Tierschutz in Spanien – Wie Tierwork Leben rettet

Tierschutz in Spanien – Wie Tierwork Leben rettet

TV-Moderatorin Alida Gundlach engagiert sich seit vielen Jahren mit viel Energie für Tiere in Not. Ob herrenlos oder misshandelt, ob in Deutschland, Rumänien, Ungarn oder Spanien – sie kann und will nicht wegschauen. Es geht ihr um jedes Einzelschicksal, aber immer auch um nachhaltig bessere Lebensbedingungen für Tiere. Deshalb arbeitet ihr Verein tierwork e.V. mit Tierschützern und Behörden vor Ort zusammen.

Pionierprojekt „Refugio“ in Spanien

Alida Gundlach entdeckte das Tierheim des Kreises Segrià in Nordspanien vor knapp zwei Jahren und beschloss sofort, sich hier zu engagieren. Zwar wurden die Hunde nicht mehr wie früher nach kurzer Zeit getötet. Das ist seit 2008 in Katalonien verboten. Aber die Tiere vegetierten alleine in Zwingern vor sich hin, fast ohne Chance auf Vermittlung. In kurzer Zeit baute tierwork e.V. im Refugio große Gruppengehege und Ausläufe sowie einen Klinikraum, in dem die Hunde vor Ort behandelt und kastriert werden können. Auch kümmert sich der Verein um die Vermittlung der Hunde vorzugsweise vor Ort. Dabei helfen Aufklärungskampagnen, die von den Behörden begrüßt und unterstützt werden.

Katzen haben kaum eine Lobby

Dies gilt allerdings bisher kaum für die vielen herrenlosen Katzen in der Stadt Lleida. Lediglich der kleine Verein "Progat Lleida" kümmert sich um die Streuner, fängt und kastriert sie und versucht, neue Besitzer zu finden, was in Spanien schwer ist. Öffentliche Gelder bekommt der Verein keine und könnte ohne die Unterstützung von tierwork e.V. kaum Katzen in Not retten.

Eine besondere Herausforderung: Angsthunde

Ein verängstigter Hund

Viele Hunde im Refugio sind traumatisiert und extrem ängstlich, weil sie misshandelt oder schlecht sozialisiert wurden und nichts kennen. Angsthunde zu therapieren ist eine besonders große Herausforderung für die Tierschützer. Bevor an Vermittlung zu denken ist, arbeiten ehrenamtliche Tierschützer und Tiertrainer mit den Hunden und versuchen die Hunde behutsam an Menschen zu gewöhnen und ihre Ängste abzubauen. Dies erfordert extrem viel Geduld und dauert oft Monate, und selbst wenn es gelingt, sind diese Hunde in Spanien bisher kaum vermittelbar. Deshalb sucht tierwork e.V. immer wieder hundeerfahrene Abnehmer in Deutschland.

Autorin: Christiane von Schwind

Stand: 24.11.2017, 11:00

Kommentare zum Thema

12 Kommentare

  • 12 Antonietta 29.11.2017, 13:38 Uhr

    nur aus dem Tierschutz bzw. Tierheimen -> (der Link wurde entfernt, da die Angabe von Links hier nicht gestattet ist. Der Admin) Das Tierheim-Verzeichnis für Hunde, Katzen und Kleintiere. Suchen Sie nach Tierheimen in ganz Deutschland und erhalten Sie viele weitere Infos für die Anschaffung eines Tieres.

