Pferde im Karneval

Pferde im Karneval

Kommentare (51)

Rund 500 Pferde laufen beim Kölner Rosenmontagszug mit. Seit Jahren gibt es darum erbitterten Streit. Für die einen sind Pferde im Karnevalsumzug eine schöne Tradition, für die anderen ist es Tierquälerei. Für die kommende Session haben Städte und Karnevalisten verschiedene Vorkehrungen getroffen, damit nicht wieder Unfälle passieren und Pferde oder Menschen verletzt werden. In Düsseldorf wird es keine von Pferden gezogenen Kutschen geben, Köln setzt auf ein besseres Vertrauensverhältnis von Reiter und Pferd durch intensiveres Training. Tierschützer befürchten allerdings, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen.

Autorin: Katja Diepenbruck

Stand: 09.11.2018, 10:00

Kommentare zum Thema

51 Kommentare

  • 51 Gertie Fischer, Brachter Str. 2, 35282 Rauschenberg 15.11.2018, 10:57 Uhr

    Durch Ihre Sendung wurde ich erstmalig auf das Problem hingewiesen. Ich halte es für äußert mies, Pferden dieses "Menschenvergnügen" anzutun. Wie dumm muss man denn sein, um anzunehmen, diesen empfindlichen Tieren würden der Krach und das Chaos der Veranstaltung nichts ausmachen? Wie zurückgeblieben müssen die Organisatoren sein, die solches immer noch befürworten? Und wie unsensibel diejenigen, die glauben, sich zu dem "lustigen" Anlass auf ein solches Tier setzen zu dürfen? Ich habe die Skandalbilder zum Oktoberfest 2017 gesehen, wobei Pferde geprügelt wurden, weil sie die schweren Bierwagen nicht durch den Matsch kriegten. Ich hasse und verachte diejenigen, die Pferden diese Quälerei antun, sei es in München oder in Köln. In jedem Fall befinden wohl verblödete alte Betonköpfe über das Problem. Pfui Teufel!

  • 50 Petra Mielert 13.11.2018, 07:34 Uhr

    Ich finde es unmöglich, dass Pferde überhaupt in der Stadt sind. Es ist nur Stress und die Leute müssen sich nicht wundern, wenn Unfälle passieren. Leider sind auch immer unter den Pferden Verletzte. Die Menschen müssen endlich lernen, Tieren gerecht zu werden und dieses ist auf gar keinen Fall Pferdegerecht. Lasst es sein, nehmt Papppferde.

  • 49 A. Weber 12.11.2018, 20:04 Uhr

    Pferde haben im Karneval nichts zu suchen. Das ist Tierquälerei. Tiere sind auch bei Vorstellungen im Zirkus nicht als 'Gebrauchsgegenstand' zu nutzen. Es sei denn, es handelt sich um 'fehl geprägte Tiere', die aus einer vermeintlich 'tierfeindlichen' Umgebung gerissen werden sollen, obwohl sie lebenslänglich nichts anderes (vor allem Artgenossen) kennen lernten. Pauschale Urteile sind hier schwierig. Jedoch haben Pferde, die nie als 'Arbeitstiere' geschult wurden, im Straßenkarneval nichts verloren. Auch hier sollte das Tier als 'Einzelfall' behandelt werden. Die absolute Quälerei ist u. bleibt beim Thema Pferde jedoch das Dressurreiten u. Reitsportveranstaltungen, bei denen der 'erfolgreiche, dominante Mensch'(auf dem Pferd) u. die Veranstalter profitieren. Auch hier gilt es abzuwägen, jedoch kommt in unserer Konsum orientierten Welt LEIDER auch hier der Umsatz VOR dem Tierwohl, was ich sehr bedauerlich und äußerst traurig u. beschämend ermpfinde.

  • 48 Susanne Wassenhoven 12.11.2018, 10:29 Uhr

    Bitte keine Pferde mehr im Karneval einsetzen. Es geht doch auch wunderbar ohne!

  • 47 Claudia Engels 12.11.2018, 09:04 Uhr

    Also meine persönliche Meinung ist, dass man den Karnevalsumzug auch ohne Pferde ziehen lassen kann, wo ist das Problem? Da Pferde Fluchttiere sind und beim kleinsten Schrecken davonjagen können, ist es einfach unverantwortlich von den Karnevalsvereinen, Pferde im Umzug mitlaufen zu lassen. Pferde sind genauso Lebewesen wie wir Menschen auch und verdienen es nicht, zur Freude einiger ergozentrischer und haltloser Menschen, im Umzug mitzulaufen. Denn es geht auch ohne Pferde! Dann sollte man besser mehr Karnevalswagen mit Pferden bauen, die sind wenigstens aus Pappe und stellen keine Gefahr dar!

  • 46 Martina Bug 12.11.2018, 06:47 Uhr

    Ich habe einmal als Jugendliche ein Pferd im Karnevalszug geführt. Es ist richtig dass es Schulpferde sind die ihr Lebensunterhalt aber schon als Schulpferd verdienen. Die Pferde wurden damals für den Zug sediert und wenn sie wieder munterer wurden, wurde die Sedierung nachgelegt. Es stimmt auch nicht, dass die "Karnevalsreiter zum Reitunterricht gekommen sind um sich mit dem Pferd vertraut zu machen dazu braucht es schon eine längere Zeit als nur 1 oder 2 Reitstunden. Die Reiter kamen noch nicht einmal alleine auf das Pferd vor Ort. Pferde gehören nicht in ein Karnevalszug. Es muss erst mal ein Mensch verletzt oder getötet werden damit umgedacht wird. Selber laufen soll sehr gesund sein.

