Bioprodukte – Vorstellung vs. Wirklichkeit!

Bioprodukte – Vorstellung vs. Wirklichkeit!

Wir hören "Bio" und denken an: grüne Wiesen, glückliche Tiere, es duftet nach Heu. Aber sieht die Realität von Biokühen, -Schweinen und -Hennen unter dem Bio-Siegel tatsächlich so idyllisch aus? Leider Nein.

Tiere in Biohaltung

Das Leben einer Bio-Kuh in unserer Vorstellung:
Sie steht auf saftigen Wiesen, den ganzen Tag, der Bauer kommt von Zeit zu Zeit mit Milchschemel und Kanne vorbei und holt die Bio-Milch ab, die das kleine Kälbchen übriggelassen hat.

Das Leben einer Bio-Kuh in unserer Vorstellung:
Sie steht auf saftigen Wiesen, den ganzen Tag, der Bauer kommt von Zeit zu Zeit mit Milchschemel und Kanne vorbei und holt die Bio-Milch ab, die das kleine Kälbchen übriggelassen hat.

Das Leben von Bio-Kühen in der Realität:
Natürlich müssen auch Bio-Kühe geschwängert werden, um Milch zu produzieren. Auch in der Haltung unter dem Bio-Siegel werden die Kälbchen kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und oftmals in sogenannten "Kälberiglus", also Plastikhütten, ohne die Mutterkuh gehalten.

Das Leben von Bio-Säuen in unserer Vorstellung:
Frisches Gras, jede Menge Stroh zum Wühlen, Schlamm zum Suhlen und am besten den ganzen Tag wie "faule Schweine" glücklich in der Sonne liegen.

Das Leben eines Bio-Mastschweins in der Realität:
Die Richtlinien des Bio-Siegels erlauben auch Bio-Mastschweine in kleinen Betonausläufen und auf Spaltenboden zu halten. Mit Glück ist die Schicht Strohmehl, auf der sie stehen, nicht ganz so dünn und sie können zumindest einen Blick auf die grüne Wiese werfen.

Die Entstehung eines Bio-Eis in unserer Vorstellung:
Bio-Eier kommen von glücklichen Hühnern – diese leben doch hinten im Garten und picken vergnügt unter Apfelbäumen, oder etwa nicht?

Das Leben von Bio-Legehennen in der Realität:
Tatsächlich können auch Bio-Legehennen mit bis zu 3.000 Artgenossinnen in einer Gruppe leben. Es gibt auch Bio-Betriebe mit insgesamt bis zu 30.000 Legehennen. Mit kleinen Hühnerhöfen allein, ist die Bioei-Nachfrage nicht mehr zu stemmen.

Stand: 09.03.2018, 17:07 Uhr