Ein Tierschutzhund zieht ein

Ein Tierschutzhund zieht ein

Ein Hund aus dem Tierschutz zieht ein? Das ist toll! Und eine Herausforderung. Hundetrainerin Perdita Lübbe hat sechs Tipps für einen guten gemeinsamen Start.

Grafik zeigt einen Hund am Fressnapf mit Uhr im Hintergrund

Einen geregelten Tagesablauf schaffen: Hunde mögen Struktur. Sie gibt ihnen Sicherheit und sie wissen, woran sie sind. Der Neuankömmling kann sich oft besser einleben, wenn er gleich einen geregelten Tagesablauf im neuen Zuhause vorfindet. Am Anfang sogar gerne angelehnt an den Tagesablauf im Tierheim.

Einen geregelten Tagesablauf schaffen: Hunde mögen Struktur. Sie gibt ihnen Sicherheit und sie wissen, woran sie sind. Der Neuankömmling kann sich oft besser einleben, wenn er gleich einen geregelten Tagesablauf im neuen Zuhause vorfindet. Am Anfang sogar gerne angelehnt an den Tagesablauf im Tierheim.

Ruhe schaffen: Der neue Hund muss nicht sofort alle und alles kennenlernen. Er hat zunächst genug mit den neuen Eindrücken im neuen Zuhause zu tun. Daher sollte in den ersten Tagen kein Besuch eingeladen und der Hund nicht gleich in die Stadt oder den Reitstall mitgenommen werden.

Den neuen Hund gut sichern: Vor allem ängstliche und unsichere Hunde müssen gut gesichert werden. Am besten gleich doppelt: über eine Leine am Sicherheitsgeschirr und eine am Halsband. Keinesfalls dürfen solche Hunde abgeleint werden. Im Haus kann eine leichte Hausleine helfen. So kann der Hund geführt werden, ohne dass er körperlich bedrängt wird.

Akzeptieren, dass alles neu ist: Viele Hunde aus dem Tierschutz kennen nichts. Vielleicht haben sie noch nie ein Haus betreten, sind nie Treppen gelaufen und kennen keine glatten Böden. An der Leine laufen, im Auto mitfahren. Zu viele neue Eindrücke können anfangs den Hund überfordern. Lassen Sie dem Hund zunächst Zeit, Vertrauen zu Ihnen zu fassen. Anschließend sollte der Hund langsam, aber souverän an Neues herangeführt werden. Übernehmen Sie die Führung.

Beziehung aufbauen: Wohl dosierte Nähe hilft dem Hund, eine Beziehung aufzubauen. Objektbezogene Spiele, wie Bälle werfen, sind dafür eher ungeeignet. Eins-zu-eins-Interaktion ist zielführender: gemeinsames Rennen, Kuscheln, vielleicht mal aus der Hand füttern.

Nicht zu viele Privilegien einräumen: Viele Menschen neigen dazu, den Hund anfangs zu sehr zu verwöhnen und überschütten ihn mit Annehmlichkeiten, Futter, Spielzeug, Aufmerksamkeit und Liegeplätzen. Doch Hunde möchten sich eher an einer souveränen Führungsperson orientieren – dann kann er entspannen. Denn ansonsten neigen vor allem charakterstarke Hunde dazu, selbst die Führung übernehmen. Und wer dann versucht, dem Hund die anfangs eingeräumten Privilegien wieder zu entziehen, könnte Probleme bekommen.

Stand: 28.04.2019, 11:55 Uhr