10 Dinge, die Pferde glücklich machen

10 Dinge, die Pferde glücklich machen

Von Katja Diepenbruck

Pferde tiergerecht zu halten, ist gar nicht so einfach. Wir haben die zehn wichtigsten Basics für Sie zusammengefasst.

Pferde

1. Weidegang - aber richtig
Pferde gehören nach draußen. Das ganze Jahr über. Allerdings sollten die Weideflächen im Sommer nicht zu fett (eiweiß- und zuckerreich) sein und im Winter nicht zu matschig. Beides ist ungesund. Fette Weiden mit Monokulturen fördern Zivilisationskrankheiten wie Rehe, Koliken und Übergewicht. Idealerweise wachsen auf den Weiden nährstoffarme Gräser – diese vertragen Pferde besser und können so mehr Zeit an der frischen Luft verbringen. Auf matschige, enge Paddocks im Winter sollte wenn möglich verzichtet werden. Sie sind nicht selten Grund für Verletzungen oder Hauterkrankungen an den Beinen.

1. Weidegang - aber richtig
Pferde gehören nach draußen. Das ganze Jahr über. Allerdings sollten die Weideflächen im Sommer nicht zu fett (eiweiß- und zuckerreich) sein und im Winter nicht zu matschig. Beides ist ungesund. Fette Weiden mit Monokulturen fördern Zivilisationskrankheiten wie Rehe, Koliken und Übergewicht. Idealerweise wachsen auf den Weiden nährstoffarme Gräser – diese vertragen Pferde besser und können so mehr Zeit an der frischen Luft verbringen. Auf matschige, enge Paddocks im Winter sollte wenn möglich verzichtet werden. Sie sind nicht selten Grund für Verletzungen oder Hauterkrankungen an den Beinen.

2. Bewegung: Das A und O
Pferde sind Lauftiere. Obwohl Menschen sie seit Tausenden Jahren als Haustiere halten, sind ihre ursprünglichen Bedürfnisse gleich geblieben. Ein Pferdekörper ist dafür gemacht, in Bewegung zu sein. Viele Erkrankungen - zum Beispiel an den Beinen oder am Verdauungssystem - ließen sich vermeiden, wenn Pferde sich ausreichend lange frei bewegen dürfen.

3. Licht, Luft, viel Platz und Sozialkontakt 
Pferde brauchen Freiheit. Deshalb sollten Stall, Weideflächen und auch Reitplatz und Halle so luftig und weitläufig wie irgend möglich angelegt sein. Denn Pferde sind gesund und glücklich, wenn sie weit schauen können, Gesellschaft haben, viel frische Luft genießen (kein Durchzug!) und um sich herum viel Raum haben. Enge Boxen, Einsamkeit, dunkle Hallen und zu kleine Weiden drücken auf’s Pferdegemüt und auf die Gesundheit.

4. Gute Böden und warum das so wichtig ist
„Gesunder Huf – gesundes Pferd“ lautet eine alte Weisheit. Regelmäßige, fachgerechte Hufpflege ist wichtig. Doch um die Beine und damit den gesamten Bewegungsapparat ein Pferdeleben lang gesund zu halten sind gute Böden wichtig - beim Reiten und beim Weidegang. Zu tief, zu matschig, rutschig oder steinig – all das ist kontraproduktiv. Pferde brauchen ebenmäßige, griffige und trockene Böden. Ein hochwertiger Boden auf dem Reitplatz oder in der Halle ist immer eine gute Investition.

5. Raufutter
Das Verdauungssystem des Pferdes ist auf strukturreiches, eiweißarmes Futter ausgelegt. Wenn Pferde die Wahl haben, sind sie täglich 10 bis 16 Stunden mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt – in Form von vielen kleinen, energiearmen Mahlzeiten. So lange Fresszeiten können nur mit Raufutter in Form von hochwertigem Stroh und Heu gedeckt werden. Sie sind Grundnahrungsmittel, die optimal auf die Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt sind.

6. Energiezufuhr füttern?
Der Energiebedarf sollte in erster Linie über Heu, Weidegras und Stroh gedeckt werden. Viele Pferde – vor allem Robustpferderassen - haben damit bereits genug und kommen sehr gut ohne Kraftfutter aus. Pferde, die regelmäßig arbeiten oder im Sport geritten werden, sollte man nach Bedarf zusätzlich mit einer Energiequelle, füttern. Hafer gilt immer noch als das bestverträglichste Kraftfutter und gibt Vitalität. Bei Müslisorten oder Industriepellets sollte auf einen geringen Zuckergehalt geachtet werden.

7. Pferde gesund belohnen - was macht Sinn?
Die alten Reitmeister beharrten darauf: Zucker ist für ein Pferd die beste Belohnung. Zucker kann Pferdezähnen tatsächlich weitaus weniger anhaben als denen anderer Säugetiere. Trotzdem: Zucker ist vor allem ein Dickmacher und es gibt gesündere Alternativen. Eine Banane, Äpfel oder Möhrenstücke schmecken fast genauso gut. Generell gilt aber auch hier: Massenhaft Obst lässt so manchen Sattelgurt kräftig spannen.

8. Passendes Zubehör
Pferde sind nicht zum Reiten geboren. Wenn wir es trotzdem tun, so sind ein passgenau sitzender Sattel und eine ebensolche Trense ein absolutes Muss. Daran zu sparen ist keine Option. Probleme, die unter dem Sattel auftreten, sind – neben fragwürdiger Reitkunst oder abstrusen Methoden – nicht selten auf schlecht passendes Zubehör zurückzuführen.

9. Fordern oder fördern
Nicht jedes Pferd ist dafür gemacht, der nächste große Star im Viereck oder auf dem Springplatz zu werden. Gute Reiter und gute Trainer erkennen Talent. Und sie erkennen auch, wenn einem Pferd allein durch Exterieur und Veranlagung Grenzen gesetzt sind. Man kann viel erreiten – aber dies sollte mit Geduld, Zeit und Feingefühl erreicht werden. Ein guter Reiter weiß: Druck erzeugt immer Gegendruck.

10. Vertrauen zwischen Mensch und Pferd 
Vertrauen ist die Basis für eine gute Beziehung in der Partnerschaft Mensch und Pferd. Und eine gute Partnerschaft basiert auf Respekt und Fairness. Wenn Pferde sich Aufgaben verweigern, sollte der Mensch immer nach den Gründen für das widerstrebende Verhalten forschen und nicht versuchen,  mit Gewalt sein Ziel zu erreichen. Denn: Wo Wissen aufhört, fängt Gewalt an. Und jede Form von Gewalt ist immer ein Vertrauensbruch.

Stand: 06.06.2018, 10:48 Uhr