Demenz bei Hunden

Demenz bei Hunden Tiere suchen ein Zuhause 06.10.2019 05:17 Min. UT Verfügbar bis 06.10.2020 WDR

Demenz bei Hunden

Hunde und Katzen werden in Deutschland dank guter ärztlicher Versorgung immer älter. Und damit steigt auch die Zahl der Tiere, die im Alter Anzeichen von Demenz zeigen. Abwesenheit, Desorientierung, schwankender Gang oder nächtliches Weinen können bei Hunden Hinweise auf eine Demenz sein. Schuld daran ist das Absterben von Gehirnzellen, aber auch Tumore oder Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn können zu Demenzsymptomen führen. Doch es gibt Möglichkeiten, demente Hunde zu fördern. Wichtig sind ein soziales Umfeld und geistiges Training.

Autor: Jörg E. Mayer

Stand: 04.10.2019, 10:00

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 Anonym 07.10.2019, 08:17 Uhr

    Es ist schön zu sehen daß es mehr Leute gibt die sich nicht ihrer alten Tiere aus Bequemlichkeit entledigen. Tiere sind ja schließlich keine Gebrauchsgegenstände die wenn sie nicht mehr "richtig" funktionieren entsorgt werden. Wir begleiten unsere Tiere bis zum Schluss. Einer meiner Rüden verliert eben ab und an mal Kot- er ist groß und über 13. Manchmal im Schlaf- weil er es nicht immer merkt. Er bekommt seit 5 Jahren alle 14 Tage Physio, wir gehen noch viel spazieren und er hat noch Spaß.Man muss sie auch aktiv am Leben teilnehmen lassen. Nur weil er nicht mehr so schnell reagiert ist er ein Tattergreis. Auch wenn er etwas tüdelig werden sollte ,bleibt er bis er uns zeigt das es für ihn Zeit ist zu gehen. Das ist man seinen Tieren auf jeden Fall schuldig.

  • 13 Polyhymnia 06.10.2019, 20:01 Uhr

    Mein Griffon-Mix, kastrierter Rüde, fast 15 Jahre alt, hat seit ca. einem Jahr fortschreitende Demenz. Es ist nicht einfach, damit umzugehen - aber es geht. Wichtig: die richtige medikamentöse Einstellung. Was in unserem Fall auch schwierig war, denn Felix hat einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt und verträgt nicht jedes Medikament. Unangenehme Begleiterscheinung der Demenz ist die Unsauberkeit. Vor allem dann, wenn er allein gelassen wird - was wir weitgehend vermeiden -, aber auch nachts kann es passieren, dass Bäche in der Wohnung oder auch im Bett landen. Abhilfe schaffen Rüdenwindeln (waschbar) in Kombination mit dicken Damenbinden. Demente Hunde zeigen u. U. verstärkte Anzeichen von Ängstlichkeit, Unsicherheit, bis hin zur Aggression (die meist auf Schmerzen zurückzuführen ist, alte Hunde haben meist auch Gelenk- und Wirbelsäulenprobleme, in unserem Fall das Cauda-equina-Syndrom). Wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit dem Tierarzt. Aber: man kann mit dementen Hunden leben.

  • 12 Marion Berger 06.10.2019, 19:15 Uhr

    Unser Husky ist jetzt 14 Jahre und er macht die Nacht zum Tag. Er läuft die ganze Nacht durch die Wohnung, tags schläft er. Nun haben wir ihn nachts immer im Wohnzimmer, das Schlafzimmer ist gleich nebenan, die Tür zum Wohnzimmer ist offen und ein kleines Licht haben wir an... Und es ist etwas ruhiger geworden. Unsere Tochter macht dazu viele Spiele mit ihm, die er sehr gerne macht. Aber wir schaffen das...

  • 11 Arndt Claudia 06.10.2019, 19:07 Uhr

    Mein Golden Retriever Louie ist 12 Jahre u wird dement. Bleibt beim spazieren plötzlich liegen, verläuft sich oder geht plötzlich einfach los, wird nachts öfter wach u tapst rum. Ich biete ihm Abwechslung an u seit ich mit größeren Rudeln gassi gehen, läuft er besser, auch wenn er große Runden wegen Arthrose nicht mehr kann, ist aufmerksamer u freut sich. Verträgt sich mit allen freilaufenden Hunden u ist danach rechtschaffen müde, träumt sogar wieder. Er fühlt sich wohl u gut, wälzt sich freudig. Es ist anstrengend, aber er gibt auch viel liebe zurück. Und das liebevolle Vertrauen das er an mich abgibt, macht jede durchgemachte Nacht wett.

