Hunde und Sommerhitze? Tipps von Tierheiltherapeutin Ina Raschig

Hunde und Sommerhitze? Tipps von Tierheiltherapeutin Ina Raschig Tiere suchen ein Zuhause 05.07.2020 UT Verfügbar bis 05.07.2021 WDR

Hunde und Sommerhitze? Tipps von Tierheiltherapeutin Ina Raschig

Immer wieder gibt es Sommertage, an denen die 30-Grad-Marke geknackt wird. Das macht nicht nur Menschen zu schaffen, sondern auch den Tieren. Tierheiltherapeutin Ina Raschig ist im Tiere suchen ein Zuhause-Studio zu Besuch. Mit ihren Tipps zu Fellpflege, Spaziergängen, Abkühlung und der richtigen Ernährung kommen Hunde gut durch die heißen Tage.

Fellpflege:

  • Fell regelmäßig bürsten, um störende Haare zu entfernen
  • Pflege je nach Fell. Langhaarhunden tut oft eine Schur gut.

Unterwegs:

  • Hunde bei Hitze nie im Auto lassen
  • unnötige Anstrengungen vermeiden
  • Spaziergänge in die Morgen- und Abendstunden verlegen
  • schattige Routen im Wald oder Parks wählen
  • Vorsicht: Asphalt und Straßenpflaster erhitzen sich im Sommer stark. Um die Hundepfoten zu schonen, besser Feld- und Waldwege wählen und die Gehzeit auf der Straße möglichst kurz halten.
  • Für Unterwegs einen Trinknapf und eine Thermoskanne mit leicht gekühltem Wasser mitnehmen. Wichtig: Das Wasser darf nicht eiskalt sein.

Zu Hause:

  • Liegebereich frei wählen lassen
  • immer genügend Trinkwasser bereitstellen
  • kleine, leicht verdauliche Futterrationen anbieten

Abkühlen:

  • Ein Handtuch in kaltes Wasser tauchen und als Liegeplatz anbieten. Wichtig: Nicht über den Hund legen, er darf nicht vom Handtuch bedeckt werden.
  • Erst Pfoten und Beine kühlen. Generell gilt: Immer von unten kühlen, keine kalten Handtücher auf das Tier legen.
  • Das Fell anfeuchten, zum Beispiel mit einem Wassersprüher, falls der Hund das mag.
  • Hat der Hund Spaß am kühlen Nass, können Wasserspiele für Abkühlung sorgen: Spiele mit einem Wasserstrahl, mit dem Kopf nach Futter tauchen etc.
  • Wichtig beim Baden an Bächen oder Seen: den Hund langsam ans kühle Nass heranführen.

Kühlmatten und Co.

Im Handel werden mittlerweile Produkte wie Kühlmatten, Kühlwesten oder Kühlhalsbänder angeboten, die dem Hund bei großer Hitze Erleichterung bringen sollen. Wichtig: Nur verwenden, wenn Sie ihn der Nähe sind und den Hund beobachten können. Kühlwesten und -halsbändern kann sich der Hund nicht alleine entziehen. Kühlmatten sorgen nur kurze Zeit für Abkühlung, falsch geknickt können sie sogar heiß werden.

Übrigens: Ein Hund hat kaum Schweißdrüsen und kann daher nicht schwitzen. Kühlung verschafft er sich über das Hecheln.

Stand: 03.07.2020, 10:00