  • 11 Foster 29.11.2017, 12:59 Uhr

    Ich bin auf jeden Fall für die Vermittlung von Auslandshunden nach Deutschland. Vergleichsweise leben die Hunde im Ausland in einer 1 Sterne Unterkunft, sofern sie der Tötung entrinnen konnten und bekommen hier die 5 Sterne, wenn alles gut klappt und verantwortungsvoll vermittelt wurde. Gleichermaßen müssen Kastrationsprojekte im Ausland durchgeführt werden, damit diese Flut von ungewollten Hunden und auch Katzen irgendwann mal aufhört. Es ist Keinem geholfen, wenn wir nur importieren. Wir selbst haben 5 eigene Hunde. 4 von ihnen stammen aus dem Ausland. Alle unsere Hunde sind toll und haben sich schnell eingewöhnt. Ich werde weiterhin Hunde aus dem Ausland aufnehmen. Ich denke auch Angsthunde sollten ihre Chance auf ein besseres Zuhause bekommen. Allerdings muss da der perfekte Adoptant gefunden werden. Also eine Vermittlung mit Augenmaß! Sicherlich gibt es auch tolle Hunde hier im eigenen Land, die wir nicht vergessen wollen. Optimal für Leute, die keine Überraschungspakete lieben!

  • 10 Angelika 28.11.2017, 07:26 Uhr

    Wieso sollte Hilfe an der Grenze aufhören.Wer die Augen vor dem Leid der Tiere verschließt ganz egal ob hier oder außerhalb unserer Grenzen ist für mich kein Mensch. Jeder nicht gefühlose Mensch hilft da wo Hilfe nötig ist. @ Hundeliebhaberin-mich nerven Jogger die wir viel zu viele haben und die absolut rücksichtslos hautnah und auch im dunkeln selbst auf unwegsamen Trampelpfaden an einem vorbei oder auf einen zu rennen. Ist Ihnen klar das Sie unsere Umwelt damit belasten?Sie verbrauchen mit dem egoistischen sinnlosen Herumgehopse zuviel Sauerstoff, den Sie anderen Menschen weg nehmen. Im übrigen wenn wir endlich mal Menschen die sich hier widerrechtlich aufhalten zurückführen würden hätten wir keine Probleme mit der Unterbringung derer denen unsere Hilfe zusteht.

  • 9 Villaverde 27.11.2017, 21:04 Uhr

    Ich müsste da aber auch noch ein Kommentar zu Hundeliebhaberin los werden. Ich bin sehr froh das es Eure Sendung gibt, ich schaue sie jeden Sonntag und diese Sendung ist auch sehr lehrreisch. Was Hundeliebhaberin schreibt, ist ja wohl das aller letzte. Liebes TSEZ Team , liebe Simone lasst Euch bitte nicht unter kriegen von solchen Kommentaren. Tiere sind auch nur Menschen, ob sie behindert, oder krank aus dem Ausland kommen. Genau deshalb brauchen Sie unsere Hilfe. Mit Hundeliebhaberin, hat das aber jetzt gar nichts mehr zu tun.

  • 8 Villaverde 27.11.2017, 20:48 Uhr

    Hallo TSEZ Ich Team, ich fande Euren Beirtag klasse. Diese Tiere und die Vereine brauchen unsere Hilfe. Ich bin selbst Mitglied bei der Alba Madrid und habe auch von dort zwei Hunde. Sie sind einem jeden Tag dankbar. Sie waren auch sehr verängstig und scheu, die Alba hatte schon gut mit Ihnen gearbeitet, aber ich musste noch was aufholen. Ich habe es geschafft und es macht so spass und freude mit ihnen zu arbeiten. Und man kann so viel aus ihnen rausholen. Ohne unsere Hilfe, diese Tiere keine Chance.

  • 7 WDR.de 26.11.2017, 19:55 Uhr

    Sehr geehrter Herr und Frau Kämper, wenden Sie sich bitte direkt an den Verein, den Sie unterstützen möchten. Die Internetadressen mit den Kontaktdaten finden Sie auf unserer Seite unter https://www1.wdr.de/fernsehen/tiere-suchen-ein-zuhause/tierschutz-spanien-100.html Mit freundlichen Grüßen, Ihre TseZ-Redaktion

