Miniatur Bullterrier oder Listenhund?

Miniatur Bullterrier oder Listenhund?

Kommentare (13)

Seit zehn Jahren lebt Miniatur-Bullterrier Jagger bei seiner Familie. Als die nach Düsseldorf umzieht, stuft die Stadt den Vierbeiner plötzlich als gefährlichen Listenhund ein. Ein Missverständnis – denken die Besitzer.

Miniatur-Bullterrier werden in NRW nicht als gefährliche Hunde geführt. Warum sollte das also in der Landeshauptstadt anders sein? Jaggers Besitzer können die Abstammung ihres Hundes mit Ahnentafel des VDH Hundezuchtverbandes nachweisen. Doch das reicht dem Amtstierarzt zur Rassefeststellung nicht. Die Begründung: Jagger sei sechs Zentimeter zu groß!!

Autorin: Katja Diepenbruck

Stand: 09.03.2018, 11:59

Kommentare zum Thema

13 Kommentare

  • 13 Regina Hänel-Tengemann 14.03.2018, 16:58 Uhr

    Mit Fassungslosigkeit habe ich den Beitrag zu dem Mini-Bullterrier verfolgt. Ich habe seit 6 1/2 Jahren eine Malteser-Hündin (lt. Impfausweis eine reinrassige) aus dem hiesigen Tierheim. Sie hat eine Widerristhöhe von 32 cm und wog damals 7,7 kg, womit sie recht dünn aussah. Eigentlich dürften Malteser max. 25 cm hoch und 4 kg schwer werden. Woran man doch sieht, dass man an der Höhe keinen Rasseunterschied machen kann. Der, der die Beurteilung durchgeführt hat ist also ein Amtstierarzt. Was soll man davon halten?? Ich wünsche der Familie ganz viel Glück, dass sie ihren etwas zu groß geratenen Liebling behalten dürfen. Da ich Gassi-Gängerin im Tierheim war, mußte ich einen Hundeführerschein haben. Meiner Meinung nach, müßte jeder Hundebesitzer so einen Schein machen. Denn das Problem ist immer am anderen Ende der Leine. Viele Hundebesitzer machen ihren Hund durch ihr Verhalten erst zum Problemhund, da auch viele glauben, dass eine Hundeschule unnötig sei. Sch ...

  • 12 Sybille 12.03.2018, 23:18 Uhr

    Ich finde es völlig unverständlich, warum entschieden wurde, dass der Hund nur aufgrund seiner Größe nicht mehr seiner nachgewiesenen Rasse angehören soll. Allerdings frage ich mich schon, warum es nicht möglich ist, mit dem Hund eine Verhaltensprüfung zu machen. Er ist ja offensichtlich ein normaler Familienhund. Da wäre das evtl. die einfachere Lösung, statt den Rechtsweg immer weiter zu gehen.

  • 11 Rosemarie Fechner 12.03.2018, 22:34 Uhr

    Mein gesunder Menschenverstand sagt mir auch hier wieder einmal, was die deutsche Bürokratie anrichten kann. Die Herren und Damen Richter, die diese Entscheidung gefällt haben, sind unfähig, umsichtig zu entscheiden. Es ist einfach unglaublich. Vielleicht könnte die Familie eine Petition starten, um diesem Unsinn vielleicht ein Ende zu bereiten. Meine Unterschrift wäre dabei. Es darf einfach nicht sein, dass Jagger im Tierheim enden muss.

  • 10 Anonym 12.03.2018, 17:05 Uhr

    Achtung, politisch unkorrekt! Daß Rasselisten Unfug sind, wurde schon vor Einführung des Landeshundegesetzes von Verhaltensforschern wie z.B Dorit-Urd Feddersen-Petersen kundgetan, von der aktionistischen Politik ( nicht wahr, Frau Höhn ) aber ignoriert. Sinn macht ein Sachkundenachweis für ausnahmslos jeden Hundeführer, nicht nur -halter, und keine Befreiung davon für Achillessehnenbeißer oder Leute, die mehr als drei Jahre unfallfrei einem trantütigen Retriever hinterhergelaufen sind. Das sind nämlich jene, welche ihre 10-jährige Tochter mit dem 20/40-Hund Gassi-gehen lassen und sich wundern, daß der Hund mit dem Kind spazierengeht; oder den größenwahnsinnigen Pekinesen, der gerade die Bordeaux- Dogge aus übelste beschimpft, mit den Worten: "Ist doch alles Gut!" auf den Arm nehmen, um ihn vor dem großen Hund zu "beschützen". Der dem ganzen Schlamassel zugrunde liegende Vorfall im Hamburg hätte im Übrigen vermieden werden können, wenn die dortige Verwaltung ihre Arbeit gemacht hätte.