  • 10 Karin Seibel 06.10.2019, 19:04 Uhr

    Ich habe meinen 13jährigen Bearded Collie erlöst. Er war körperlich noch fit aber dement. Ich möchte darauf hinweisen, dass vieles den Hunden etwas abverlangt, das sie nicht bieten können und deshalb Angst auslöst. Beispiel: der gezeigte Hund, der über Hürden geführt wird. Der Hund versteht nichts mehr, möchte aber Leckerchen und überwindet seine Angst. Wäre es nicht besser, ihn nicht mehr mit Angstauslösenden Situationen zu konfrontieren?

    Antworten (1)
    • Angelika 07.10.2019, 08:06 Uhr

      Der Hund in der Sendung hatte keine Angst. Man kann auch kein Wesen von allen Ängsten fernhalten, denn wenn sie diese überwinden wachsen sie auch und werden selbstsicherer was zu einem ausgeglichenen Wesen führt. Ihre "Lösung" des s.g. Problems Demenz kann ich nicht nachvollziehen- wenn der Hund noch fit ist hat er Lebensqualität- ihn aus Unbequemlichkeit zu töten ist m.E. nicht die richtige Lösung und schon keine Erlösung für den Hund.

  • 9 Bea 06.10.2019, 11:12 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 8 Bea 06.10.2019, 11:09 Uhr

    Unser Kater würde 19 Jahre und 8 Monate. Wir haben ihn zu Hause kurz vor Weihnachten gehen lassen. Er war für uns mehr als nur Familienmitglied, Freund und Kuschelmonster. Jedes Tier ist einzigartig wie der Mensch. Unsere jetzige Katze ist 17Jahre und hat schon diese typischen Anzeichen einer Demenz. Ich werde bei ihr sein, wenn es soweit ist, aber ich habe auch große Angst davor. In guten wie in schlechten Zeiten. ???????

  • 7 Ulla 06.10.2019, 10:01 Uhr

    Meine Nelly wurde fast 17.sie war ab 13 taub, was die Demenz schwieriger machte. Sie hat im letzten Jahr immer vergessen ihren Haufen draußen zu machen, Pippi klappte Haufen aber immer erst wenn wir durch die Haustür kamen. Laufen verlernt sie auch immer mehr, was dazu führte dass andere Menschen mich ansprachen der Hund hätte es doch im Rücken. Trinken und fressen schaffte sie ohne daran erinnert zu werden auch nicht mehr. Sie wurde aber von allen umsorgt und geliebt und nie vergessen.

  • 6 Dorian Johannsen 06.10.2019, 09:45 Uhr

    Toller Film! Meine Beiden sind 16 Jahre und 17 Jahre, munter, dank tierärztlicher Fachkompetenz!

  • 5 KaMi 06.10.2019, 09:24 Uhr

    Unsere Shela, eine Mischlingsdame, bekam im Sommer einen schweren Hirnschlag in Italien. Nach zwei Tagen konnten wir sie nach Hause bringen wo wir sie einschläfern lassen konnten und nun steht ihre Urne bei uns. Sie wurde 16 Jahre und 5 Monate. Nach unzähligen Tumoren und einen schweren Unfall als 3 jähriger Hund konnte sie die letzten Jahre noch mit viel Liebe verbringen und gab sie an uns zurück. Wir möchten auch in Zukunft nicht ohne Hund leben, denn sie geben einem mehr, was der Mensch vergessen hat, worauf es eigentlich im Leben ankommt.

  • 4 Sabine Renzel-Hahn 06.10.2019, 09:02 Uhr

    Ich möchte mich meiner Vorkommentatorin anschließen..Sie hat sehr schön geschrieben .. auch ich mich möchte mich bei den Damen bedanken , welche sich sooo liebevoll um die alten Tiere kümmern..auch unsere alten Hundedamen -und Herren haben es verdient dass wir sie nicht im Stich lassen.. Vielen Dank für ihre Bereitschaft den Tieren trotz der “ altersbedingten Ausfälle “ noch ein schönes Leben zu ermöglichen.. MfG Sabine Renzel -Hahn