Streunerkatzen in Not

Tiere suchen ein Zuhause 08.08.2021 08:01 Min. UT Verfügbar bis 08.08.2022 WDR

Streunerkatzen in Not

Stand: 06.08.2021, 11:20 Uhr

Tierschützer:innen schätzen, dass es in Deutschland zwei bis drei Millionen verwilderte Katzen gibt, die täglich um ihr Überleben kämpfen. Sie sind oft krank, unterernährt, manche sind verletzt. Es sind die Nachkommen von Hauskatzen, doch sie haben den Bezug zum Menschen verloren. Dabei können sie kaum alleine überleben.

Von der Öffentlichkeit wird das Problem nicht wahrgenommen, da die Streuner sehr menschenscheu sind und sich tagsüber kaum zeigen. Engagierte Tierschützer:innen wie Tina Franzgrote aus Haltern am See und Conny Sander aus dem benachbarten Dorsten kümmern sich um sie. Auf eigene Kosten fangen sie Streunerkatzen mit Lebendfallen und lassen sie kastrieren und medizinisch versorgen. Vermittelt werden können die Katzen im Anschluss jedoch nicht, da sie zu scheu sind. Die Tierschützer setzen die Tiere später wieder an den Fangstellen aus und richten Futterstellen ein.

Die Wildlinge paaren sich oft mit nicht kastrierten zahmen Hauskatzen und werden deshalb immer zahlreicher. Tierschützer:innen in ganz Deutschland fordern schon seit Jahren eine bundesweite Kastrationspflicht.

Autor: Stefan Servos

Kommentare zum Thema

7 Kommentare

  • 7 Denise Herrmann 11.08.2021, 09:05 Uhr

    Guten Tag!Wie kann man helfen. Ich habe selbst ein Kater zu Hause und er hat alles was er braucht. Man muss das Problem loesen und nicht wegschauen.Lg

  • 6 Antonietta 09.08.2021, 16:23 Uhr

    Kastrieren (und chippen sowie registrieren z.B. bei Tasso) ist aktiver Tierschutz!

  • 5 Stephanie Dierkes 08.08.2021, 22:00 Uhr

    Ein guter Beitrag. Ich betreue seid mittlerweile 3 Jahren eine Katzenfutterstelle mit ca.10-15 Katzen. Alle wurden damals von mir eingefangen und nach viel Diskussion mit der Stadt und dem Veterinäramt als Kastrationsprojekt anerkannt und mit dem Tierheim Mechernich zusammen medizinisch versorgt und kastriert und auch eingeschläfert, da einige zu krank waren. Es interessiert die Anwohner gar nicht und viele glauben nicht, dass es so viele Katzen sind. Für mich ist gut zu wissen, dass es auch anderswo engagierte Menschen/ Frauen gibt, die es einfach nur für die Tiere tun. Und auch ich erlebe, dass nicht alle Katzen sich zähmen, bzw. wieder domestizieren lassen, da ist es für sie lebenswerter draussen weiter zu leben und regelmäßig unterstützt zu werden, durch Fütterung, Kastration und medizinischer Versorgung, wenn diese notwendig ist.

  • 4 Petra Sauerborn 08.08.2021, 19:12 Uhr

    Katzen sind liebenswerte,menschenbezogene Tiere. Man kann auch diese Tiere durch regelmäßige Fütterung und Zuwendung an ein neues Zuhause gewöhnen.EigeneErfahrung mit Streunerkatze.Geben Sie der Katze doch mal was ganz Leckeres zu fressen und bemühen Sie sich um eine ausgesprochen freundliche Erstbegegnung.

  • 3 K.U. 08.08.2021, 18:50 Uhr

    Meine beiden Katzen, die nur im Haus sind, habe ich auch kastrieren lassen. Ich finde es ist an der Zeit eine Kastrationspflicht einzuführen, um dieses Leid der Streunerkatzen einzudämmen. Hut ab vor den Menschen, die sich dieser Tiere annehmen und einiges dazu beitragen.

  • 2 Amy 08.08.2021, 16:34 Uhr

    Ich sehe bei meiner Arbeit jeden Tag das Elend der armen Tierchen. Habe selbst in eigen Kosten Streuner gefüttert, mittlerweile habe ich zwei Kater bei mir Zuhauuse. . Momo war verletzt und sehr scheu. Im Moment möchte ich eine ältere Streunerin retten doe in einem Gebüsch lebt. Doe Anwohner machen ständig Schwierigkeiten. Der Verrin Arme Socke hat mich Unterstützt.

  • 1 Adriane Schulz 07.08.2021, 17:45 Uhr

    Ein ganz tolles Projekt! Absolut unterstützungswürdig. Hut ab vor soviel Engagement. Danke dafür!

    Antworten (1)
    • Kathrin 13.08.2021, 06:16 Uhr

      Es ist höchste Zeit endlich zu handeln . Ich fange selbst Streunerkatzen ein, lasse sie kastrieren und versorge sie auch weiter. Das mache ich alles auf eigene Rechnung, leider interessiert sich weder die Stadt noch das zuständige Tierheim dafür. Die einzige Unterstützung bekomme ich vom Tierarzt. Bei einer größeren Kastrationsaktion an einer Futterstelle im Nachbardorf haben auch die Anwohner Geld gespendet. Vielen Dank an alle die nicht wegsehen sondern auch mal handeln.