Katzennotstand im Tierheim Hagen

Katzennotstand im Tierheim Hagen

Sie sind super-süß, doch es sind einfach zu viele. Fast täglich landen neue Katzenbabys in der Katzenstation des Tierschutzvereins Hagen. Doch die Katzenzimmer sind voll. Nichts geht mehr. Die Tierschützer sind verzweifelt.

Auf der Katzenstation des Tierschutzvereins Hagen herrscht Ausnahmezustand. Alle Katzenzimmer sind voll – und doch landet fast täglich neuer Katzennachwuchs bei den Tierschützern. Der Grund für die aktuelle Katzenschwemme, so die Annahme der Tierschützer, ist das Wetter. Durch den extrem warmen Sommer haben sich verwilderte Katzen und unkastrierte Freigänger dieses Jahr stärker vermehrt als sonst. Die Population ist explodiert. Und so finden die Tierschützer immer neue Katzenbabys. Teilweise sind die Tiere krank.

Die beste Lösung: Kastration

Deshalb appellieren die Tierschützer immer wieder an das Verantwortungsbewusstsein der Katzenhalter, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Tierärztin Mechthild Kiel, die täglich viel Elend, gerade bei Wildlingen sieht, ist längst für eine Kastrationspflicht. So könne man nicht nur die Population regulieren, sondern auch die Verbreitung von Krankheiten. Doch bei der Stadt Hagen sieht man bislang keinen Bedarf für eine Katzenkastrationspflicht. Die Stadt argumentiert, es sei sinnvoller, sich zukünftig intensiver an den Kosten zu beteiligen, als eine Verordnung einzuführen.

Autor: Stefan Servos

Stand: 05.10.2018, 12:00

Kommentare zum Thema

7 Kommentare

  • 7 Birgit Frühauf 10.10.2018, 19:25 Uhr

    Sich an den Kosten zu beteiligen ist ja schon mal etwas, jedoch wäre es viel sinnvoller eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen einzuführen. Damit würde viel Kummer, Elend und auch Kosten gar nicht erst entstehen. Kätzchen werden mit viel Einsatz aufgepäppelt, bleibt nur die Frage, wohin mit all den Katzen. Viele verbringen ihr Leben im Tierheim. Ich verstehe nicht weshalb man dieses Gesetz nicht schon längst beschlossen hat. Warum soll man die Leute, die unverantwortlich handeln, indem sie ihre Katzen nicht kastrieren lassen und somit zum Katzen elend beitragen, nicht zur Rechenschaft ziehen dürfen??? Weshalb man bei der Stadt Hagen keinen Bedarf sieht, obwohl Tierheime und Tierschutzvereine völlig überfüllt sind, geht mir nicht in den Kopf. Ich glaube, es ist wie an vielen Orten in Deutschland, man will es nicht sehen.

  • 6 Birgit Klares 10.10.2018, 19:12 Uhr

    Kastrations-und Kennzeichnungspflicht von Katzen ist der einzig richtige Weg, um das Katzenelend einzudämmen. Viele Städte und Gemeinden haben bereits eine Verordnung. Deshalb kann ich die Aussage des OA Hagen absolut nicht nachvoll-ziehen, und sie ist geradezu absurd. Mitarbeiter vom OA sind Bürgervertreter, aber das "vergessen"sie gerne. Tierärzte, Tierschützer, Privatleute wie ich, alle rufen nach einer Verordnung. Sie kostet nichts, man muss nur die Satzung ändern. Paderborn ist Vorreiter und man könnte, wenn man denn wollte, sich z. B dort er-kundigen und offene Fragen beantworten lassen. Im übrigen sollten auch reine Wohnungskatzen unter eine Verordnung fallen, um die sog. "Dauerrolligkeit" zu verhindern. Ich hoffe, dass ich es noch erlebe, dass die Kastrations-und Kenn- zeichnungpflicht für Katzen bundesweit eingeführt wird, damit das Elend der Katzen irgendwann ein Ende hat. Wir lassen unsere Hunde ja auch nicht frei rumlaufen, damit sie sich unkontrolliert vermehren kö.

  • 5 Birgit Klares 09.10.2018, 17:15 Uhr

    Ich hatte einen Kommentar geschickt, ist der nicht angekommen ??

    Antworten (1)
    • WDR.de 10.10.2018, 10:03 Uhr

      Hallo Birgit Klares, offenbar nicht, ich finde weder unter Ihrem Namen einen nicht freigegebenen Kommentar noch einen anderen Beitrag, der nicht freigegeben wurde. Der Admin

  • 4 Ina Wortmann 08.10.2018, 21:44 Uhr

    Bei unserer Suche nach den Öffnungszeiten um zeitnah zu helfen mussten wir leider feststellen dass schnelle Hilfe nicht gefragt ist. "Mittwoch geschlossen, ..."wir bringen die Katzen in ihr neues zu Hause...", zuständig ist das Tierheim Hagen. Gerne hätten wir einer oder auch mehreren Katzen ein neues zu Hause gegeben, aber das schreit nach Bürokratie und nicht "Wir brauchen Hilfe!" Traurig für die Katzen. Viel Glück bei der Vermittlung

    Antworten (1)
    • Birgit Klares 10.10.2018, 19:16 Uhr

      Hallo, wenn man so schnell "eingeschnappt"ist, ist es für die Tiere wohl auch besser, wenn sie nicht bei Ihnen einziehen.

  • 3 Nadine 08.10.2018, 13:06 Uhr

    Die Argumentation des Herrn von der Stadt Hagen gegen die Kastrationspflicht war für mich nicht nachvollziehbar.

  • 2 Susan 07.10.2018, 19:00 Uhr

    Katzen kastrieren ist genau der richtige Ansatz. Überall laufen hungernde Katzen rum, es ist so ein Elend für diese Tiere. Ich habe auch zwei Katzen und die sind kastriert. Und wenn dann gesagte wird, dass es keinen Katzen-Notstand gibt laut Tierärzte, dann sollte man mal lieber in den Tierheimen nachfragen. Jeder schiebt das Problem nur von sich, traurig traurig

  • 1 Yvonne 07.10.2018, 18:57 Uhr

    Kastration von Tieren. Komischerweisse sinds es minstens die Maenner die gegen die Kastration von Tieren sind. Maenner hanen das Gefuell das die seiner Kastriert werden. Die projectieren ihre eigene Gedanken an der Kastration vom Tier auf sich selber.