  • 6 Renate Noppel 27.11.2017, 09:42 Uhr

    Tierschutz hört nicht an den Grenzen auf! Wo Tiere unsere Hilfe brauchen müssen wir uns einsetzen und helfen. Tiere haben keine Lobby und sind der Willkür des Menschen ausgesetzt. Im Auslandstierschutz gibt es auch die einfachen Familienhunde. Die Hundezucht ist bei uns ein lukratives Geschäft, oftmals sehr fragwürdig was die Gesundheit der Hunde anbelangt, von den Verbänden abgesegnet und die Leute kaufen die vermeintlich gesunden Hunde für teures Geld, mit natürlich Folgekosten. Dann die Hundesteuer, die Gelder die die Kommunen einnehmen, für was werden die verwendet?? Tierheime brauchen Spenden und Freiwillige? Es gibt viele Rentner die sich Ihren Hund fast nicht mehr leisten können, gerade die Leute die Zeit haben und den Hund brauchen um nicht zu vereinsamen. Wenn ich mich mit dem Tierschutz allgemein beschäftige, werde ich mir als zivilisierter Mensch immer mehr darüber klar, dass ich Grausamkeiten gegenüber Tieren nicht tolerieren will egal bei welchen Tieren und e ...

  • 5 Carsten Kämper 26.11.2017, 19:55 Uhr

    Meine Frau und ich wollen sie finanziel unterstützen, wegen Tiere in Not. Bitte nennen sie uns ihre Bankdaten. Wir haben sie gerade in der Sendung: Tiere suchen ein Zuhause gesehen. Wir sind sehr gerührt. Wir selbst haben bzw. hatten 2 Katzen. Vielen Dank Carsten und Jutta Kämper

  • 4 Hundeliebhaberin 26.11.2017, 19:13 Uhr

    Hören Sie endlich auf, Tiere - besonders Hunde - aus dem Ausland nach D zu karren. Wir sind inzwischen überfüllt mit Hunden. Es gibt keinen Weg mehr, ohne freilaufende Hunde. Beim Joggen ist das besonders unangenehm. Würde es diese Sendung nicht geben, würde es kaum Hunde aus dem Ausland geben. Für die Tierheime ein sehr lukratives Geschäft. Heute habe ich mich von diesem Schwachsinn verabschiedet! Deutschland hat massive Probleme mit der Unterbringung von Menschen, da müssen nicht noch kranke und behinderte Hunde aus dem Ausland kommen!!!

  • 3 Anneliese u. Oliver Haungs 26.11.2017, 19:01 Uhr

    Hallo TSEZ-Team, wir haben seit 6 Wochen einen Notfall, unsere geliebte Mini-Golden Retriever Hündin Lilia aus Portugal adoptiert. Die früheren Besitzer wanderten aus berufl. Gründen nach Frankreich aus. Das Tier wurde zurückgelassen, wie eine Sache. Wir entschieden uns sofort zu helfen und bereuen es keine Sekunde. Sie ist einfach ein wahrgewordener Traum! Wir finden Tierschutz darf niemals an der Landesgrenze Halt machen! Entweder man schützt Tiere weltweit wo man kann oder eben leider nicht! Wir wollen unsere Kleine nicht mehr missen. Wir hätten aber auch einen Hund/Hündin aus einem dt. Tierheim genommen. Unsere erste Hündin Toby kam aus dem Tierheim in Haguenau/Elsass. Vielen Dank für Ihre tolle Sendung und ihre Initiativen! Mit freundlichen Grüßen Anneliese u. Oliver Haungs 76461Muggensturm / Baden

  • 2 Beate Vehlaber 26.11.2017, 18:59 Uhr

    Ich habe seid 2015 einen Angsthund aus Andalusien! Es war viel Liebe und Geduld nötig das wir jetzt eine herrliche Hündin haben die seid kurzem ohne Leine läuft. Wir sind froh das sie nach Deutschland kam und zu uns. Ansonsten glauben wir wäre keine Chance für sie gewesen. Es lohnt sich Tieren in Not ein zu Hause zu geben.