  • 9 WDR.de 11.03.2018, 22:10 Uhr

    Hallo Angelika, vielen Dank für den Hinweis, wir geben das weiter. Mit freundlichen Grüßen die TseZ-Redaktion

  • 8 WDR.de 11.03.2018, 20:04 Uhr

    Hallo Marita, vielen Dank für den Hinweis, wir geben das weiter. Mit freundlichen Grüßen die TseZ-Redaktion

  • 7 Angelika 11.03.2018, 22:10 Uhr

    er ist nicht der einzige Minibulli der zu groß ist am Standard gemessen.Ich kenne nur zu große Minis. Die Gefahrenabwehrverordnung ist sowieso ganz gleich wie geartet in den einzelnen Bundesländern völliger Blödsinn. Ein Hund ist das was man aus ihm macht ganz gleich welche Rasse oder Mischling. Nur ein Tipp an die Besitzer von Jagger- entweder muss er mal zur "Maniküre" oder man bewegt den Hund sachgerecht. Bei den Nägeln die schon rund gewachsen sind kann er bald gar nicht mehr laufen. Im übrigen muss man auch entscheiden wie wichtig einem der Hund ist- wenn man nicht umziehen will. Polizisten werden überall gesucht und Verwandte kann man besuchen. Irgendwie auch halbherzig der Kampf.

  • 6 marita lilje 11.03.2018, 20:04 Uhr

    hinweis - warum werden beim hund jagger die krallen nicht geschnitten?

  • 5 Jürgen Stienen 11.03.2018, 19:39 Uhr

    Wann begreifen die Politiker endlich, bei sogenannten Kampfhunden und auch anderen "auffälligen" Hunden liegt das Problem immer am oberen Ende der Leine. Es wird kein Kind und auch kein Hund bösartig geboren. Sie werden beide durch unfähigkeit höchstens so gemacht. Wenn endlich der allgemeine Hundeführerschein eingeführt würde, könnte das Problem vielleicht gelöst werden. Aber Hundehalter sind auch Wähler, dann lieber eine kleinere Gruppe verärgern als alle Hundehalter. Für mich gehören Rasselisten abgeschafft. Komisch auch, dies ist ein Begriff aus dem früheren Sprachgebrauch der Nazis.

  • 4 Ulrich Dittmann 11.03.2018, 19:31 Uhr

    Die Bürokratie ist an Wahnwitz in diesem Deutsch-Michl-Land wahrlich nicht mehr zu überbieten. Statt mit dem Metermaß penibel die Größe eines Hundes nachzumessen, sollte eher die Intaktheit des Menschenverstandes, der hier verantwortlichen Behördenvertreter, überprüft werden.

  • 3 Anonym 11.03.2018, 19:30 Uhr

    Es ist bekannt, dass gerade bei mittelgroßen Rassen seit vielen Jahren der Rassestandard ständig überschritten wird. Was damals mit den Hundeverordnungen angerichtet wurde, ist bis heute leider ein ziemliches Unding. Das war aus meiner Sicht ein rein bürokratischer Akt, fernab der Natur des einzelnen Tieres. Ohja, eine Schublade, da machen wir doch mal was draus ;) Wichtiger ist, dass die Leute einsehen, dass kein Hund der Welt ein Kuscheltier ist, jeder ist ziemlich klar in seiner Kommunikation, nur die völlig durchgeknallten beherrschen diese Kette/Beißhemmung nicht. Kindern ein vernünftiges Verhalten im Umgang mit Hunden beibringen ist ein Punkt; Halter müssen aber auch das hündische Verhalten lesen können. Es ist Aufgabe des Halters seinen Hund zu kennen und sein Verhalten zu antizipieren. Ich hatte Dackel-Chow-Chow, Mali-Collie-Schnauzer und jetzt n Pflegeterrier aus einer ungarischen Station. Der letzte ist der Härteste, aber eben auch der Ehrlichste-man darf halt nicht träumen