    Antworten (1)
    • heidi 12.11.2018, 15:31 Uhr

      das ist einfach nur pervers.......

  • 45 Irmgard Peterek 11.11.2018, 19:59 Uhr

    Ja, es ist wahr, dass Karnevalszüge nicht das ideale Umfeld für Pferde sind... allerdings müssten Sie in Ihrer Sendung dann auch der Vollständigkeit halber erwähnen, dass es sich bei den Pferden, die im Karnevalszug mitlaufen größtenteils um sogenannte Schulpferde handelt, also die "Arbeitsbienen" unter den Pferden, die darauf angewiesen sind, sich ihren Lebensunterhalt sauer zu verdienen - im Gegensatz zu den sogenannten Privatpferden, deren BEsitzer sicher nicht auf die Idee kämen, ihr geliebtes Pferd gegen BEzahlung in den Karnevalszug zu schicken. Ein Schulpferd verdient sich mit der BEteiligung am Karnevalszug häufig den Lebensunterhalt für ein Jahr. ERgo: Viele Schulpferde, die diese Möglichkeit nicht mehr hätten, würden wohl ohne Karnevalszug den Weg zum Metzger oder auf den Schlachttransport antreten, da sie sich einfach nicht mehr rentieren. Das sollten die engagierten Tierschützer bei der aufgeregten Debatte vielleicht auch einmal klar und deutlich zur Kenntnis nehmen!

    Antworten (2)
    • heidi stengel 12.11.2018, 15:16 Uhr

      Wenn die Besitzer der Schulpferde nur die Euros sehen, sollten sie sich schnell von ihren Tieren trennen, nicht in den Schlachthof natürlich, sondern auf einen Gnadenhof oder verantwortungsvolle Privatleute. Der Umzug beim Karneval ist für Pferde reinste Tierquälerei, man sieht das ja auch, wie die Tiere geführt werden mit Schlagen und Reißen und Kopf nach unten ziehen. Das ist unerträglich!!!!!!!!!!!

    • Emily 13.11.2018, 12:26 Uhr

      "Klar und deutlich zur Kenntnis nehmen" sollte man wohl in erster Linie, daß Pferde nur mäßig geeignet sind, überhaupt Reitergewicht zu tragen. Kühe wären von den körperlichen Gegebenheiten her die tragfähigeren Reittiere. Es sind aber die Pferde, die sich von Natur aus leichter führen lassen, weil die Natur ihnen mitgegeben hat, dem Stärkeren bedingungslos zu folgen. Zudem sind sie schneller und geben das elegantere Bild ab. Pferde müssen nur und ausschließlich deshalb ihren Lebensunterhalt hart verdienen, weil Menschen sie benutzen, um Geld mit ihnen zu verdienen: Das Prinzip von Zuhälterei und unfreiwilliger Prostitution.

  • 44 Bettina + Gerd 11.11.2018, 19:49 Uhr

    Wir finden das Pferde - die von Natur aus Fluchttiere sind - in einem solchen Rummel wie dem Karneval absolut Nichts zu suchen haben. Wir sind keine Karnevalsgegner, aber hier sollten die Verantwortlichen ihren klaren Menschenverstand einsetzen und nicht nur an den Showeffekt und den Kommerz denken!!! Im Übrigen sollten wir immer wieder daran denken, das AUCH Katzen, Hunde und Pferde genau wie wir Lebewesen mit eigenem Charakter sind, und keine "Lustobjekte" selbstverliebter, egozentrischer oder infantiler Menschen! Warum sollte ein Karneval OHNE Pferde weniger lustig, spassig oder armseliger sein? Düsseldorf hat schon reagiert....wann also folgt auch Köln mit gutem Beispiel für Tier- und Menschenschutz?

  • 43 Monika Hansen 11.11.2018, 19:39 Uhr

    Ich finde Pferde im Karneval ist einfach Tierquälerei.Tradition hin oder her ich finde es einfach abscheulich zudem die Pferde auch noch geschlagen werden.Einfach schlimm .

  • 42 Eberhard Hanich 11.11.2018, 19:29 Uhr

    Pferde waren ursprünglich Helfer des Menschen bei schwerer Arbeit, z.B. in der Land- und Forstwirtschaft. Doch inzwischen ist die Nutzung dieser gutmütigen Tiere entartet: sinnloses Flüchten vor nicht vorhandenen Gefahren in Rennen, Springreiten und schlimmer noch das Military-Reiten, wo Verletzung und Tod der Tiere bewusst in Kauf genommen werden. Auch das Dressurreiten, bei dem den Tieren unnatürliche Bewegungen abverlangt werden ist zu verurteilen! Und das alles geschieht nur für die Eitelkeitsbefriedigung und Geldgier der Besitzer (besser Ausnutzer) dieser edlen Geschöpfe!

  • 41 Andreas Goldschmidt 11.11.2018, 19:24 Uhr

    Die Karneval - Umzugspferde stehen erwiesenenermaßen und erfahrungsgemäß total unter Streß. Trotzdem sollen sie an diesen ( blödsinnigen und unzeitgemäßen ) Umzügen teilnehmen. Sollen die Herrschaften doch zu Fuß gehen. Die hierfür Verantwortlichen sind keine Narren sondern vielmehr Vollidioten. Pferde gehören nicht als Hingucker auf solche Veranstaltungen. Das ist Tierquälerei nach dem Tierschutzgesetz und somit sogar eine Straftat. Auch für Pferde gilt das Tierschutzgesetz. Hier sollten die Veterinärämter hart durchgreifen. Keine Plaisir auf dem Rücken der Pferde !!!