Die vergessenen Hunde in Süditalien

Die vergessenen Hunde in Süditalien

Eingesperrt in tristen Zwingern, oft nur notdürftig versorgt und ohne Chance jemals wieder rauszukommen, weil kaum jemand Hunde adoptiert. So erbärmlich ist das Leben der meisten Hunde in den Tierheimen Süditaliens. Die staatlichen Canile sind oft unterfinanziert und die Zustände entsprechend schlimm. Und den vielen privaten Canile geht es häufig nur ums Geld vom Staat und das Wohl der Hunde interessiert nicht.

Der tägliche Kampf der Tierschützer

Über 400 Hunde leben im Tierheim der Stadt Brindisi unter traurigen Bedingungen. Das Problem hier ist nicht Geldmacherei mit den Hunden, sondern mangelndes Interesse der zuständigen Behörden und die chronische Unterfinanzierung. Einziger Lichtblick: Tierschützerinnen des Vereins Lepa bemühen sich täglich, das Leid der Hunde etwas zu lindern. Doch sie können nicht allen Tieren ausreichend helfen, denn es sind einfach zu viele Hunde und es fehlt die Zeit, das Tierheim hat nur vormittags geöffnet, und oft auch das Geld.

Kostbare Momente im Auflauf – ohne die Tierschützerinnen kämen die Hunde nie raus aus ihren Zwingern

Kostbare Momente im Auslauf

Kommerzielle Canile – Elend verwalten statt präventiv vermeiden

1991 wurde das Töten herrenloser Hunde in Italien verboten. Und davon gibt es viele, weil zahlreiche Besitzer unerwünschten Nachwuchs einfach aussetzen, anstatt ihre Tiere kastrieren zu lassen. Schnell waren die staatlichen Tierheime überfüllt und es entstanden kommerzielle Canile. Sie bekommen ein bis fünf Euro pro Hund und Tag vom Staat – ein Millionengeschäft. Elend verwalten statt präventiv vermeiden – seit Jahren prangern Tierschützer die Zustände in den italienischen Canilen mitten in Europa an. Inzwischen gibt es aber auch einige Politiker, wie Paolo Bernini, die sich für Tiere in Not einsetzen.

Kontakt

Interessierte Zuschauer können sich – auch auf Deutsch – an Michela Bianco von LEPA Brindisi wenden: adoptadog-lepabr@libero.it

Straßenhunde werden gefangen, aber nicht mehr direkt getötet.

Straßenhunde werden gefangen, aber nicht mehr direkt getötet.

Autorin: Christiane von Schwind

Stand: 13.04.2018, 10:00

Kommentare zum Thema

13 Kommentare

Neuester Kommentar von "Gabriele", 18.04.2018, 09:24 Uhr:

Hallo an das Tiere suchen ein Zuhause Team - vielen Dank für die Recherche der richtigen E-Mail-Adresse. An alle, die dem Tierheim Brindisi helfen möchten: E-Mail-Adresse: adoptadog-lepabr@libero.it Michaela Bianco hat mir auch schon geantwortet: Die Bankverbindung ist: LEGA PROTEZIONE ANIMALI Iban IT43L0760115900000049415292 BIC/SWIFT BPPIITRRXXX Ich spreche besser Englisch Grüsse aus Brindisi, Michela

Kommentar von "Dorrit", 17.04.2018, 22:11 Uhr:

Wieso gibt es keine konkreten Kontaktdaten wie Ansprechpartner und Kontoverbindungen ???? Könnte die Autorin Christiane von Schwind da nicht weiterhelfen??

Kommentar von "Manuela Bongenberg", 16.04.2018, 17:21 Uhr:

Ich wuerde mich gerne mit den Tierschuetzern aus Sueditalien in Verbindung setzen. Es gibt bestimmt Menschen, die gerne helfen moechten.Sei es finanziell oder auch tatkraeftige Unterstuetzung vor Ort. Die Menschen,die vor Ort helfen bewundere ich. Hoffentlich halten sie noch lange durch. Eine genaue Mailadresse waere wuenschenswert.

