angezündet worden und komplett kahl und verletzt. Auch ein paar Rest-Haare am Hinterlauf waren angekokelt. Um ihre Wunden zu behandeln, musste sie alle zwei Tage sediert werden.

Verträglichkeit: Jessy mag andere Hunde, Kinder und andere Tiere sollten nicht im neuen Zuhause leben.

Charakter: Jessy ist eine sehr liebevolle Hündin, die aber jegliches Vertrauen in die Menschen verloren hat. Trotz ihrer Ängstlichkeit zeigt sie sich aber neugierig. Sie beobachtet alles in einem für sie sicheren Abstand. Wenn sie genug Platz hat, flüchtet sie aus stressigen Situationen, geht in der Regel aber nicht nach vorne. Andere Hunde liebt sie und schaut sich viel von ihnen ab.

Beiger Hund mit dunkler Maske

Im Alltag: Als Jessy im Franziskushof ankam, ließ sie sich nicht anfassen. An eine Annäherung war nicht zu denken. Im Laufe der vergangenen acht Jahre ist sie zumindest so weit, dass sie manchmal vertrauten Menschen ein Leckerchen aus der Hand nimmt. Streicheln ist bis jetzt aber nicht möglich. Für Tierarztbesuche muss sie sediert werden. In Narkose legen ihr die Tierschützer ein Hunde-Geschirr an, was sie sonst nicht zulässt. Hat sie das Geschirr erst einmal um, kann man sie auch an die Leine nehmen und mit ihr Spaziergänge machen – vorausgesetzt, der Hundekumpel kommt mit. Und Spaziergänge liebt sie heiß und innig. Allerdings zieht sie sich das Geschirr ab und zu wieder aus. Dann muss bis zur nächsten Tierarzt-Untersuchung gewartet werden, damit man es ihr wieder anziehen kann.

Wunschzuhause: Jessy muss als Zweithund vermittelt werden, denn menschliche Nähe kann sie bis jetzt nicht zulassen. Die neuen Besitzer sollten ein Haus mit eingezäuntem Garten haben, damit Jessy draußen bleiben kann, wenn ihr danach ist. Ihre Menschen sollten sich trotzdem mit ihr beschäftigen, müssen sie aber so akzeptieren, wie sie ist.

Stand: 17.06.2020, 10:00