Zweithund: Vor- und Nachteile

Zweithund: Vor- und Nachteile

Hunde sind Rudeltiere und eine Mehrhundehaltung ist artgerecht. Doch ist der Hund glücklicher, wenn er einen Kumpel zum Spielen und Kuscheln hat? Welche Vor- und Nachteile bringt ein Zweithund?

Zwei Hunde

Kumpel zum Spielen: Zwei Hunde, die sich gut verstehen, haben immer einen Kumpel zum Spielen. Für den Halter kann das auch entlastend sein, vor allem wenn die Hunde mal stundenweise alleine bleiben sollen oder der Halter mal nicht so viel Zeit hat, um die Tiere zu beschäftigen.

Kumpel zum Spielen: Zwei Hunde, die sich gut verstehen, haben immer einen Kumpel zum Spielen. Für den Halter kann das auch entlastend sein, vor allem wenn die Hunde mal stundenweise alleine bleiben sollen oder der Halter mal nicht so viel Zeit hat, um die Tiere zu beschäftigen.

Kommunikation und Interaktion: Miteinander zu kommunizieren, ist für Hunde sehr wichtig. Auch wenn Menschen sehr gut mit Hunden kommunizieren können, brauchen Hunde unbedingt die Kommunikation mit anderen Hunden. Wer zwei Hunde hält, kann die feine Kommunikation der Tiere untereinander studieren und einfach genießen.

Rudeldynamik: Zwischen zwei Hunden entsteht oft eine ganz eigene Dynamik, die der Halter nur schwer steuern kann. Verhaltensprobleme bei dem ersten Hund können sich mit einem zweiten nicht nur verdoppeln, sondern potenzieren sich oft. Jagt der eine Hund zum Beispiel gerne, wird der zweite begeistert mitmachen. Für den Menschen heißt das: Antijagdtraining mit beiden Hunden – und zwar einzeln! Je nach Energielevel können auch getrennte Spaziergänge, oder getrenntes Training nötig sein. Und das ist nicht nur zeitaufwändig, sondern kann auch ganz schön nervenaufreibend sein.

Hierarchie: In Zweihundehaushalten kommt es nicht selten zu Eifersucht, wenn beide Hunde die Rangordnung klären wollen. Denn darauf hat der Halter keinen Einfluss. Und jeder Halter sollte sich fragen: Komme ich damit klar, wenn sich mein geliebter Ersthund plötzlich an Position zwei wiederfindet?

Der gegenseitige Einfluss: Je nach Zusammensetzung des Mini-Rudels kann sich die Mehrhundehaltung auch positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Hundes auswirken. Ein souveräner Hund beispielsweise kann einem eher unsicheren Hund Selbstbewusstsein geben. Es kann aber auch ins Gegenteil umschlagen: Der eine Hund nimmt die Eigenarten des anderen an und bellt plötzlich an der Leine, obwohl er es bisher noch nie gemacht hat.

Kosten mal zwei: Viele Halter unterschätzen, dass sie für einen zweiten Hund deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Kosten für Spielzeug, Futter, Zubehör, Tierarzt und Versicherungen verdoppeln sich. Ein weiterer Kostenfaktor ist die Hundesteuer: In manchen Städten müssen Halter ab dem zweiten Hund sogar die doppelte Summe des Ersten zahlen! Wer sich also auf das Abenteuer Zweithund einlassen will, sollte sich die erhöhten Kosten im Vorfeld genau durchrechnen und sich ehrlich fragen: Kann ich mir das auch leisten?

Urlaub mit Doppelpack: Mit einem zweiten Hund kann die Urlaubsplanung oder die Freizeitgestaltung schwieriger sein. Insbesondere dann, wenn Ferienhaus, Hotel, Campingplatz oder das Lieblingsrestaurant mit einem Hund noch einverstanden sind, aber bei zwei Hunden nicht mehr. Zwei Hunde benötigen vor allem auf Reisen einfach mehr Platz, und dann steht auch oft die Anschaffung eines neuen Autos an.

Vielfalt: Für Menschen, die Hunde lieben, ist es einfach bereichernd, mit mehreren Hunden, die alle ganz unterschiedlich sind, zusammenzuleben. Allerdings sollten die Hunde gut zusammenpassen und Energielevel und die Bedürfnisse ähnlich sein.

Stand: 22.10.2017, 18:00 Uhr