Antwort von "WDR.de" , 17.04.2018, 20:33 Uhr:

Die korrekte E-Mail-Adresse lautet: adoptadog-lepabr@libero.it

Kommentar von "Gabriele", 16.04.2018, 14:28 Uhr:

ich finde die Idee von „Ochs“ bezgl Spendenaufruf an die Fernsehzuchauer bei solch armen Tierheimen wie in Brindisi genial. Die E-Mail-Adresse von Michaela Bianco ist nicht korrekt! Bitte recherchiert noch einmal und korrigiert die Angabe. Könnte mir vorstellen, dass mehrere mit Frau Bianco Kontakt aufnehmen und spenden möchten! Lieben Dank im Voraus!!!

Kommentar von "Sona Bauer", 16.04.2018, 13:16 Uhr:

Danke, daß ihr auf die Missstände in Italien in eurer Sendung hingewiesen habt. Italien ist ein im Tierschutz vergessenes Land. Je südlicher, desto schlimmer. In Sizilien haben sie vor ein paar Wochen in SCIACCA über 150 Hunde vergiftet ... Die Tierschützer vor Ort sind am Ende ihrer Kräfte! Bitte berichtet wieder

Kommentar von "Stefan2", 16.04.2018, 12:34 Uhr:

@Maren hier : MICHELA BIANCO Tel. 3476908302 micky.bianco@libero.it

Kommentar von "Stefan", 16.04.2018, 12:28 Uhr:

@Maren kann auch nicht mit 2@ in der Adresse. Hier muesste der WDR etwas genauer sein, bzw. vorgehen. Ausser der Facebookseite findet man sonst nicht viel über das Tierheim in Brindisi.

Kommentar von "Mein Kommentar zum Beitrag der Zustände in Italien", 16.04.2018, 12:12 Uhr:

Ich finde es gut das solche Beiträge gesendet werden, um möglichst vielen Menschen das unsägliche Leid der Tiere in Italien vor Augen zu führen. Außerdem sollte man auf Spendenkonten hinweisen, um helfen und unterstützen zu können. Was kann man noch tun? Es ist einfach furchtbar, das mit dem Leid der Tier noch Geschäfte gemacht werden. Unglaublich!! Ich hoffe das viele Menschen helfen und spenden, ich glaube das ist das mindeste was getan werden muss.

Kommentar von "Michael Meusel", 16.04.2018, 10:33 Uhr:

Guten Morgen liebes Tiere suchen ein Zuhause Team Ich bin auch der Meinung, dass ein Spendenkonto eine gute Sache ist. Die Menschen die sich liebevoll um die Tiere im Tierheim kümmern, benötigen bestimmt viel Unterstützung, um den Tieren auch weiterhin helfen zu können. Und eine ärztliche Versorgung ist genauso wichtig, wie Hygiene, Nahrung und Spielzeug. Auch der tolle Einsatz der Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen Tierfreunde und Tierfreundinnen ist in dem Filmbeitrag sehr schön dargestellt und deutlich geworden. Das nun endlich die Politik sich um diese Probleme kümmern will, finde ich persönlich sehr gut. Denn vor Ort sind neue Strukturen und Strategien für die Pflege der Tiere im Tierheim zunächst einmal besonders wichtig, wie ich finde. Ich finde auch unser System in den Tierheimen in Deutschland sehr gut, dass bestimmt auch in Italien schon ähnlich vorhanden ist. Es ist doch sehr schön ein Tier zu besuchen und es anschließend in ein Zuhause einzubinden.

Kommentar von "Susa", 15.04.2018, 21:54 Uhr:

Es ist positiv, daß ihr auch über solche Zustände im europäischen Ausland berichtet. Nur bleibt man als Zuschauer am Ende hilflos zurück. Zumindest die Nummer eines Spendenkontos wäre hier hilfreich, um wenigstens finanziell die Arbeit der Volontari unterstützen zu können.

Kommentar von "Hase", 15.04.2018, 21:19 Uhr:

Bitte ein Spendenkonto dazu hier einstellen!